Ostpreußen

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Geschichte der Stadt Allenstein von 1348 - 1943

Anton Funk
Neudruck der Ausgabe 1955.
Scientia Verlag Aalen, 1979

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Allenstein

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Allenstein
Das Schloß Allenstein

Rektor A. Funk
Volksblatt-Druckerei Allenstein, 1930

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Adelheid Gräfin Eulenburg/Hans Engels

Ostpreussische Gutshäuser in Polen – Gegenwart und Erinnerung
Verlag C. H. Beck München 1992

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Andreas Kossert

Masuren – Ostpreußens vergessener Süden
Siedler Verlag 2001

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Malgorzata Jackiewicz-Garniec/Miroslaw Garniec

Schlösser und Gutshäuser im ehemaligen Ostpreußen
Studio-Arta-Verlag, Olsztyn 2001

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Thomas Urban

Von Krakau bis Danzig – eine Reise durch die deutsch-polnische Geschichte
C.H. Beck, München 2000

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Bruni Adler

Klöpfer und Meyer Verlag, 368 Seiten, 24,80 €

Einzelne Schicksale widerspiegeln die Grausamkeiten des Krieges und deren Folgen, aber vereinzelt tauchen auch Engel in Mnschengestalt auf.

Das Buch liest sich nicht wie eine kontinuierliche Erzählung. Nach jedem aufgezeigten menschlichen Los muss der Leser erst innehalten.

Die Darstellungen sind anspruchsvoll niedergeschrieben. Dennoch versteht es die Autorin, das Geschehene mit warmen Worten illustriert und verständlich darzubringen. Somit ergibt sich – ob der breiten Aussage über Gewalt, Brutalität und Grausamkeit – ein leichtes und einprägsames Lesen.

Bruni Adler begnügt sich nicht in ihren zu Papier gebrachten Nachforschungen mit aus Geschichtsbüchern entlehnten Anführungen. Sie dringt in den Menschen, damit er sein Erinnerungsbild öffnet und seine ihm widerfahrene Vergangenheit so wiedergibt, wie er sie erlebt bzw. beobachtet hat. Ein zu dieser Thematik in die Tiefe gehendes Buch.

(Buchbesprechnung durch Pfarrer i. R. Manfred Buchholz, Sonderhausen, in Masurische Storchenpost, Dez. 2007)

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Olga Desmond. Preußens nackte Venus

von Jörn E. Runge
Steffen Verlag, Friedland 2009, 180 S., 19, 95

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Winfried Brandstäter

Mein Paradies lag in Masuren
Taschenbuch, erschienen im Frieling Verlag Berlin, 144 Seiten, ISBN 978-3-8280-2735-0, € 10,90

Die Erinnerung an das unter schrecklichen Bedingungen verlorene Kindheitsparadies in Ostpreußen begleitete Winfried Brandstäter sein Leben land. Im Winter 1946 war er elf Jahre alt.

Er und seine Eltern haben das Grauen des Zweiten Weltkriegs und den Exodus aus der Heimat überlebt. Winfrieds 14-jährige Schwester dagegen fiel dem Krieg zum Opfer. Was geht in Menschen vor, die entwurzelt, heimat- und besitzlos auf der Straße stehen und irgendwie überleben müssen.

Der Autor lässt erahnen, was es heißt, wenn das Grauen des Todes zum ständigen Begleiter wird. Brandstäters Zeitzeugenbericht über die letzten Kriegsmonate und die frühe Nachkriegszeit betrachtet auch die politischen Zusammenhänge jener Zeit und steht stellvertretend für die Erfahrungen einer ganzen Generation von Menschen, die durch Krieg und Vertreibung ihre Heimat verloren.

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Allenstein
Burgen im Deutschordensstaat Preußen

Malgorzata Jackiewicz-Garniec/Miroslaw Garniec “Burgen im Deutschordensstaat Preußen“, Studio Wydawnicze ARTA Miroslaw Garniec, Olsztyn 2009

Umfangreiche Darstellung aller Burgen im polnischen Teil Ostpreußens mit vielen Details und etlichen Bildern

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Roman von Friedrich v. Oppeln-Bronikowski: Der Exot

Auszüge aus dem Nachwort von Friedrich W. von Oppeln-Bronikowski zum geschichtlichen Hintergrund des Romans. Hinweis: Der Roman ist keine Nacherzählung der Tragödie, sondern eine freie künstleische Beshäftigung mit ihr unter Veränderung der Namen von Personen und Orten und der Geschehensabläufe

Das Geschehen spielte 1907-1908 in Allenstein in Ostpreußen, dem Kuhren des Romans. Wegen der Nähe zur russischen Grenze war Allenstein Garnisonsstadt. Unter anderen waren damals dort stationiert: das Masurische Feldartillerie-Regiment Nr. 73, dem der Hauptmann von Goeben (der Hauptmann Hugo von Verden des Romans) und das Dragonerregiment König Albert von Sachsen, Ostpreußisches Nr. 10, dem der Major August von Schönebeck (der Major von Burgess des Romans), angehörten.

August von Schönebeck, 1860 in München geboren, war seit 1897 mit Antonie geb. Lüders, 1876 in Görlitz geboren, verheiratet. Ihr Großvater war der österreichische Minister von

Stremayr und sie war dank ihrer Herkunft vermögend. Antonie war eine schöne und lebenslustige, aber auch nymphoman veranlagte und hysterische Frau, die keiner Männerbekanntschaft aus dem Weg ging. Als ihr Mann sie bei einem Seitensprung ertappte, enterbte er sie. Eine Ehescheidung kam für ihn als Katholiken jedoch nicht in Betracht; auch wäre eine Scheidung nicht karrieredienlich gewesen. Beide Eheleute lebten also ihr eigenes Leben. Antonie von Schönebeck empfing ihre Verehrer, die meist aus den Militärkreisen stammten, in ihrem gemeinsamen Haus, was dadurch erleichtert wurde, dass das Paar getrennte Schlafzimmer hatte und ihr Ehemann zumeist entweder seinen Dienst versah oder seiner Jagdleidenschaft nachging.

Im Jahr 1907 Hauptmann Hugo von Goeben vom Großen Generalstab in Berlin nach Allenstein versetzt. Hier sollte er sich als Chef der ersten Batterie des Masurischen Feldartillerie-Regiments Nr. 73 praktisch bewähren. In Allenstein fand er u. a. Anschluss an den Major August von Schönebeck vom Dragonerregiment, dessen Familie er schon aus früheren Zeiten kannte und der sich deshalb Goebens privat annahm. Auf diese Weise lernte er auch dessen Ehefrau Antonie kennen; beide waren voneinander fasziniert und planten eine gemeinsame Zukunft. Um den Weg dafür zu bereiten, plante v. Goeben ein ‚Duell ohne Zeugen’, in dessen Verlauf der Ehemann getötet werden sollte.

Am Weihnachtstag 1907, den Goeben im Hause Schönebeck verbracht hatte, plante er mit Wissen seiner Geliebten die entscheidende Tat. Goeben verließ zum Schein die Villa Schönebeck und kehrte in der Nacht auf den 26. Dezember durch ein zuvor entriegeltes Fenster zurück, um den Major zu einem Duell ohne Zeugen vor seine Pistole zu zwingen. Dieser war jedoch durch ein Geräusch aufgewacht und trat dem vermummten Eindringling mit seiner Dienstpistole entgegen. Beide schossen auf einander. Die Pistole des Majors versagte zweimal, und Hugo von Goeben, der als sicherer Schütze gefürchtet war, schoss dem Major um ca. 3 Uhr morgens eine tödliche Kugel in die Stirn.

Goeben wurde nach zwei Tagen verhaftet und legte am 31.12.1907 ein umfassendes Geständnis ab. Er nahm sich Anfang März 1908 in der Militärhaftanstalt das Leben. Antonie von Schönebeck wurde wegen Anstiftung bzw. Beihilfe zum Mord am 31. Dezember 1907

verhaftet, jedoch gegen ein Kaution von 50.000 RM frei gelassen. Sie nutzte diese Zeit, um in London den 1868 geborenen Schriftsteller Alexander Otto Weber zu heiraten, seinerzeit ein erfolgreicher satirischer Schriftsteller. Im Prozess wurde sie von vier Rechtsanwälten, darunter zwei Staranwälten aus Berlin, verteidigt und genoss darüber hinaus das Wohlwollen des Richters aus alter Familienbekanntschaft. Das Verfahren wurde am 22. Verhandlungstag im Jahr 1910 vorläufig eingestellt und nicht wieder aufgenommen. Nach dem Tod von Alexander Otto Weber heiratete heiratete sie seinen Bruder, den Bankier Fritz Weber, und verstarb 1931 in Rapallo.

Die Villa Schönebeck blieb nach dem Mord unbewohnt; sie erhielt im Volksmund den Beinamen „Mordvilla“. 1912 kaufte sie der Verleger der Allensteiner Zeitung und Eigentümer einer großen Druckerei Wilhelm Ernst Harich. Er ließ sie abreißen und baute auf dem Grundstück eine repräsentative Jugendstilvilla, die heute noch steht. Einer seiner Enkel war Walter Harich, der Vater des DDR-Nonkonformisten Wolfgang Harich, der sich in einem seiner Werke auch zur Allensteiner Offizierstragödie äußert

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Allenstein
Dr. Jan Chlosta "Biographien Deutscher aus Ostpreußen"

Der Autor präsentiert 150 herausragende Deutsche aus Ostpreußen. Es sind Menschen verschiedener Berufe: Wissenschaftler, Politiker, Unternehmer, Lehrer, Architekten, Bildhauer, Maler, Musiker, Schauspieler, Schriftsteller, Journalisten, Beamte, Priester und Ordensschwestern. Viele von ihnen sind mit Königsberg verbunden, wo sie studierten und arbeiteten. Er weist aber auch auf prominente Personen hin, die mit Allenstein verbunden sind und sonst weniger erwähnt werden wie Walter Angrik, Irmgard Falken, Johannes Gehrmann und Johannes Schwalke (aus Masurische Storchenpost, März 2011, S. 18/19)

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Allenstein

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Allenstein
Brigitte Becker-Carus "Taufengel in Pommern"

Thormas Helms Verlag, Schwerin
ISBN 978-3-940207-57-9

Dr. Fiedler und seine Schwägerin Brigitte Becker-Carus untersuchten die Zusammenhänge zwischen Taufengeln und Taufsakramenten, zunächst im Bereich der Pommershen Evangelischen Kirche, und dehnten ihre Forschungsarbeit dann auf Hinterpommern und Ostpreußen aus. Es konnten bisher 85 ostpreußische Gotteshäuser identifiziert werden, in denen es Taufengel gab.

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Allenstein
Gerhard Glombiewski "Groß Bertung"

Ausgehend von den Veröffentlichungen der Heimatzeitschrift „Jomen-Post“ ermöglicht es Gerhard Glombiewski etlichen aus dieser Gegend Vertriebenen, ihren Kriegserlebnissen, ihren Gefühlen und Einsichten Ausdruck zu verleihen und die Summe ihrer Erkenntnisse mit der deutsch-polnischen Nachkriegsentwicklung abzugleichen.

Verlag tradition
ISBN 978-3-347-11377-0

Rüdiger von Voss „Niemandsland“ -Spurensuche. Die Farenheids und die Schmidt von Altenstadts - Erinnerungen an Ostpreußen

Eingeleitet wird das Buch durch Anmerkungen zur Geschichte Ostpreußens und zum Kampf der Historiker um die Entstehung des preußischen Kernlandes. Es folgen Hinweise zu den gutsherrlichen und bäuerlichen Verhältnissen sowie zur Geschichte des Kreises Darkehmen.
Im Kontext der Geschichte der Farenheids ist das Buch dem Leben und Wirken von Fritz von Farenheid und seinen Freunden gewidmet. Auch der Eulenburg-Prozeß wird in diesem Zusammenhang behandelt. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Darstellung des Schlosses Beynuhnen und der bedeutenden Kunstsammlung.

Es folgt die Geschichte der verwandten Familie Schmidt von Altenstadt, die ebenso wie die Familie Farenheid auf eine 500jährige Geschichte zurückblicken kann. Nach der Darstellung des altenstadtschen Besitzes Medunischken folgt die Spurensuche in Oberfranken. Einzelne Kapitel sind der Pferdezucht und dem Jagdwesen zugeordnet.

Das letzte der 18 Kapitel schildert eine Reise nach Ostpreußen im Sommer 2017 über Posen, Königsberg, Gumbinnen, Angerapp bis zur Wolfsschanze, über Sensburg nach Danzig und Stettin.

Bei Vorausbestellung kann dieses Buch zu einem deutlich reduzierten Preis von € 26,00, zuzügl. € 2,50 Porto, statt späterem Ladenpreis von € 35,00 über den Autor bezogen werden.

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Angerapp

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Kl.Beynuhnen
Freya Klier "Wir letzten Kinder Ostpreußens"

Sieben Kinder – sieben Schicksale. In ihrem bewegenden und aufwühlenden Buch zeichnet Freya Klier, ehemalige DDR-Bürgerrechtlerin, Flucht und Vertreibung von sieben Kindern aus Ostpreußen nach – drei Jungen und vier Mädchen aus Schuditten, Königsberg, Stallupönen und Mallenuppen. Nach Jahrzehnten des Schweigens erhalten sie endlich die Gelegenheit, ihre Kindheitsgeschichte zu erzählen, beginnend mit dem Sommer 1944 bis hinein in unsere Gegenwart. Aus der Komposition der Stimmen erwächst ein so noch nie zu lesendes Panorama der letzten Kriegsmonate. Ein ergreifendes Zeugnis und Buch für eine ganze Generation – und deren Nachkommen! (Verlagstext)

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Mallenuppen
Klaus-Jürgen Liedtke

Die versunkene Welt – Ein ostpreußisches Dorf in Erzählungen der Leute
Eichborn Verlag, Frankfurt/M. 425 Seiten, 49 s/w Fotografien, 32 €

Es ist eine umfassende literarische Darstellung des Lebens in dem kleinen Ort Kermuschienen/Kermenau im Kirchspiel Szabienen/Lautersee und die Geschichte der Kermuschiener Besitzerfamilien. Liedke hat viele Zeitzeugen befragt, Reisen dorthin unternommen, deutsche und polnische Archive durchsucht. Die Chronik umfasst den Zeitram vom ersten Weltkrieg bis zur Flucht 1944.

Von unschätzbarem Wert sind vor allem die Schilderungen der Gepflogenheiten und Bräuche. Heute existiert Kermuschienen nicht mehr.

(aus D. Jestrzemski, Der Bärlauchort, Ostpreußenblatt Nr. 7/2010, S. 20)

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Angerapp

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Szabienen
Angerburg von A - Z

Zu beziehen über die Geschäftsstelle der Kreisgemeinschaft Angerburg zum Preis von 36 € zuzügl. 4 € Porto

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Angerburg

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Angerburg
Der Kaufherr Thomas Anderson

Die Erinnerungen an das Leben in Angerburg und der masurischen Umgebung verblassen. Wie war es noch damals? Was erzählten uns unsere Eltern und Großeltern? Der Familienforscher Eduard Anderson aus Ostpreußen hat sich bereits vor 1872 diese Fragen gestellt und die schriftlichen Überlieferungen seines Urahnen Thomas Anderson in einen historisch fundierten Rahmen des kurfürstlichen Preußens gefasst. Der Roman „Der Kaufherr Thomas Anderson“ erzählt die Geschichte seines aus Schottland stammenden Ahnen, der Ende des 17. Jahrhunderts als reisender Kaufherr, später sogar als Bürgermeister der Stadt Angerburg gelebt hat und 1710 an der großen Pest, die in Ostpreußen grassierte, verstorben ist. Die volkstümlichen Erzählungen aus Angerburg sowie die Schilderungen seiner begegnungs- und erlebnisreichen Reisen nach Königsberg und durch Masuren, machen das bisher nie veröffentlichte Werk zu einem bedeutenden Beitrag der Kulturgeschichte Ostpreußens in der Zeit des Großen Kurfürsten. Mit zahlreichen Bildern und Erläuterungen werden in diesem überarbeiteten Werk alle orts- und geschichtsbezogenen Fachbegriffe für eine breite Leserschaft sehr anschaulich geschildert. Das 540 Seiten umfassende Buch ist nun bei der Kreisgemeinschaft Angerburg in einer begrenzten Auflage zum Preis von 17,95 € (zzgl. Versandkosten) zu beziehen. Bestellungen bitte an Norbert Skowron, Käthe-Schaub-Weg 14, 44388 Dortmund, oder Norbert.Skowron@gmx.de richten.

(Norbert Skowron, 27. 5. 2009)

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Angerburg

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Angerburg
Angerburg

zu beziehen über die Geschäftsstelle der Kreisgemeinschaft zum Preis von 10 € zuzügl. 3 € Versandkosten

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Angerburg

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Angerburg
Heinrich von Oepen

Jagen in Rominten
Verlag Paul Parey
1.Auflage 1982
ISBN-13: 9783490236111


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Angerburg

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Angerburg
Numeiter Geschichten

Erinnerungen an meine Großeltern, an ihr Numeiten und an die Menschen, die mit ihnen dort lebten

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Angerburg

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Numeiten
Alle-Pregel-Deime-Gebiet

Nachdruck 2005 durch Verein f. Familienforschung in Ost- u. Westpr. (VFFOW)als Sonderschrift Nr. 105. XVIII + 387 S.

Die Beiträge sind inhaltlich breitgestreut, von der Vorgeschichte bis zum 19. Jh., von Sagen über Mundarten bis zur Geografie. Viele Beiträge betreffen die Besitzverfassung der behandelten Haupt- und Kammerämter, Kirchspiele und Städte um 1700. Ferner sind heute nicht mehr vorhandene Urkunden abgedruckt.

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Bartenstein

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Bartenstein
Erinnerungen an Domnau

Hiltrud M. Webber wurde 1938 in Domnau geboren und lebt in den USA. In Ihrem Buch schreibt sie über die Flucht aus Domnau und die Erfahrungen, die sie nach dem Krieg gemacht hat. Es kann direkt von der Autorin bezogen werden:

Hiltrud M. Webber
3957 W. Greenwood Street
Springfield, MO 65807
Phone: 417-889-8416

Das Buch kostet $21.95 und Porto

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Bartenstein

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Domnau
Chronik der Familie von Gottberg, Groß Klitten

Wilhelm von Gottberg (Herausgeber), Wulf D. Wagner (Verfasser): „Die Rittergüter Gross Klitten und Woopen“. Die Geschichte der Güter Groß Klitten, Woopen und Preußisch Wilten bei Domnau im Kreis Bartenstein / Ostpreußen. Schnega, 137 Seiten, kartoniert


Die Herausgabe der Chronik „Die Rittergüter Groß Klitten und Woopen“ ist für den Familienverband derer von Gottberg bestimmt, einige Exemplare sollen Fachbibliotheken überlassen werden. Das Werk war als eine lokalgeschichtliche Betrachtung über die Entwicklung der beiden Rittergüter mit Einbindung der Familiengeschichte ihrer Besitzer konzipiert. (www.ostpreussen.de, 2013)

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Bartenstein

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Domnau
Erinnerungen Hellmuth Klapp 1914 - 1940

Erinnerungen eines unmittelbar Beteiligten an den Kapp-Putsch.

Sigmund Bergmann, geboren am 9. Juni 1851 in Tennsted bei Mühlhausen (Thüringen), gestorben am 7. Juli 1927 in Berlin, Erfinder und Unternehmer, ließ sich in den Jahren 1911-1912 im Tiergarten-Viertel in Berlin ein Stadt-Palais erbauen. Das Gebäude verkörpert den Bautyp der neoklassizistischen Stadtvilla, die in dieser Form in Berlin sehr selten vertreten ist. Bergmann erwarb 1918 das Schloss Hohenfels in Coburg als Ruhesitz. Und so konnte er sich leichten Herzens von seinem Palais in Berlin trennen. Es wurde Sitz des legendären “Tiergarten-Clubs“, Hildebrandstraße 4.

Was es mit diesem “Tiergarten-Club“ im Jahre 1920 auf sich hatte, erfährt der Leser aus dem Buch “Dreimal Soldat – Erinnerungen Hellmuth Klapp 1914 – 1940“, Zeitgut-Verlag, Berlin.

Im “Tiergarten-Club“ saß nämlich der übrig gebliebene Rest des Freikorps Roßbach, bereit, beim Staatsstreich mitzuwirken, der als “Kapp-Putsch“ bekannt werden sollte. Bis dahin wartete man im “Tiergarten-Club“ auf die Spielbank-Konzession. Täglich kam vom Hotel Adlon ein altgedienter Oberkellner herüber und unterwies die ehemaligen Landsknechte in feinen Sitten. Als es dann los- ging, fiel dem jungen Leutnant Hellmuth Klapp die Aufgabe zu, die Bediensteten des Kriegs- ministeriums auf die “neue Regierung“ zu verpflichten. Das ging nicht ohne drollige Begleitum- stände ab, wie denn überhaupt Klapps Erinnerungen an seine dreimalige Militärkarriere von selt- samen, um nicht zu sagen komischen Zwischenfällen nur so überquellen.

Auf dem cover des Buches soll die schräg montierte Abbildung eines schmucken Gebäudes nach Art der Ankerstein-Baukästen andeuten, wie “kippelig“ das Unterfangen des Putsches von vorne- herein war; er ist denn auch sogleich gescheitert.

Bergmanns Stadtvilla wurde noch im Jahr 1920 von Griechenland erworben, das darin seine Gesandtschaft unterbrachte. Im Krieg ausgebombt, wurde der Rest der Ruine durch zündelnde Hausbesetzer im Jahre 1988 ein Raub der Flammen. Man trug die Fassade Stein für Stein ab und mauerte sie dem neuen griechischen Botschaftsgebäude im Jahre 2011 wieder an.

Zu seiner Familie schreibt Edzard Klapp:

Meine Mutter ist in Labiau geboren. Ihr Großvater war Schullehrer in Ragnit, ihr Vater Rechtsanwalt und Notar in Labiau. Da infolge der unter Reichskanzler Caprivi eingeleiteten Freihandelspolitik viele ostpreußische Gutsbesitzer nicht mehr rentabel zu wirtschaften vermochten und daher ihre Güter abstießen, gleichzeitig aber viele begüterte Interessenten aus Rheinpreußen gerne ostpreußische Landsitze erwarben, mehr als Prestigeobjekte denn als lukrative Geldanlagen, boomte mehrere Jahre hindurch der Erwerb meines Labiauer Großvaters, der als Notar an den Gebühren anläßlich der Umschreibungen gut verdiente. Dessen ungeachtet ging er dann in den öffentlichen Dienst und zwar als Syndikus des Herzogtums Lauenburg, Sitz Ratzeburg.

Ein Verwandter meiner Mutter, Tierarzt Willi Döll in Wehlau, ist noch in Erinnerung als Besitzer eines schweren Personenkraftwagens Marke „Adler“, den er zwecks Transports schwergewichtiger Patienten, vornehmlich Rinder, in seine Praxis, hatte umbauen lassen – nach Art der heutigen Pick-ups : zur Freude der Kinder, die gerne in Onkel Willis offenem Auto mitfuhren.

Mein Urgroßvater in direkter Manneslinie war Superintendent in Rastenburg. Er hat Ende der 1880er Jahre die Domäne „Karlshof“ unmittelbar bei Rastenburg für die Evangelische Kirche erworben und dort das ostpreußische Gegenstück zu Bethel erbauen lassen. Als er starb, 1912, war aus Karlshof eine richtige kleine Stadt mit 1200 Insassen geworden : Fallsüchtige, Geistesschwache, Alkoholkranke und Nichtseßhafte. Karlshof war autark und konnte sogar noch Überschüsse aus der eigenen Produktion vermarkten. Karlshof wurde erst durch die Nazis seines Zwecks beraubt, indem die Insassen ermordet wurden. Dann wurden in die Räumlichkeiten SS-Wachmannschaften des Führerhauptquartiers „Wolfsschanze“ einquartiert. Wenn Sie „Karolevo“ im polnischen wikipedia anklicken, wird ihnen des langen und breiten erzählt, daß der masurische Schriftsteller Martin Gerß (Marcin Giers) bei der Eröffnung von Karlshof eine Rede gehalten habe. Der unbefangene Leser muß sogar den Eindruck gewinnen, Gerß sei der Initiator gewesen.

Ähnlich verhält es sich mit dem Geburtsort meines Vaters, Mewe (Gniew). Wer sich über Mewe bei wikipedia unterrichten möchte, bekommt eine urpolnische Stadt präsentiert, deutsche Elemente bleiben schlicht unerwähnt. Der Vater meines Vaters, Hans Klapp, war in Mewe mehrere Jahrzehnte lang evangelischer Pfarrer. Ein Mann mit höchst individuellen Charakterzügen. Seine Figur hat ohne Namensnennung Eingang gefunden in den Roman “Trampedank“, von Martin Borrmann. Martin Borrmann, mit den Klapps in der Seitenlinie verwandt, war Dramaturg am Theater in Königsberg. Den Roman „Trampedank“ kennt man heute kaum noch.

Ich selbst habe nur geringe unmittelbare Erinnerungen an Ostpreußen. Geboren in Elbing, kam ich im Jahre 1939 nach Coburg, Oberfranken. Von dort aus unternahm meine Mutter im Winter 1943/ 1944 mit mir eine mehrere Wochen dauernde Reise zu verschiedenen Verwandten, die wir auf ihren Gütern in Ostpreußen und Westpreußen besuchten : Jäger-Tactau bei Labiau (Besitzer Hans Zerrath), Klein-Weißensee in derselben Gegend (Besitzer Erich Thymian) sowie Alt-Oblusch (Besitzer Martin Thymian) südlich von Gdingen. Ich war damals 6 Jahre alt. Dazu könnte ich einiges zusammenkramen. Meine Schilderungen würfen indes eher Schlaglichter auf Menschen („Typen“) als auf konkrete landschaftliche Details. Wenn Ihnen daran gelegen sein sollte, kann ich es ja einmal versuchen.

Mein Vater (1897 – 1972) hat seine Erinnerungen an seine Militärzeit im Jahre 1940 zu Papier gebracht, das Buch heißt „Dreimal Soldat“, Verfasser : Hellmuth Klapp, Herausgeber : Edzard Klapp, Zeitgut-Verlag 2006.

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Elbing

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Elbing
Helga Tödt "Die Krupps des Ostens" - Schichau und seine Erben - Eine Industriedynastie an der Ostsee

Verlagstext 2012:

Der Maschinenbauer Ferdinand Schichau schrieb deutsche Wirtschaftsgeschichte. Aus seiner 1837 gegründeten kleinen Maschinenfabrik in Elbing/Westpreußen entstand ein im Maschinen-, Lokomotiv- und Schiffbau weltweit exportierendes Unternehmen. Schichaus Schwiegersohn Carl H. Ziese führte die Erfolgsgeschichte der Schichau-Werke fort, die seiner Familie im Kaiserreich zu Aufstieg und Reichtum verhalf. Selbst die Kronprinzessin Cecilie ging im Hause ein und aus.

In der Weimarer Republik vollzog sich der Niedergang des Familienunternehmens. Nach staatlicher Sanierung war die F. Schichau GmbH im Zweiten Weltkrieg wieder Rüstungsbetrieb. Aus der Danziger Schichau-Werft entstand die polnische Leninwerft in Danzig, wo im Sommer 1980 die Gewerkschaft Solidarnoc gegründet wurde. Nachfolgebetriebe bestehen bis heute. Der Leser wird auf eine Zeitreise mitgenommen von der Gründerzeit bis ins heutige Polen. Das Buch wird bereichert durch viele teilweise erstmalig veröffentlichte Quellen.

Kreis:

Elbing

Ort:

Elbing
Der Kreis Elchniederung gestern und heute

Aus dem Inhalt: Die Kirchspiele – Wasserwege der Memelniederung – Aus Uromas Familienalbum – Mennoniten – Häuser und Höfe – Aus der Geschichte
alter Güter – Schloss und Grafschaft Rautenburg – In der Heimat des
Tiliter Käses – Leben in den Dörfern am Kurischen Haff – Erinnerungen an
die Schulzeit u. a. – Sonderteil: Forst einst und heute von Prof. Dr.
Horst Kramer. Im Farbteil alte Ansichtskarten und Bilder aus allen
Kirchspielen heute

Heimatchronik Kuckenneese

Näheres:

Manfred Allies
Heimgarten 45
Buchholz
Tel.: 04181 6241

Kreis:

Elchniederung

Ort:

Kaukehmen
Hans Kramer

3. Teil der so genannten “Ostpreußen-Trilogie”. Jagd- und Kulturverlag, Sulzberg im Allgäu 1985 (2., verbesserte Auflage), ISBN 3-925456-00-7

Kreis:

Elchniederung

Ort:

Pait
Andreas Gautschi

Initiatoren für die Entstehung dieses Buches waren der Sohn von Hans Kramer, Prof. Dr. Dr. h.c. Horst Kramer, und Jürgen Leiste, die Dr. Gautschi dafür gewannen, sich des Lebens und der Lebenserinnerungen von Hans Kramer anzunehmen
Jana Verlag

Kreis:

Elchniederung

Ort:

Pait
Elchwald - einst und heute

erhältlich im Jana-Verlag

Kreis:

Elchniederung

Ort:

Pait
Volker Lechtenbrink

“Gib die Dinge der Jugend mit Grazie auf! Mein Leben”
Hoffman und Campe Hamburg, 2010. 302 Seiten, 20 € (2010)

Rezension der Preußischen Allgemeinen Zeitung:
Es war ein Zufall, dass er im ostpreußischen Cranz das Licht der Welt erblickte – sein Vater war von der Deutschen Shell von Bremen nach Königsberg versetzt worden. Volker Lechtenbrink hat zu seiner Geburtsheimat keine Beziehung aufbauen wollen, er fühlt sich als Hamburger, denn dort ist er aufgewachsen, dort hat er seine Ausbildung zum Schauspieler erhalten. Lechtenbrink beschränkt sich in seinen Erinnerungen nicht auf seine Person, sondern erzählt äußerst unterhaltsam von Begegnungen mit den verschiedenen Kollegen, von Hildegard Knef bis Robert de Niro. Ein köstliches Schmöker-Abenteuer.
(PAZ, 8. Mai 2010, S. 21)

Kreis:

Fischhausen

Ort:

Cranz
Die Albertina und ihre Studenten 1544 bis WS 1850/51 und die Geschichte des Corps Baltia II zu Königsberg i. Pr.

Verlag aventinus edition, Erhardtstrasse 8, 40869 München, Tel.: 089 20 23 86 03, Fax: 089 20 23 86 04. Preis: 149,80 €
ISBN 978-3-00-028704-6

Verlagstext:

Was Schindelmeisers Lebenswerk auch jenseits korporativer Grenzen bedeutend macht, ist die innere Sicht auf Preußen. Kaum ein Buch dürfte so überzeugend darlegen, wie fremd sich Preußen und der Nationalsozialismus von Anfang an waren.
Mit der Einführung zur Altertina und ihren Studenten ist die 83jährige Chronik des Corps Baltia der Fluchtpunkt in einem Riesengemälde preußisch-deutscher Geshi8chte: Je näher man ihm tritt, desto mehr faszinieren die unscheinbarsten Einzelheiten. Je weiter man zurücktritt, desto schärfer sieht man vergessene und verborgene Zusammenhänge. Vergangenes wird gegenwärtig; denn „nach der Relativitätstheorie ist die Zeit ein subjektiver Begriff, abhängig vom Standpunkt des Beobachters, der sie mißt“ (Hawking)

Der Autor Siegfried Schindelmeiser (1901 – 1986) studierte Jura in Königsberg und Jena. 1920 wurde er Mitglied des Corps Baltia. Er engagierte sich in der Königsberger Hochschulpolitik und 1933/34 widersetzte er sich der nationalsozialistischen Übernahme seines Corps

Der Kreis Samland

192 Seiten, 16,50 € + Versandkosten, zu beziehen bei der Kreisgemeinschaft Fischhausen e.V., Postfach 1732, 25407 Pinnenberg, Tel./Fax: 04101 22 037

In dem Band sind über 180 Ansichtskarten aus der Zeit bis 1945 von 70 Orten des Kreises Fischhausen, dem westlichen Teil des Samlandes, farbig zur Darstellung der Tönung der Abbildungen abgebildet worden. Die Orte sind nach Gebieten zusammengefasst. Neben der alten Ordensstadt Fischhausen und dem Seehafen Pillau sind dies z. B. die Bernsteinküste mit den Seebädern Neuhäuser und Palmnicken, die Steilküste mit Cranz und Rauschen, die Kurische Nehrung oder das Galtgarbengebiet.

Kreis:

Fischhausen

Ort:

Fischhausen
Das westliche Samland

zu beziehen über den Buchhandel oder beim Europäischen Verlag der Wissenschaften Peter Lang GmbH, Frankfurt, ISBN 3-631-38980-9 für 65,40 Euro + Porto (Stand 2007)

Am 9. Mai 1867 wurde in Fischhausen der Kunstverleger und Heimatforscher Goerg Schlicht geboren. Sein bedeutendstes Werk ist das Buch “Das westliche Samland”, das bereits Anfang der 1920er Jahre erschien und 2001 als Nachdruck neu aufgelegt wurde. Schlicht war Ehrenbürger von Fischhausen.

Kreis:

Fischhausen

Ort:

Fischhausen
Conrad Steinbrecht "Die Baukunst des Deutschen Ritterordens in Preussen"

Schloss Lochstedt und seine Malereien, Berlin 1910

Kreis:

Fischhausen

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Lochstädt
Endzeit in Ostpreußen - ein beschwiegenes Kapitel des Holocaust

Herausgeber: Uwe Neumärker
Direktor der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas
1. Auflage 2010

ISBN 978-3-942240-01-7, zu beziehen über die Stiftung in der Stresemannstr. 90, 10963 Berlin

Während des Todesmarsches nach Palmnicken konnte Maria Blitz, deren beide Schwestern zuvor am Straßenrand erschossen worden waren, fliehen und wurde von einer deutschen Familie versteckt, wo sie überlebte. Sie entstammte einer wohlhabenden Kaufmannsfamilie in Krakau, wurde mit ihren Schwestern in das Krakauer Ghetto eingewiesen, nach dessen Auflösung in das Konzentrationslager Plaszow und dann nach Auschwitz deportiert. Von dort gelangte sie in den bekannten Todesmarsch von Königsberg nach Palmnicken. Neben der Schilderung ihres Leidensweges wird auch das historische Umfeld beleuchtet und dokumentiert, wie gefährlich ein verbrecherisches Regime werden kann, deren Repräsentanten einem Machtwahn erliegen. (Rezension von E. Neumann-von Meding in Königsberger Bürgerbrief, Sommer 2010, S. 86 f)

http://www.stiftung-denkmal.de/

Kreis:

Fischhausen

Ort:

Palmnicken
Jenseits des Überlebens - von Breslau nach Australien

Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas
Stresemannstr. 90, 10963 Berlin
1. Auflage 2011

ISBN 978-3-942240-03-1

Klappentext: Kenneth James Arkwright (*1929) wurde als Klaus Aufrichtig in Breslau geboren. Ein Teil seiner jüdischen Familie ist seit dem 16. Jahrhundert in Schlesien nachweisbar. Ab 1943 musste er Zwangsarbeit leisten, wurde 1944 in ein Arbeitslager verschleppt, floh und tauchte unter. 1945 kehrte er in seine Heimatstadt zurück, sah sich jedoch wenige Wochen später gezwungen, Breslau in Ridhtung Erfurt zu velassen. Bald darauf begann er ein Studium in Ost-Berlin und emigrierte 1949 über Paris nach Perth in Australien, wo er ein erfolgreicherr Geschäftsmann wurde

Kreis:

Fischhausen

Ort:

Palmnicken
Michael Horbach "Wenige Zeugnisse der Menschlichkeit 1933 - 1945"

Verlag Alsatia 1967

Das Buch enthält einen weiteren Bericht über das Massaker von Palmnicken

Kreis:

Fischhausen

Ort:

Palmnicken
Literatur zu Sankt Lorenz und zum Samland

  • Kunde des Samlandes oder Geschichte und topographisch-statistisches Bild der ostpreußischen Landschaft Samland
    Autor / Hrsg.: Gebauer, Karl Emil
    Verlagsort: Königsberg 1844
    Verlag: Univ.-Buchh
    Das Buch ist abrufbar unter:
    http://www.mdz-nbn-resolving.de/urn/resolver.pl?urn=urn:nbn:de:bvb:12-bsb10012997-8.
  • Chronik und Statistik der evangelischen Kirchen in den Provinzen Ost- und Westpreussen, nach gedruckten und ungedruckten Quellen dargestellt von Agathon Harnoch, evangelischem Pfarrer zu Muschaken und geistlichem Beisitzer der Synode Neidenburg. Neidenburg. Druck und Verlag von S. Nipkow 1890
    Das Buch ist abrufbar unter
    http://dlibra.bibliotekaelblaska.pl/dlibra/doccontent?id=7975&dirids=1
  • Walter Hubatsch
    Geschichte der evangelischen Kirche Ostpreußens
    II Bilder ostpreußischer Kirchen
    Bearbeitet von Iselin Gundermann
    Göttingen – Vandenhoeck&Rupprecht 1968
  • Oscar Schlicht: Das westliche Samland (1920)
    ISBN 3-631-38980-9
    Darin ausführliches Kapitel über die Geschichte der Kirche von St.Lorenz
  • Vergessene Kultur. Kirchen in Nord-Ostpreußen. Eine Dokumentation
    Anatolij Bachtin (Autor), Gerhard Doliesen (Autor)
    Verlag: Husum; 2000(Nachdruck)
    ISBN-10: 3880428492 + ISBN-13: 978-3880428492)
  • Siehe auch Kartenmeister http://www.kartenmeister.com/preview/html/deutsch.html (für die Eingabe Sankt(!, nicht St.) Lorenz)

Kultur im ländlichen Ostpreußen. Menschen, Geschichte und Güter im Kreis Gerdauen

von Wulf D. Wagner, Husum Verlag 2008/2009 in Husum, ISBN 13: 978-3-89876-356-1, je 39,95 €
Herausgeber: Heimatkreisgemeinschaft Gerdauen e. V.
Bestellung über: Hans Eckart Meyer, Oberstrasse 28 a, 24977 Langballigholz, Tel.: 04636 8408

Nicht allein mit den Gütern im Kreis Gerdauen beschäftigt sich dieser Band. Wulf Wagner hat in seiner Chronik über den Kreis vielmehr großen Wert auf die Menschen und ihre Geschichten gelegt. Mit dem ersten Teil des Buches über die geschichtliche Entwicklung liegt somit die zurzeit genaueste, umfangreichste und auch anschaulichste Darstellung des Kreises Gerdauen vor. Vom Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert konnten dabei die Besitzerfolgen vieler Güter lückenlos rekonstruiert werden. Bei den Recherchen traten auch zahlreiche kulturgeschichtlich interessante und spannende Geschichten zutage. Besonders für das 20. Jahrhundert hat Wagner – neben der Nutzung archivarische Angaben – eng mit den Menschen des Landkreises Gerdauen zusammengearbeitet. Eine Vielzahl privater Bilder, Erinnerungen und Geschichten aus ihrem Besitz macht das Buch lebendig und facettenreich zugleich. Ein wichtiges Stück Geschichte wurde so vor dem Vergessen bewahrt.

Dr. Wulf Dietrich Wagner aus Berlin, Jahrgang 1969, Experte für Architekturgeschichte, hat sich jahrelang ausführlich mit Ostpreußen beschäftigt und bereits Bücher über ostpreußisches Bauen und die Güter des Kreises Heiligenbeil in Ostpreußen geschrieben.

(Verlagstext)

“Titanenwerk” sollte man es denn nennen, wenn jemand wie Wulf D. Wagner
ohne institutionelle Unterstützung, als privatgelehrter Einzelkämpfer
binnen eines Jahres fast 1.400 Seiten zum Druck befördert
über die “Kultur im ländlichen Ostpreußen” — exemplarisch dargestellt
in seinem zweiten Band zur Geschichte, den Gütern und den Menschen des
Kreises Gerdauen (Husum Druck- und Verlagsgesellschaft,
Husum 2009, Seiten 717 bis 1382, Abbildungen, 39,95 Euro).
Wie schon zum ersten Band bemerkt (JF 6/09) läßt Wagner die herkömmliche
Regionalgeschichte, die für Ostpreußen nach 1945 in den
Heimatkreis-Büchern der 1960er bis 1980er Jahre versammelt ist, weit
hinter sich. Das gilt zum einen für die Abundanz und Gründlichkeit der
Quellenauswertung.
Hier setzt Wagner schlicht neue Maßstäbe. Das gilt zum andern methodisch
für die Verklammerung von Architektur-, Agrar-, Sozial- und
Kulturgeschichte, die landeshistorisch einen bislang unerreichten
Standard für die Zukunft vorgibt. Und schließlich ist auch die
einzigartige Dichte der Baupläne und Abbildungen zu rühmen.
Um hier nur eins herauszugreifen: die Farbdias, die der junge Joachim
Horn um 1940 von seinem Elternhaus, dem Gut Korellen, gemacht hat.
Hineingezogen ins Interieur des Eßzimmers, hingestellt auf die
blanken Dielen des Wohnzimmers findet der Betrachter wie von Zauberhand
die verlorene Zeit wieder.
Eine Frage bleibt: Wird Wagners Kraft für die großen und lohnenden
Güterkreise Fischhausen, Rastenburg
oder Rosenberg reichen?

(JUNGE FREIHEIT, Nr. 43/09 . 16. Oktober 2009)

Kreis:

Gerdauen

Ort:

Gerdauen
Wulf D. Wagner "Das Rittergut Truntlack 1446-1945"

Verlagstext:

Ein geheimnisvolles prußisches Gräberfeld, eine sagenumwobene Lindenkirche im Park, ein streitbarer Söldnerführer, eine Gutsherrin, die mit Friedrich dem Großen Kakao trank, ein Gutsherr in den Befreiungskriegen, ein tragischer Selbstmord am Rossensee oder die Waldgänge Tante Erikas – das Buch dokumentiert anhand unveröffentlichter Akten aus deutschen und europäischen Archiven sowie Privatbesitz die Geschichte des ostpreußischen Rittergutes Truntlack. Das Werk zeichnet anhand zahlreicher Verträge die lange Besitzerfolge der Nachfahren Georg von Schliebens, die Herausbildung einzelner Gutsherrschaften in den Kreisen Gerdauen und Darkehmen, die Kultivierung weiter Teile der Großen Wildnis nach und bettet Guts- und Familiengeschichte in die Landesgeschichte ein – so wird preußische Geschichte aus der Sicht eines Ortes neu erzählt.

Dr. Wulf Dietrich Wagner aus Berlin, Jahrgang 1969, Experte für Architekturgeschichte, hat sich jahrelang ausführlich mit Ostpreußen beschäftigt und bereits Bücher über ostpreußisches Bauen und die Güter des Kreises Heiligenbeil in Ostpreußen geschrieben.

Werner Dreyer

Werner Dreyer erzählt von der Schulzeit, von Oster- und Weihnachtsbräuchen, Kriegsspielen auf zugefrorenen Seen. Nach dem Krieg verschlug es die Familie zunächst nach Dänemark, sie lebten in Turnhallen und Baracken. Es gab Schulunterricht, Volleyballturniere, Badeausflüge mit militärischer Bewachung. Aber die Zeit war auch von Hunger geprägt, Mundraub, Tauschhandel, Schwarzmarkt. Dann wurde Werner Dreyer erst in Bitterfeld und letztlich in Wolmirstedt sesshaft. Seine Biografie enthält die Höhen und Tiefen in seinem Leben, ist eingebettet in Ostpreußen, die DDR und die BRD und am Ende steht der Besuch in Hochlindenberg, heute Podlipovo.

Kreis:

Gerdauen

Ort:

Klein Gnie
ingrid Hoogendijk - Gut Schakenhof (holländisch)

Verlaugstext:

Im Jahr 1922 kam der Rotterdamer Stoffhändler Michiel Hoogendijk in den Besitz des Gutes Schakenhof in Ostpreußen. Dort erlebten er, seine Frau und sieben Kinder den Aufstieg des Nationalsozialismus, den Krieg, die Ankunft der Russen und den Untergang des Dritten Reiches. Vor mehr als zehn Jahren kam seine Enkelin Ingrid Hoogendijk in den Besitz einer umfangreichen Briefsammlung. Es waren die Briefe, die die Familienmitglieder in dieser turbulenten Zeit schrieben. Dieses Buch erzählt die ergreifende Geschichte einer vom Krieg zerrissenen Familie sowie die Geschichte von Ostpreußen, einem Land, das aus unserem kollektiven Gedächtnis verschwunden ist.

Kreis:

Gerdauen

Ort:

Schakenhof
Uwe Neumärker - Volker Knopf

Ch. Links Verlag, Berlin 2007. ISBN 978-3-86153-457-0

Sehr detaillierte und kenntnisreiche Darstellung der kaiserlichen Jagdgebäude und des Reichsjägerhofs sowie der Geschichte Görings vom 1. Weltkrieg bis zum Nürnberger Prozeß unter dem speziellen Blickpunkt von dessen Jagdleidenschaft

Kreis:

Goldap

Ort:

Jägerhof
Walter Frevert

Eines der schönsten Bücher über Ostpreußen, welches ich jedem Interessierten nur empfehlen kann und das vom letzten Oberforstmeister der Rominter Heide geschrieben wurde. Dieses Buch ist insbesondere für jeden Jäger und Naturfreund absolute Pflichtlektüre und wurde mit sehr vielen Auszeichnungen bedacht (Peter Asmussen)

Kreis:

Goldap

Ort:

Rominter Heide
Andreas Gautschi/Wolfgang Rothe (Herausgeber) "WAld-, Jagd- und Kriegserinnerungen ostpreußischer Forstleute 1925 - 1945"

Es sind schon viele Erinnerungen von Schriftstellern , adligen Grundbesitzern und Offizieren und Jägern aus den ehemaligen gpreußischen Ostprovinzen erschienen. Doch wenig hat man gelesen aus der übergreifenden Sicht der Forstleute, die damals nicht nur Hüter des Waldes und forstliche Betriebswirte, sondern auch Berufsjäger und Landwirte, sowie oft auch Reserveoffiziere waren. So füllt der Band diese Lücke und gibt Aufschluss über Sein und Schicksal einer vergangenen Elite, einer gebildeten und zugleich praktisch im Wald tätigen, naturverbundenen Berufsklasse, deren Nimbus noch heute nachhallt.

Fünf Forstmeister aus Ostpreuen, davon zwei aus der Rominter Heide im Kreis Goldap, schildern Herkunft und Studium, ihren persönlichen und beruflichen Werdegang bis zum Ziel Forstamtsleiter.

Die Herausgeber möchten mit ihrer Schrift Zusammenhänge verdeutlichen und einen Überblick geben. Denn die Forstleute zeichnen mit ihren Berichten ein authentisches, farbiges Gesamtbild der Lebensverhältnisse und der Gedankenwelt der (Forst-) Beamten in Ostpreßen und der gesamten Bevölkerung in der Zeit zwischen den Weltkriegen.

(Ostpreußenblatt Nr. 17/2013 – 27. April – Hüter des Waldes, S. 18)

Kreis:

Goldap

Ort:

Rominter Heide
Andreas Gautschi/Burkhard Winsmann-Steins "Rominten - Gestern und Heute"

Andreas Gautschi, Jahrgang 1956, Dipl.-Fosting., verfaßte den Text und zeichnete die Geweihskizzen

Burkhard WinsmannSteins, Jahrgang 1948, Foto-Journalist und freier Mitarbeiter der Zeitschrift “Wild und Hund”, leitete zusammen mit A. Gautschi die Arbeit, schuf und betreute die Verbindungen zum Verlag, beschaffte Bildmaterial sowie Quellen und fotografierte die heutige Rominter Heide für dieses Buch seit 1983

Kreis:

Goldap

Ort:

Rominter Heide
Dr. Wolfgang Rothe "Zur Siedlungsgeschichte in Preußisch Litthauen"

Resultate von Geschichtsschreibung begegnen dem Leser üblicherweise in
der Form zu-sammenfassender Darstellung und Wertung. Ergebnisse solcher
Art bedürfen der Detailar-beit, die Recherche im Kleinen voraussetzen,
woraus sich dann ein Gesamtbild ergibt, wie in einem Mosaik. Dafür
liefern die Autoren W. Rothe, H. Keding, S. und E. Mildenberger und E.
Salewski ein klassisches Beispiel. In dem zweibändigen Werk von Wolfgang
Rothe / Dan-iela Wiemer „Zur Siedlungsgeschichte von Preußisch Litauen
am Beispiel der Region des Kirchspiels Tollmingkehmen und Umgebung“ ist
bereits die große Linie vorgezeichnet. Sie konnte nur so eindrucksvoll
gelingen, weil dem detaillierte Untersuchungen und Erkennt-nisse zu
Grunde lagen. Der Band „Zur kleinbäuerlichen Struktur in Preußisch
Litthauen (Reg.-Bezirk Gumbinnen) liefert sie jetzt gesondert. Mit
Beispielen aus Wittigshöfen/Ballu-pönen Kroscheln und Serguhnen im
Kirchspiel Tollmingkehmen in Ostpreußen wird die Mikrostruktur
beschrieben und erläutert. So entsteht ein Bild von einprägsamer
Deutlich-keit von den äußeren Gegebenheiten, den als selbstverständlich
empfundenen Lebensum-ständen und der Bewältigung des täglichen Lebens
der Bevölkerung. Die tägliche Mühsal, die Entbehrungen und die daraus
folgende Genügsamkeit sind Erkenntnisse, die sich dem Leser als Eindruck
des klein-bäuerlichen Lebens vermitteln.
Solche Darstellungen können nur durch das Zusammentragen sehr vieler
Daten und Fak-ten gelingen. Dazu hat eine Vielzahl namentlich genannter
„Helfer“ beigetragen. Von den fünf als Autoren ausgewiesenen Beteiligten
sind Siglinde und Edgar Mildenberger wegen ihrer Kompetenz auf dem
Gebiet des Drucks für die gefällige Gestaltung und Layout hervor zu
heben, ohne daß damit die Beiträge der anderen geschmälert werden sollen.
Inhaltlich ist das Buch ein Gegenstück zu dem, was man gemeinhin über
die Landwirt-schaft in den früheren deutschen Ostgebieten liest. Nicht
das Leben auf Gütern und von Großgrundbesitzern wird vorgeführt, sondern
das ärmliche Dasein und der Existenzkampf kleiner Bauern und ihrer
Familien. Mit den Schilderungen des Lebens auf Höfen mit 17 ha und einem
Kleinbauernhof von 6 ha, heute beide nicht mehr wirtschaftlich tragbar,
denk-bar bestenfalls als Nebenerwerbsstellen, wird der Blick auf das
flache Land gelenkt und damit auf die Situation von Bauern, die zwei
Drittel der landwirtschaftlich genutzten Flä-che der Provinz
bewirtschafteten. Die Beispiele sind typisch für das einfache Leben, die
Mitwirkung aller Familienangehörigen, das Inventar und die Erträgnisse.
So entsteht ein farbiges Bild von Land und Leuten, das man als
Mosaiksteinchen eines Gesamt-Tableaus sehen kann.
Exakte Pläne, Originale und Kopien von Urkunden aller Art, die Auskunft
über vertrag-liche Beziehungen geben, Zeugnisse – im Grunde alles, was
man aufbewahrte als rechtliche und organisatorische Basis des Lebens,
ist zusammen getragen, durch glückliche Umstände gerettet, überliefert –
und vermittelt ein plastisches Gesamtbild der ländlichen Lebenswelt.
Wer sich ein Bild von Preußisch Litthauen, dem östlichen Gebiet des
Regierungsbezirks Gumbinnen zur litauischen Grenze machen will, sollte
diese Veröffentlichung kennen. Die bereits erwähnte
„Siedlungsgeschichte“ bildet dabei das Gesamtgemälde, die jetzt
vorge-legte Arbeit ist ein Blick durchs Brennglas auf einen Ausschnitt.
Eine Reihe farbiger Abbildungen ergänzt die Texte. Sie illustrieren die
beschriebenen Ge-gebenheiten in ihrer Kargheit, aber auch
landschaftlichen Schönheit. Der Band ist für viele Erinnerung, für
andere kann es die Gewinnung von Kenntnissen über eine nicht mehr
exi-stierende Welt sein – eben Geschichte, die im Detail lebendig wird.

Prof. George Turner

Kreis:

Goldap

Ort:

Tollmingkehmen
Gedichte und Erzählungen einer ostpreußischen Dichterin aus Roßlinde/Kreis Gumbinnen

Das kleine Buch kann beim Herausgeber Alfred Schiedat zum Preis von 13 € bestellt werden. Überweisung dieses Betrages zuzügl. evtl. Versandkosten bitte auf Postgirokonto Hamburg Nr. 128916202, BLZ 200 100 20.

Adresse des Herausgebers:

Alfred Schiedat
Jenfelder SDtr. 103
22045 Hamburg
Tel.: 040 653 82 22

Kreis:

Gumbinnen

Ort:

Brakupönen
Gerd Siemoneit-Barum

Das vorliegende Buch beruht auf einer Idee von Mit-Autor Robert Griesbeck, der im Rahmen eines anderen Auftrages den Zirkus-Direktor kennenlernte und während des Gesprächs immer mehr den Eindruck hatte, dass dessen Erfahrungen keineswegs nur für die Zirkus-Manege gültig seien. Aus dieser Erkenntnis wurde nun ein Buch, das tatsächlich faszinierende Parallelen zwischen dem menschlichen Miteinander und dem Verhalten in der Raubtier-Manege aufzeigt. (aus Preußische Allgemeine Zeitung Nr. 39/2007, S. 12)

Kreis:

Gumbinnen

Ort:

Gumbinnen
Der große Marsch der Salzburger Exulanten November 1731

ISBN:*978-3-86237-235-5; www.projekte-verlag.de, 440 Seiten, als Paperback 15 €

Das Buch:*Euch ein neues Vaterland*

Wir schreiben das Jahr 1731. Im Salzburger Land hat sich die
Feindseligkeit gegenüber den Lutheranern unter Bischof Firmian
erheblich verschärft. Als seine Bekehrungsmaßnahmen erfolglos
bleiben und die Gefängnisse überfüllt sind, verweist er die
Protestanten des Landes, zerreißt Familien, behält Kinder unter
zwölf Jahren zurück und lässt für über 20.000 Menschen eine grausame
Vertreibungsgeschichte beginnen.
Brigitte Günthers Roman fängt die Stimmung dieser Zeit ein: Bittere
Kälte, Krankheit und Hunger quälen die Emigranten, die entgegen dem
Westfälischen Frieden gezwungen werden, innerhalb kürzester Zeit das
Land zu verlassen. Die erste Gruppe muss bereits im November 1731
den Marsch ins Ungewisse antreten. Ihr unerschütterlicher Glaube
gibt den Salzburger Exulanten die Kraft, die seelischen und
körperlichen Strapazen zu überwinden.
Einfühlsam begleitet die Autorin diese Vertriebenen auf ihrem
Elendsweg von Salzburg nach Ostpreußen, lässt einzelne menschliche
Schicksale lebendig werden und immer wieder liebevolle Nähe zur
Bevölkerung entstehen.

Die Autorin: *Brigitte Günther*

Brigitte Günther wurde 1948 in Kempten im Allgäu geboren. Bis zu
ihrem Ruhestand arbeitete sie im Lehrberuf. Als langjährige Autorin
von Reiseführern ist sie für einen Verlag tätig. Daneben verfasst
sie Erzählungen und Reportagen für Anthologien und Zeitschriften.
/Euch ein neues Vaterland/ist nach dem erzählenden Dokumentarbericht
über eine Fahrradtour zum Schwarzen Meer und dem Familienroman /Der
Vogelschrank/ ihr neuestes Werk. Ihre Suche nach den eigenen Wurzeln
ging mit dem Wunsch einher, Vergangenes festzuhalten, ehe es
verblasst. Bei ihren Forschungen über das Leben der Ahnen entdeckte
sie mehr und mehr ihre Begeisterung für längst zurückliegende
Zeitabschnitte. Die Spurensuche über die Vorfahren mündete
letztendlich in eine akribische Recherche, die den Grundstock legte
zu dem vorliegenden Roman.
Brigitte Günther lebt und schreibt in Sonthofen im Allgäu.

Kreis:

Gumbinnen

Ort:

Gumbinnen
Jude, Gringo, Deutscher. Das abtenteuerliche Leben des Werner Max Finkelstein

von Kerstin Emma Schirp

ISBN 3-8311-4166-5

Kreis:

Gumbinnen

Ort:

Gumbinnen
Von Ostpreußen über Schanghai und Kolumbien nach New York

ISBN 3-89649-441-4

Kreis:

Gumbinnen

Ort:

Gumbinnen
Christa Malitz-Picard - Unfreiwillige Wege - Auf den Spuren der Familie Trinker

Christa Malitz-Picard recherchierte im Internet, wälzte Steuertabellen, Statistiken und Register in den Archiven von Leipzig, Berlin und Salzburg und fuhr zu zwei Bauernhöfen im Salzburger Land. Dort, mehr als 1000 Meter hoch, begann die Geschichte der Familie Trinker, die innerhalb von 200 Jahren zweimal zu einer Geschichte von Vertreibung, Flucht und Zusammenhalt werden sollte.

Im Jahr 1731 mussten die unbeugsam protestantischen Familien Höfe und Heimat verlassen, nur mit dem, was sie tragen oder, wenn besser situiert, auf ein Pferdegespann laden konnten. Preußen nahm die sogenannten Exulanten auf und siedelte sie im von Krieg und Pest stark entvölkerten Ostpreußen an. Beim Übertritt aus dem Salzburger Land ins Preußische wurden aus den Drinkhers die Trinkers. Aus den Stammbäumen ihrer Vorfahren, aus dem Archiv- und Internetwissen sowie aus Bildbänden mit historischen Kupferstichen und Geschichtsbüchern entstanden jene Familienmitglieder, anhand derer sie dieses Stück Zeitgeschichte lebensnah erzählt. Oftmals aus Sicht der Frauen.

Nicht nur Familiäres bietet das Buch. Es gewährt Einblicke in die Denkweisen der Zeit im Hinblick auf Bildungschancen für Mädchen. Es erzählt von den Schulgründungen der Salzburger und der schleichenden Verdrängung der polnischen Sprache aus dem öffentlichen Leben Ostpreußens und gipfelt im Zweiten Weltkrieg.

Die Familie Trinker hat vollständig die Flucht aus Ostpreußen überlebt. In Schleswig-Holstein fand sie wieder eine Heimat. Dort treffen sich regelmäßig etwa 50 von 200 Trinkers.

Christa Malitz-Picard: “Unfreiwillige Wege – Auf den Spuren der Familie Trinker”, Schardt Verlag Oldenburg, 15 Euro

Kreis:

Gumbinnen

Ort:

Gumbinnen
Kerstin Emma Schirp "Jude, Gringo, Deutscher"

KLAPPENTEXT

Werner Max Finkelstein wurde 1925 in Gumbinnen (Ostpreußen) geboren. Mit zehn Jahren zog er nach Berlin und verließ Deutschland 1939 mit einem Kindertransport in Richtung Schweden. Als Fühnfzehnjährgiger machte er sich alleine auf eine abenteuerliche Reise, um per Schiff und Bahn zu seiner inzwischen in Bolivien lebenden Mutter zu gelangen. Hier schlug er sich einige Jahre als Krokodiljäger, Gefängnisaufseher und Minenarbeiter durch. 1948 gelangte er über die “grüne Grenze” nach Argentinien. Er wurde Journalist und leitete auch in den Zeiten der Militärdiktatur und Hyperinflation die letzte deutschsprachige Emigrantenzeitung Lateinamerikas. In der Redaktion lernte er seine 49 Jahre jüngere Frau kennen, mit der er 1999 nach sechs Jahrzehnten der Emigration nach Berlin zurückkehrte. Max Finkelstein starb hier am 24. Januar 2012.

Kreis:

Gumbinnen

Ort:

Gumbinnen
Paul Brock, Die Salzburger in Ostpreußen

Vor inzwischen mehr als 40 Jahren hat die damalige Kulturabteilung der Landsmannschaft Ostpreußen diese 52-seitige Broschüre des Schriftstellers Paul Brock herausgegeben. Sie enthält – ergänzt durch Illustrationen – eine hervorragende Zusammenfassung der Geschichte der Salzburger in Ostpreußen und auch das Gedicht “Meinen Salzburger Ahnen” von Agnes Miegel

Kreis:

Gumbinnen

Ort:

Gumbinnen
Erhard Roy Wiehn (Herausg.) "Überall nicht zu Hause"

Jüdische Schicksale im 20. Jahrhundert. Gespräche mit Überlebenden in Konstanz.
Hartung-Gorre-Verlag 1999, ISBN 3-89649-441-4

Darunter: “Von Ostpreußen über Sahnghai und Kolumbien nach New Xork. Jüdische Familiengeschichte 1929 – 1999” von Jerry Lindenstrauss

Kreis:

Gumbinnen

Ort:

Gumbinnen
George Turner "Die Heimat nehmen wir mit"

Der Autor, Universitätsprofessor und Wissenschaftspolitiker, schlägt einen großen Bogen und schildert, wie seine Familie gezwungen wurde, ihre Heimat im Salzburger Land im Jahr 1732 aus Glaubensgründen zu verlassen, wie sie in den folgenden mehr als 200 Jahren in Ostpreußen von keinem der Kriegsereignisse verschont geblieben ist, wie sie schließlich auch aus dieser inzwischen zur Heimat gewordenen Region vertrieben und in alle Winde verstreut wurde und versucht hat, wieder Wurzeln zu schlagen. Dabei lässt er gleichaltrige Verwandte zu Wort kommen, die – wie er – die Flucht der Jahre 1944/45 als Kinder oder Jugendliche über sich haben ergehen lassen müssen und macht persönliche Berichte aus Nachlässen der älteren Generation zugänglich, die Vertreibung und Neuanfang als Erwachsene erlebt haben. „Das Bemerkenswerte und besonders Liebenswürdige ist die Vielstimmigkeit“ urteilt Ulla Lachauer, eine exzellente Kennerin des Nördlichen Ostpreußens, in ihrer Einführung. Entstanden ist keine reine Familiengeschichte, vielmehr wird diese in den „Brennpunkt der Politik“ gestellt, wie der Deutsche Ostdienst in seiner Besprechung schreibt. Das Organ betont, dass in der Darstellung den Zahlen und Fakten „Leben eingehaucht“ werde. Das sieht auch Hermann Rudolph so, wenn er im Tagesspiegel hervorhebt, dass die Familiengeschichte „ein Kapitel europäischer Sozial- und Migrationsgeschichte enthält“. So ist das Buch ein Dokument mit vielen Querverbindungen zu politisch-historischen Ereignissen, wobei Schwerpunkte das Geschehen um die Religionsflüchtlinge des Jahres 1732 und der Kriegsflüchtlinge 1944/45 sind. Einblicke in das bäuerliche Leben, die Situation in dem infolge des Versailler Vertrages vom Reich abgeschnittenen Ostpreußen und Rückbesinnungen auf die Ereignisse 1914/15 vermitteln ein lebendiges Bild einer Welt, die untergegangen ist. Gelungen ist dabei die Einordnung täglicher Erfahrungen in größere Zusammenhänge. Flucht und Überleben bilden den Tenor. Dabei ist die Darstellung von bemerkenswerter Objektivität und enthält keine Ressentiments. Gelegentlich spürt man sogar ein Augenzwinkern, was die Lektüre neben dem Gewinn an Erkenntnis zusätzlich bereichert.

George Turner ist em. o. Prof., Dr. iur., geb. 1935 in Insterburg/Ostpr. Er war Universitätspräsident (Hohenheim 1970–86), Präsident der Rektorenkonferenz (Bonn 1979–83) und parteiloser Senator für Wissenschaft und Forschung in Berlin (1986–89). Von 1989–2000 bekleidete er einen Lehrstuhl für Rechtswissenschaft an der Universität Hohenheim und nahm eine Gastprofessur an der Humboldt-Universität zu Berlin wahr.

(Verlagstext)

Kreis:

Gumbinnen

Ort:

Gumbinnen
Perkallen - eine Dokumentation

Joachim Reisch
Druck Uwe Grube, Ortenberg, 1999; neu aufgelegt 2015
als als E-Book verfügbar

Kreis:

Gumbinnen

Ort:

Perkallen
Von Alt Passarge bis Zinten

erschienen 2002.
Ca. 250 Schwarz-Weiß-Fotos und zusätzlich ein Farbbildteil. Aus dem Inhalt beispielsweise: Der Kreis Heiligenbeil (Entstehung und Beschreibung), Hotels und Gasthöfe, Kirchenbücher, Brandenburg in alten Fotos und vieles mehr

700 Jahre Heiligenbeil - 1301-2001

Erschienen 2001.
264 Seiten mit über 90 Schwarz-Weiß-Fotos und Abbildungen, Preis: Euro 19,50 zuzüglich 2,00 Euro für Porto und Verpackung

Sagen und Schwänke aus Natangen

164 Seiten, 19 Zeichnungen, 31 Illustrationen und 250 Titel. Bestellung bei Herrn Georg Jenkner, Lenauweg 31, 32758 Detmold

Kreiskarte Heiligenbeil

Preis: Euro 6,50, zu bestellen bei Herrn Klaus König, Kasernenstraße 5, 17235 Neustrelitz, Tel.: 03981 – 25 65 67

Der Kreis Heiligenbeil

256 Seiten mit 220 vom Original abgebildeten historischen Ansichtskarten, Preis 19,80 € zuzügl. Porto und Verpackung, zu beziehen über Bernd Schmidt, Heideweg 24, 25578 Dägeling, Tel.: 04821 4224, e-mail schmidt.ploessen@gmx.de

Keine Zeit für Trauer - Keine Zeit für Tränen

Dokumentation der Kreisgemeinschaft Heiligenbeil (Herausgeber)
Preis € 19,80 zuzügl Porto und Versandkosten

Bestellungen an:
Bernd Schmidt, Heideweg 24, 25578 Dägeling, Tel. 04821/84224
Email: schmidt.ploessen@gmx.de

Im Buch kommen Zeitzeugen zu Wort. Entstanden ist eine außergewöhnliche Dokumentation mit einem Umfang von 288 Seiten. Das Buch enthält neben den spannenden und unter die Haut gehenden Zeitzeugen-Berichten auch viele Fotos, Karten und weitere Illustrationen, die die Geschehnisse zwischen dem letzten Kriegswinter 1944/45 und der Flucht aus Ostpreuße zu einem anschaulichen historischen Gesamtbild verdichten.

Kirchspiel Hermsdorf-Pellen

578 Seiten, über 200 dokumentarischen Fotos, 7 genau ausgearbeiteten Ortsplänen der zum Kirchspiel gehörenden Orte. Die Chronik enthält ferner Bewohnerlisten nach dem Stand vom 01.01.1945, zahllose Übersichten und ca. 180 schriftliche Beiträge. Preis: € 42,50, inklusive Porto und Verpackung. Bestellung bei: Kreisgemeinschaft Heiligenbeil

Kreis:

Heiligenbeil

Ort:

Pellen
Kirchdorf Pörschken

Nach über sechsjähriger Such- und Forschungsarbeit hat Kurt Poerschke einige interessante und wertvolle Unterlagen über das Dorf Pörschken zusammengestellt. Es handelt sich um verschollen geglaubte farbige Dias vom letzten Pfarrer Bruno Link und gerettete Innenaufnahmen der Kirche. Unter anderem ist der Schriftwechsel von 1733 bis 1741 zwischen dem König von Preußen und dem Hauptamt Brandenburg wegen der Bildgestaltung der Deckengemälde sowie geretteten Unterlagen aus dem Staatsarchiv Königsberg zu finden.

Buch als DIN A 4 Format, gebunden in Elefantenhaut, ca. 150 Seiten mit 86 Bildern, davon 41 in Farbe, sowie Landkarten. Selbstkostenpreis: 65 € incl. Porto und Verpackung. Ausführung nur in schwarz-weiß: 45 €

Bestellung erbeten an Kurt Poerschke, Am Weilerbach 21, 73650 Winterbach, Tel.: 07181 73 998

Kreis:

Heiligenbeil

Ort:

Pörschken
Kirchspiel Tiefensee/Sargen

Zu beziehen bei Projekte Verlag, Paperback, 177 Seiten, 12,50 €, ISBN 978-3-86634-773-1

Martin Schröder hat seine Geschichte aufgeschrieben. Er hatte eine glückliche Jugend in Ostpreußen. Sein Vater wurde wegen einer angeblichen Erbkrankheit in eine Nervenheilanstalt eingewiesen und dort 1942 ermordet. Martin Schröder wurde 1942 eingezogen, kam an die Ostfront, von dort 1944 nach Würzburg und dann in amerikanische Kriegsgefangenschaft. Nach einer Zwischenstation in Amerika baute er sich mit seiner Frau ab 1955 in Deutschland eine neue Existenz auf

Kreis:

Heiligenbeil

Ort:

Tiefensee
Zinten – auf alten Ansichtskarten

128 Seiten, 110 Postkartenabbildungen, 12,50 + 1 Euro Versand. Zu beziehen über die Heimatkreisgemeinde

Kreis:

Heiligenbeil

Ort:

Zinten
Zinten Stadt und Land

278 Seiten mit 13 Kapiteln, Selbstkostenpreis 20 € incl. Porto und Verpackung

Bestellung an Siegfried Dreher, Papenwisch 11, 22927 Großhansdorf, e-mail m.s.dreher@t-online.de
Vorausüberweisung an Viola Reyentanz, Konto Zinten, Bankverbindung Sparkasse Elbe-Elster, Konto-Nr. 4520210467, BLZ 180 510 00

Siegfried Dreher und Viola Reyentanz haben eine umfassende Dokumentation zu dem Them erarbeitet, wofür monatelange Recherchen erforderlich waren. Es geht vornehmlich um die Stat Zinten und sein Umland, aber der behandelte Themenkreis ist so vielseitig, dass die Dokumentation allgemein interessieren sollte:

Gedanken eines Flüchtlings
Gedanken einer Nachgeborenen
Der Kampf um Ostpreußen
Unsere engere Heimat ist in Not
Der Anfang vom Untergang Zintens 1945
Die Dorfbewohner müssen auch fliehen
Wochenlange Kämpfe im Raum Zinten
Das Lagerleben in Dänemark
Kriegsende in Deutschland
Ostpreußen unter sowjetischer Besatzung
Grausame Schicksale unter den Russen
Deportation – Zwangsarbeit in Russland
Stimmen der Anderen zum Thema Krieg
Flucht und Vertreibung

Kreis:

Heiligenbeil

Ort:

Zinten
Frieda Jung - Freud und Leid im Leben einer ostpreußischen Dichterin

Husum Verlag 2008, 156 Seiten, brosch., 7.95 € (2008)

Klaus Marczinowski berichtet anschaulich über Freud und Leid von Frieda Jung. Persönliche Aufzeichnungen und Auszüge aus dem Werk runden das Bild ab. Den Leser erwartet eine besinnliche Lektüre und die Begegnung mit einer außergewöhnlichen Frau (Besprechung in der PAZ Nr. 28 vom 12. Juli 2008, S. 13)

Verlagstext:
Das Werk der ostpreußischen Erzählerin und Lyrikerin Frieda Jung wird 80 Jahre nach ihrem Tod mit ausgewählten Texten wieder greifbar. Die biografischen Darstellungen Klaus Marczinowskis bilden den Rahmen für die feinfühlig gewählten Auszüge aus Frieda Jungs Werken. Deren bekannteste sind die Sammlungen von Lyrik und Prosa Freud und Leid (1905) sowie Gestern und Heute (1928) und die Erzählung In der Morgensonne (1910). Frieda Jung beschreibt in ihren Büchern prägnant ihr Leben, das in dem kleinen Ort Kiaulkehmen beginnt und geprägt ist durch Flucht und bittere Tage des Verlustes ebenso wie durch freudige Erlebnisse. Durch ihr ganzes Leben zieht sich wie ein roter Faden das Gottvertrauen, das ihr so häufig Kraft und Stärke gab.
Freud und Leid, ich beuge tief mein Haupt. / Seid mir willkommen! Meine Seele glaubt / Glaubt, dass durch euch, auch wenn sie fehlt und irrt, / Ihr dennoch endlich die Vollendung wird. / Formt denn und biegt mein Herz! Es gibt sich drein, / Und lacht und weint sich still in Gott hinein.

Anhand der anschaulichen Beschreibungen des Autors und der persönlichen Aufzeichnungen von Frieda Jung selbst lernt der Leser nicht nur eine ganz erstaunliche und rührende Persönlichkeit kennen, deren Schriften uns in längst verlorene Zeiten versetzen, auch das alte Ostpreußen wird in seltener Dichte wieder lebendig.

Kreis:

Insterburg

Ort:

Insterburg
Arys/Ostpreußen

Dokumentation mit 150 Ansichtskarten und einem Porträt der Stadt

von Dietrich Peylo
Ilsfelder Straße 21
71720 Oberstenfeld
Tel.: 07062 3331
e-mail: dpeylo@gmx.de

Kreis:

Johannisburg

Ort:

Arys
Gutten

Chronik eines Dorfes unweit westlich von Biala Piska: Gutten. Herausgegeben von Waltraut Timmann, verw. Wöbcke, geborene Skorzik, und Hans-Heinrich Timmann. Selbstverlag: Hans-Heinrich Timmann, 400 Seiten, 43 Fotos, 10 Zeichnungen, 8 Kartenskizzen, 265 Faksimiles, Ganzleinen, 20,- €..

Kreis:

Johannisburg

Ort:

Gehlenburg
Heimatchronik von Drygallen/Drigelsdorf

Die alte Chronik wurde 2008 neu bearbeitet von Käte Schulze, geb. Panskus, Reiner Kruklinski, Kurt Iwanowski und Dr. Manfred Paul Solenski. Sie ist zu beziehen bei:

Drigelsdorfer Gemeinschaft
Kaiserstrasse 52
24143 Kiel
Tel.: 0431 73 17 76

Aufgrund einer Absprache mit der heutigen Schule in Drygaly wird die Chronik dort von 1945 an weitergeführt

Kreis:

Johannisburg

Ort:

Drygallen
Der Kreis Johannisburg,

Emil Johannes Gutzeit
Holzner Verlag Würzburg, 1964

Johannesburg in Ostpreußen

Strassen, Gebäude, Landschaft und Menschen, mit Geschichte und Einwohnerverzeichnis, um 1900 bis 1945, DIN A 4, 680 Seiten, Preis € 39,90 + Porto und Verpackungskosten, schriftlich zu bestellen bei
Werner Schuka, Alte Poststrasse 37, 32429 Minden, e-mail buch@werner-schuka.de

Das Buch enthält farbige graphische Auszüge aus dem Stadtplan, viele Details zu Häusern und Bewohnern, ein rekonstruiertes Einwohnerverzeichznis (nach Namen und, soweit bekannt, nach Familien geordnet), einen Stadtplan im Format von ca. 98 x 84 cm als Farbdruck.

Video Filme

die Video-Filme von Herbert Wallner über Masuren und den Kreis Johannisburg
waren in den 90er-Jahren sehr beliebt und wurden insgesamt in einer
4-steligen Stückzahl von der Kreisgemeinschaft Johannisburg als
VHS-Videofilme bis in das Jahr 2005 verkauft.
Nach Verkauf der letzten Bestände der VHS-Kassetten ergab sich für eine
längere Zeit eine Lücke in der Nachfragen leider nicht bedient werden
konnten.

Die Technik ist nicht stehengeblieben, an VHS erinnert sich vermutlich kaum
noch jemand.

Eine der Kreisgemeinschaft Johannisburg nahestehende Privatinitiative hat
nun diese Filme auf der Basis der vorliegenden Original-S-VHS-Masterbänder
digitalisieren und restaurieren lassen.

Die Filme sind ab sofort also als DVD-Video wieder lieferbar!
In diesem Zusammenhang sind jetzt auch Filme verfügbar, die bisher nicht in
den Verkauf gelangten.

(Werner Schuka, August 2010)

Chronik und Statistik der evangelischen Kirchen in den Provinzen Ost- und Westpreussen

Neidenburg. Druck und Verlag von S. Nipkow. 1890. Ottenhagen auf Seite 45.

Dieses Buch ist unter http://dlibra.bibliotekaelblaska.pl/dlibra/applet?content_url=/Content/7975/34892.djvu&handler=djvu&sec=false abrufbar

Geschichte der evangelischen Kirche Ospreussens

Walter Hubatsch: Geschichte der evangelischen Kirche Ospreussens. II. Bilder ostpreußischer Kirchen bearbeitet von Iselin Gundermann.

Göttingen – Vandenhoeck&Rupprecht 1968

In diesem Buch findet man ein Bild der alten Kirche in Groß Ottenhagen

Altpreußisches evangelisches Pfarrerbuch

Sonderschriften des Vereins für Familienforschung in Ost- und Westpreußen e.V. Nummer 11

† Friedwald Moeller: Altpreußisches evangelisches Pfarrerbuch von der Reformation bis zur Vertreibung im Jahre 1945
Band I/Die Kirchspiele und ihre Stellenbesetzungen
Hamburg 1968 Im Selbstverlag des Vereins

Diesem Buch entstammt die im Text zu Groß Ottenhagen aufgeführte Pfarrerliste

Ortsfamilienbuch des Kirchspiels Heiligenwalde

Dr. Patrick Plew, Österreicherstrasse 26, 01279 Dresden; e-mail: patrick.plew@arcor.de

Das Ortsfamilienbuch enthält und verknüpft alle Einträge der Kirchenbücher von 1671 bis 1874 (Geburten, Hochzeiten und Todesfälle) sowie eine Vielzahl von privaten Quellen bis 1945. Zusammen sind das 25.000 Einzeldatensätze. Dieses Buch wurde mit den Ortsfamilienbüchern Kaimen, Schönwalde, Groß Legitten und Arnau verknüpft. Ein Exemplar liegt im Heimatmuseum in Minden aus

Marianne Peyinghaus "Stille Jahre in Gertlauken"

Verlagstext

1941 kommt die gerade 20 Jahre alte Lehrerin aus der Großstadt an die Dorfschule in Gertlauken, einem kleinen Flecken im nördlichen Ostpreußen. Regelmäßig berichtet die Tochter den Eltern in Köln von ihrem Leben auf dem Lande, das so friedlich scheint, so weit weg vom Krieg.

Kreis:

Labiau

Ort:

Alt Gertlauken
Siegfried Lenz

Gezwungen, die Zerstörung seines mit Hingabe aufgebauten Museums zu rechtfertigen, bietet der Erzähler, der masurische Teppichmeister Rogalla, die Geschichte seines Lebens an: ein Leben in der Landschaft Masurens. Er erzählt von geheimnisvollen Bräuchen, von eigentümlicher Grenzlandgesinnung, von Kriegen und unentmutigter Lebensgründung. Er berichtet aber auch von der Enträtselung sudauischer Vorzeit und von den unvermeidlichen Gefährdungen, denen sein Museum in dem Augenblick ausgesetzt ist, in dem es politischen Zwecken dienstbar gemacht werden soll. Der Wunsch, dem Leben Grund zu geben, wird augenfällig bei der großen Flucht durch Schnee und Eis des letzten Kriegswinters (Peter Asmussen)

Kreis:

Lyck

Ort:

Lyck
Siegfried Lenz

Rezension von Helga Steinberg in der PAZ vom 28. Juni 2008:

Siegfried Lenz, der 1926 im ostpreußischen Lyck geboren wurde und einer der bedeutendsten Schriftsteller der Gegenwart ist, legte eine Liebesgeschichte vor, die zu seinen schönsten gehört. In „Schweigeminuten“ erzählt er die Geschichte des Primaners Christian und der Lehrerin Stella Petersen. Gleich zu Anfang erfährt der Leser, dass diese Liebe tragisch endet. Stella kommt bei einem Bootsunfall ums Leben. Unaufgeregt und behutsam lässt Lenz den Schüler noch einmal die Sommertage Revue passieren, die das Leben des Jungen veränderten. Entstanden ist eine wunderschöne Liebesgeschichte, poetisch, traurig und voller Atmosphäre

Kreis:

Lyck

Ort:

Lyck
Gustav Fieguth "Marienburg 1945"

Kampf um Stadt und Burg
ISBN: 9783880140851
Detaillierte Darstellung der Rückzugskämpfe der Deutschen Wehrmacht aus Ostpreußen in Zeitzeugenberichten


Kreis:

Marienburg

Ort:

Marienburg
Friedrich Borchert

Burgen – Städte – Deutsches Land, Baudenkmäler in Ost- und Westpreußen und ihre Geschichte,
Mahnert – Lueg Verlag, Essen, 1991

Dr. Alfred Rohloff "Die Leute in Baubeln"

Mit seinen humorvollen, aber auch nachdenklich stimmenden Kurzgeschichten hat Alfred Rohloff in diesem Band seinen Geburtsort Baubeln im einstigen Ostpreußen, im Memelland, ein Denkmal gesetzt. “Baubeln ist heute weder auf einer Landkarte noch auf unserer wirklichen Erde zu finden. Die großspurige neuere Geschichte hat es hinweggefegt” heißt es im Nachwort. “Erzählt wurden mir diese Geschichten – natürlich nicht als solche, wie sie hier versammelt sind – schon kurz nach dem Krieg. Aber ich fand erst nach und nach die Zeit, sie für mich aufzuschreiben. Der etwas ironische Ton, der in den Erzählungen anklingt, war schon bei den Ersterzählern enthalten. Er soll aber nicht die Zuneigung beseite schieben, die ich für dieses Fleckchen Erde und die Schrulligkeit der damaligen Bewohner noch heute empfinde.

(Athena Verlag)

Kreis:

Memel

Ort:

Baubeln
Günter Uschtrin "Wo liegt Coadjuthen?"

Die Geschichte eines ostpreußischen Kirchspiels im ehemaligen Memelland

BWV Verlag, 2011 – 530 Seiten
ISBN 978-3-8305-1901-0



Kreis:

Memel

Ort:

Koadjuthen
Hermann Sudermann

Vier Geschichten, die in der Heimat des Dichters, dem Mündungsgebiet der Memel am Kurischen Haff, spielen. „Die Reise nach Tilsit“ schildert den Ehebruch eines Bauern mit seiner Magd und seine wiedererwachende Liebe zu der zarten Schönheit seiner Frau. „Miks Bumbullis“ ist die tragische Geschichte eines Wildschützen, „Jons und Erdeme“ erzählt das mühselige Leben von Moorsiedlern und „Die Magd“ das leidvolle Schicksal eines Bauernmädchens (Peter Asmussen)

Kreis:

Memel

Ort:

Matzicken
Hermann Sudermann "Das Bilderbuch meiner Jugend"

Sudermann schildert in seinem farbenfrohen Erinnerungsbuch die glücklichen, aber entbehrungsreichen Jahre seine Kindheit und Jugend. 1922 erstmals erschienen, erzählt Sudermann von seinen frühen Jahren im ostpreußisch-litauischen Grenzgebiet. Der Leser gerät in den Bann der einzigartigen Erzählkunst Sudermanns, der Menschen und ihre Schicksale so lebendig nd fesselnd beschreiben und den Zauber der Landschaft seiner memelländischen Heimat so eindrucksvoll wiedergeben konnte. Vielleicht das schönste ostpreußische Erinnerungsbuch: nostalgisch, humorvoll, lebensprall. Ein literarisches Denkmal der unvergessenen alten deutschen Provinz Ostpreußen. (Verlagstext)

Kreis:

Memel

Ort:

Matzicken
Hermann Sudermann "Der Katzensteg"

Verlagstext:

Preußen steht im Krieg mit den Truppen Napoleon, der Deutschland besetzt hält. Das deutsche Volk ist gespalten in Anhänger Bonapartes und erbitterte Gegner der Franzosen. Auch der junge Graf Boleslav von Schranden verläßt voller Zorn das Haus seines bonapartistisch gesinnten Vaters. Er schließt sich unter falschem Namen der preußischen Landwehr im Befreiungskrieg gegen Napoleon an. Sein Vater zwingt indes seine Dienstmagd Regine, eine Truppe franzsösischer Soldaten heimlich über den Katzensteg zu führen, damit sie einer Gruppe preußischer Soldaten in den Rücken fallen können. Mit dieser Tat macht sich der alte Graf Schranden alle Bewohner der Umgebung zu Feinden. Sein Sohn dagegen wird als Kriegsheld gefeiert, weil er maßgeblich zu Niederlage und Rückzug der Franzosen beigetragen hat. Als der Krieg vorüber ist, kehrt der junge Graf Schranden nach Hause zurück, um seinen Vater zu beerdigen, der auf mysteriöse Weise ums Leben kam. Doch niemand will ihm helfen, nicht einmal der Pfarrer. Als Boleslav die Bestattung seines Vaters erzwingt, schmieden haßerfüllte Dorfbewohner ein Komplott gegen ihn. Nur die Magd Regine steht ihm bei.

Kreis:

Memel

Ort:

Matzicken
Hermann Pölking - "Das Memelland. Wo Deutschland einst zu Ende war"

Verlagstext

Das Memelland war immer eine Region, in der Deutsche, Litauer, Kuren, Russen, Polen und viele andere aufeinander trafen. Hermann Pölking nimmt den Leser mit auf eine Reise durch die Geschichte dieser europäischen Sehnsuchtslandschaft. Im Vordergrund stehen jeweils Orte, an denen heute noch die Vergangenheit spürbar wird: Von Nimmersatt, dem einst nördlichsten Dorf des Deutschen Reichs, über das Sommerhaus von Thomas Mann auf der Kurischen Nehrung bis hin zur Landschaft um das Dorf Willkischken, die Johannes Brobowski zum Schriftsteller werden ließ. So entsteht eine lebendig erzählte Geschichte, die als Kulturführer in das Gepäck jedes Baltikum-Reisenden gehört.

Kreis:

Memel

Ort:

Memel
Frido Mann: Mein Nidden. Auf der Kurischen Nehrung

Frido Mann, Lieblingsenkel Thomas Manns und Sohn von Michael Mann, wandert seit 1997 auf familiären Spuren im ehemaligen Ostpreußen. Im Frühjahr 2012 erschien im Hamburger „mare“-Verlag sein sehr persönliches Buch

Kreis:

Memel

Ort:

Nidden
Bernd Schimpke "Nidden - Land der Sehnsucht"

Erinnerungen an Nidden, Lebensdaten von Bernd Schimpke, Gedanken über einen Künstlerort und seine Bilder, ERhaltung und Pflege von Kunstwerken unter restauatorischen Aspekten

Viele Abbildungen, insbesondere von Carl Knauf, aber auch von Karl Eulenstein, Bernhard Kallmeyer,Richard Theodor Birnstengel, Arwed Seitz, Ernst Bischoff-Culm, Eduard Bischoff, Max Pechstein, Fritz Kempe und vielen anderen

Kreis:

Memel

Ort:

Nidden
Chronik des Dorfes Kahlau

Zu erwerben bei Heinz J. Will, Flaumbachstrasse 32, 56858 Haserich, Tel.: 06545 6152

Inhalt: Frühgeschichte Pomesaniens; Liste aller Dorfbewohner mit Gefallenen, Vermissten und Verschleppten; großer Dorfplan; Fotos und Ansichtskarten; eigene Erinnerungen der Autoren

Kreis:

Mohrungen

Ort:

Kahlau
Der Alf von Venedien.

Sagen und Geschichten aus Ostpreußens Oberland

von Kersten Radzimanowski, oderart Strausberg,
1. Aufl. 2006, 226 Seiten
ISBN-10: 3-00-01921-3
ISBN-13: 978-3-00-019212-8

Geschichten aus dem oberländischen Sagenschatz, vor allem aus dem Kreis Mohrungen, aufgelockert und bereichert durch zahlreiche Bilder und Gedichte

Kreis:

Mohrungen

Ort:

Mohrungen
Dorota Pasko-Sawczynska "Von Weepers nach Wieprz"

Die Geschichte über das Fräulein Preuß hat seinen Beginn in einem Zufall, als ein Gast ihres agrotouristischen Hofes Dorota Pasko-Sawczynska, Bürgermeisterin von Matyty – Motitten, auf Edelgard Preuß aufmerksam machte. Nachdem beide Frauen bekannt wurden, folgten jahrelange Gespräche, die das Material lieferten, aus dem das Buch entstand.

Die prußische Familie Preuß lebte seit 800 Jahren in Weepers, war also hier ansässig noch bevor der Deutsche Orden das Land in Besitz nahm. Edelgard Hermann, geborene Preuß, war die letzte Vertreterin der Familie am Ort. Sie lebte in einem Fischerhaus mit außerordentlichem Blick auf den Geserichsee und auf die Insel Bukowitzwerder, die ihrer Familie einmal gehört hatte und ihr nach der Enteignung kurze Zeit als Wohnort diente. Von hier aus sah man auch auf die uralte ringförmige prußische Flieburg, in der man nach dem 2. Weltkrieg Gräber eingerichtet hatte. Edelgard Preuß starb 2009. (Uwe Hahnenkamp inOprbl. Nr. 50/2012 (15. Dezember), S. 20)

Kreis:

Mohrungen

Ort:

Weepers
Der Kreis Neidenburg

Dr. Max Meyhöfer
Herausgegeben von der Gemeinschaft „Kreis Neidenburg e. V.“,Patenkreis der Stadt Bochum, Sommer 1968

Kreis:

Neidenburg

Ort:

Neidenburg
Manfred Ohlsen

Der Eisenbahnkönig Bethel Henry Strousberg – eine preußische Gründerkarriere
Verlag der Nation Berlin, 2. Aufl. 1987

Kreis:

Neidenburg

Ort:

Neidenburg
Willi Kollo

erschienen bei: Schott Music
250 Seiten mit CD/Hardcover
22,95 Euro

Autor und Komponist Willi Kollo, der 1988 starb, hatte keinen Mangel an Ruhm. Er wuchs als Sohn des bekannten Komponisten und Berliner Operetten-Meisters Walter Kollo und der Sängerin Mizzi Josetti auf, im Berlin der 20er Jahre.

Schon als Schüler fiel Willi Kollo durch sein literarisches Talent auf, machte er Bekanntschaft mit Oswald Spengler und Walther Rathenau, die ihn nachhaltig prägten. Er debütierte als 17- Jähriger im Kabarett „Weiße Maus“ so erfolgreich, dass der bekannte Operettenkomponist Hugo Hirsch ihn mit den Liedtexten zu seiner neuen Operette beauftragte.

So schuf Willi Kollo gemeinsam mit seinem Vater Walter Operetten und Evergreens wie „Was eine Frau im Frühling träumt“ und „Warte, warte nur ein Weilchen, bald kommt auch das Glück zu dir“.

Mit „Als ich jung war in Berlin … “ erscheinen nun die literarisch-musikalischen Erinnerungen Willi Kollos, für dieses Buch bearbeitet und herausgegeben von seiner Tochter Marguerite Kollo. Eine Rückschau auf das Berlin zwischen 1890 bis 1946, die an so prominente Künstler wie Claire Waldoff, Fritzi Massary, Carl Zuckmayer und an die eigene Familiengeschichte erinnert.

Kreis:

Neidenburg

Ort:

Neidenburg
Axel Lübbe "Hugo von Brandenburg"

Der heute weitgehend vergessene Schriftsteller Axel Lübbe (18. 12. 1880 – 15. 12. 1963) wurde in Littfinken, Kreis Neidenburg, geboren und war nach dem 1. Weltkrieg ein angesehener Lyriker, Novellist und Übersetzer, der mit prominenten Zeitgenossen wie Gerhart Hauptmann und Arthur Schnitzler verkehrte. Seiner jüdischen Frau und seiner Tochter gelang in der Nazi-Zeit die Flucht indie USA, die Nazis selbst belegten ihn mit Schreibverbot. Nach dem Krieg veröffentlichte der Suhrkamp-Verlag seinen Roman “Erbe”, die tragikomische Geschichte einer bürgerlich-philisterhaften Familie und deren Auseinandersetzung mit der Nazi-Ideologie.Weiteres folgte nicht mehr. 2011 wurde der Kultur- und Literaturhistoriker Martin A. Völker auf Lübbe aufmerksam und erkundete sein Werk. Daraus veröffentlichte er in seinem Berliner hochroth-Verlag mit Niederlassungen in Leipzig und Wien die Novelle “Hgo von Brandenburg”, erstmals veröffentlicht 1927, der die letzte Lebenszeit eines florentinischen Edelmanns schildert, der seinen inneren Dämonen zu entfliehe versucht, indem er in den Krieg zieht, und diesen dort auf fatale Weise wiederbegegnet – ein psychologisches Kammerspiel (Rezension von Branka Goldng in der P’AZ Nr. 22. vom 2. Juni 2012, S. 9)

Kreis:

Neidenburg

Ort:

Neidenburg
„Als Flüchtlingskind in Harpstedt. Ein Erlebnisbericht über die Jahre 1945 bis 1952“ von Horst Klein

Zum Inhalt

Die ersten Kinderjahre in Ostpreußen auf einem kleinen Hof mit Schmiede / Landmaschinenschlosserei verliefen für die Familie in sehr bescheidenem Wohlstand. Mit diesem Leben war es schlagartig vorbei, als die Rote Armee vorrückte. Die Mutter konnte für die Flucht in den Westen nur das Allernötigste auf den Planwagen laden. Nach gut zwei Monaten der Flucht fand die Familie in Harpstedt in einem Behelfsheim, einer großen Doppelbaracke mit zweimal sechzehn Familien, für die nächsten sieben Jahre eine Bleibe. Beschrieben werden die Endphase des Krieges sowie die Kapitulation. Die unermüdlichen Anstrengungen der Mutter kommen zur Sprache, um die sieben Kinder durch die mageren Nachkriegsjahre zu bringen. Der Autor gibt Einblicke, wie sie als Kinder bei Arbeiten im Wald und auf den Äckern der Bauern eingesetzt wurden. Die nicht immer spannungsfreien Beziehungen zwischen den Einheimischen und den vielen zwangseinquartierten Flüchtlingen werden ebenso thematisiert wie das Zusammenleben der sehr vielen unterschiedlichen Familien auf dem engen Raum der Baracken. Auch die angenehmen Seiten der Kindheit werden gewürdigt, die typischen Spiele der Nachkriegszeit und die Herausforderungen der Schul- und Berufsausbildungen.

Zum Autor

Horst Kai Klein wurde 1941 in dem kleinen Dorf Groß Lensk westlich von Soldau, im deutsch-polnischen Grenzland, geboren als eins von sieben Geschwistern und Sohn eines Landmaschinenschlossers. Im Januar 1945 ging die Mutter mit ihren Kindern – der Vater war eingesetzt vor Ort und starb – auf die Flucht. Im März 1945 kamen sie mit ihrem Pferdewagen in Harpstedt nahe Bremen an. Sieben Jahre lebten sie in einer großen Baracke am Ortsrand, zogen dann in das benachbarte Dörfchen Dünsen in ein kleines Holzhaus, von da nach Bremen. Hier machte er sein Abitur. Nach einem Studium der Geschichte und der Germanistik in Kiel wurde er dort Gymnasial-Lehrer, heiratete Hella Feder und wurde Vater zweier Töchter. 1982 ging die Familie nach Spanien, wo die Eltern in Valencia an der Deutschen Schule als Lehrer arbeiteten. Ein zweiter Auslandsaufenthalt führte sie in den Süden Spaniens, nach Marbella, ein dritter in den Norden Mexikos, wo sie an der Einführung des Deutschen Sprachdiploms bei den Mennoniten mitarbeiteten. Nach schwerer Erkrankung mussten sie den Schuldienst vorzeitig beenden. Sie zogen zurück nach Marbella und leben dort.

Kontakt: Horst Klein, Av. / Alpandeire C 25, Urb. La Reserva, 29600 Marbella, Spanien
Tel. 0034-952 837214: kaiklein@telefonica.net

Kreis:

Neidenburg

Ort:

Neidenburg
Wolfgang Koeppen

Rezension von Katrin Hillgruber im Deutschlandfunk, 4. 8. 2012:

Wolfgang Koeppen (23. 6. 1906 – 15. 3. 1995) wurde als uneheliches Kind in Greifswald geboren, 1908 zogen Mutter und Kind zur Stiefschwester nach Thorn, 1912 nach Ortelsburg, wo der Junge das Realgymnasium besuchte und in dieser Zeit bleibende Eindrücke von Masuren sammelte. Mit einem Einzelblattprospekt samt Foto warb der angesehene jüdische Berliner Verlag Bruno Cassirer, wo schon Koeppens erster Roman “Eine unglückliche Liebe” erschienen war, im Sommer 1935 für Wolfgang Koeppens zweiten Roman “Die Mauer schwankt”. Derweil lebte der bereits im Exil in Holland, suchte aber nach einem Weg der Anpassung, um trotzdem in Deutschland publizistisch in Erscheinung zu treten. Koeppens deshalb stramm deutschnationaler, dabei stilistisch bestechender Bericht galt dem bevorstehenden “Tag von Tannenberg”, an dem erstmals Reichspräsident Paul von Hindenburg offiziell für seinen Sieg über die Russen gefeiert werden sollte. Ortelsburg im südlichen Masuren war im Ersten Weltkrieg zerstört worden. Der Wiederaufbau wurde gehörig propagandistisch instrumentalisiert, unter anderem mit einer “Ostpreußenhilfe”. Die Kapitalen Berlin und Wien ernannten sich 1915 zu Partnerstädten des malerisch an zwei Seen gelegenen, verträumten Landstädtchens, das auf Polnisch Szczytno heißt.

Kreis:

Ortelsburg

Ort:

Ortelsburg
Ella Brümmer "Ein Leben - zwei Seiten"

Ella Brümmer, eine mutige Ostpreußin vom Gut Steffenswalde im Kreis Osterode, schildert im ersten Teil das gesellschaftliche, kulturelle und wirtschaftliche Leben ihrer Vorfahren auf ostpreußischen Gütern. Mit nur 19 Jahren heiratete sie den Gutsbesitzer Hans Brümmer und wurde Gutsherrin Aufgrund der Einberufung ihres Mannes in den 1. Weltkrieg, aus dem er schwer krank zurück kehrte, oblag ihr die alleinige Leitung des Gutsbetriebs. Nach Ende des Krieges folgten Jahre des Wiederaufbaus und wirtschaftliche Schwierigkeiten.

Im zweiten Teil berichtet sie , unter welch schwierigen Bedingungen das Gut während des 2. Weltkriegs zu führen war. Im Januar 1945 erhielt sie endlich den Packbefehl, bereitete in Windeseile die Flucht vor und führte tapfer und unerschrocken den Gutstreck. Auch ihr blieb der Weg durch die Hölle nicht erspart, sie durchlebte Schreckliches.

Die Herausgeberin Gerda Hildbrand, Jahrgang 1943, wurde als 4. Kind in Osterode geboren. Kurz nach ihrer Geburt verstarb ihre Mutter, älteste Tochter von Ella und Hans Brümmer. Die handschriftlichen Aufzeichnungen der Großmutter wurden erst im Jahr 2006 von Brümmers Enkeln im Nachlass einer der Töchter entdeckt und von Gerda Hildbrand abgeschrieben, um sie als Zeitdokument zu erhalten und zu veröffentlichen. (aus Neidenburger Heimatbrief, Weihnachten 2014, S. 106)

Kreis:

Osterode

Ort:

Döhlau
Manfred Raether

Die Druckauflage des Buches ist vergriffen. Es gibt nur noch die e-Ausgabe

Das Gebiet zwischen Oder und Memel im Ablauf der deutschen und polnischen Geschichte, insbesondere 600 Jahre Schlacht bei Tannenberg

Kreis:

Osterode

Ort:

Grünfelde
Hans Hellmut Kirst

ISBN 978-3-938176-12-2f; 297 Seiten, gebunden, Hardcover; Preis: 18,50 Euro

Neuauflage des Bublies-Verlags bzw. des Lindenbaum Verlags, Bergstr. 11, 56290 Beltheim-Schnellbach, Tel. 06746 / 730047, Fax 06746 / 730048

Verlagstext:
Dem Erzählkünstler Kirst es ist mit diesem großen Masuren-Roman gelungen, der untergegangenen ostpreußischen Heimat ein literarisches Denkmal zu setzen. In dem kleinen masurischen Ort Maulen herrscht fast uneingeschränkt der Gutsbesitzer Johann Leberecht. Es ist die Zeit des sich auch in Ostpreußen etablierenden Nationalsozialismus. Als der Gendarm Thiele nach Maulen versetzt wird, findet er eine festgefügte Ordnung, eine Lebenswelt, die provinziell, patriarchalisch und den Traditionen verpflichtet scheint. Aber da gibt es den unaufgeklärten Todesfall des Bauern Materna. Und Gerüchte tauchen auf über Liebe, Leidenschaft und Laster. Bei seinen Ermittlungen stößt Thiele jedoch immer wieder auf eine Mauer des Schweigens. Je näher er der Aufklärung des Falles kommt, desto rätselhafter und verworrener offenbaren sich Zusammenhänge und seelische Abgründe. (Juli 2010)

Bestellungen bitte direkt beim Verlag! Sie können dieses Buch auch über unsere Internetseite (www.lindenbaum-verlag.de) bestellen. Dort finden Sie viele weitere interessante Bücher, Tonträger und Filme zum Thema Ostpreußen. E-Brief: lindenbaum-verlag@web.de

Kreis:

Osterode

Ort:

Osterode
In den Zwölften im Oberland

Auf 200 Seiten werden Weihnachts- und Neujahrsbräuche, aber auch Sitten und Bräuche vom Martinstag bis zum kältesten Sonntag im Kirchenjahr beschrieben. Dazu viele historische Fotos. Behandelt wird das Gebiet von Elbing über Rosenberg, Mohrungen, Osterode bis Neidenburg mit Soldau und ein wenig vom Kreis Ortelsburg

Kreis:

Osterode

Ort:

Osterode
Hans Hellmut Kirst "Deutschland, deine Ostpreuißen"

Das Buch “Deutschland, deine Ostpreußen” ist eine wunderbare Liebeserklärung an das “Land der dunklen Wälder und kristall’nen Seen” mit seinen Menschen und seiner einzigartigen Kultur Dem Erzählkünstler Kirst ist ein ebenso unterhaltsames wie geistreiches Erinnerungswerk gelungen. Ein Buch voller Humor – aber auch getränkt von Wehmut. (Verlagstext)

Kreis:

Osterode

Ort:

Osterode
Gerd Jacoby "Ein jüdisches Leben"

Verlagstext:

Von den Rassengesetzen der Nazis aus Ostpreußen über den Erdball getrieben und nach Deutschland zurück gekehrt. Gerd Jacoby, als Kind jüdischer Eltern 1910 in Ostpreußen geboren, musste nach Südamerika emigrieren. 1958 kehrte er mit seiner todkranken Frau und zwei Söhnen nach Deutschland zurück. Seine Frau starb, seine Söhne zogen nach Israel. Und noch einmal wagte Gerd Jacoby einen neuen Anfang. Mit 81 Jahren entschloss er sich, ins Wohnstift Augustinum nach Dortmund zu ziehen. Hier lernte er auch seine letzte große Liebe kennen. Angeregt von dem Memoiren von Paul Spiegel, schrieb er seine Erinnerungen auf. Marianne Brentzel – Autorin zahlreicher Biographien – half ihm dabei, erfaßte die handschriftlichen Texte, führte Interviews und unterstützte ihn bei der Recherche. Entstanden ist eine Lebensgeschichte, die trotz aller Entbehrungen und Zumutungen durch eine heitere Gelassenheit und positive Lebenssicht beeindruckt Gerd Jacoby starb am 1. November 2003. Zu Ehren seines 95. Geburtstags erscheinen seine Lebenserinnerungen

Kreis:

Osterode

Ort:

Osterode
Schloßberger Chronik Band 7

Herausgegeben von der Kreisgemeinschaft Schloßberg/Pillkallen, 694 Seiten DIN A 4, Preis: 40 € zuzügl. Porto. Bestellungen an die Geschäftsstelle der Kreisgemeinschaft, Rote-Kreuz-Str. 6, 21423 Winsen (Luhe), Tel.. 04171 2400; Fax: 04171 2424

Die vorliegende Chronik ist vielleicht die letzte, in die sich Zeitzeugen eingebracht haben. Behandelt werden die Kirchspiele Blumenfeld, Ebenhausen, Eichbruch, Fohlental, Friedfelde, Grenzbrück, Hainort, Kiesdorf, Kurschen (mit der geretteten Chronik der Schule), Laschen, Lindenhaus, Mühlenhöhe, Petershagen, Reinkenwalde, Salten, Scharen, Schatzhagen, Schleswighöfen, Schwarpen, Schwarzwiesen, Siedlerfelde, Talwiesen, Treufelde, Weidenbruch.

Ortslagepläne mit Einwohnerlisten auf dem Stand von 1944, Dokumente, viele Bilder

Weitere Chroniken:
Band 1 – Der Kreis Schlossberg, Geschichte und allg. Übersicht
Band 2 – Kirchspiel Kussen
Band 3 – Kirchspiel und Stadt Schirwindt
Band 4 – Kirchspiel Willuhnen
Band 5 – Kirchspiel Schillfelde
Band 6 – Die Stadt Schloßberg

Kreis:

Pillkallen

Ort:

Pillkallen
Alfred Partikel

Partikel-Ausstellung in Ahrenshoop und Buch über Partikel von Katrin Arietta: Alfred Partikel. Die “gebrochene Fiktion der Idylle”, hrsg. von Günter Roese in Zusammenarbeit mit der Stiftung Kunstmuseum Ahrenshoop, MCM Art Verlag Berlin, 24,80 Euro, ISBN 978-3-9811946-5-4

Kreis:

Pillkallen

Ort:

Pillkallen
Heinz Timmreck, Letzte Flüchtlingszüge aus Ostpreußen

Mit Beginn meines Ruhestandes im Sommer 2000 habe ich mich u. a. auch mit Familienforschung beschäftigt und die damals selbst erlebten Geschehnisse aus der Erinnerung aufgeschrieben und darüber in der Osteroder Zeitung ausführlich berichtet. Aufgrund der mir daraufhin zugegangenen Anrufe und Berichte wurde ich angeregt, mich mit der Zugkatastrophe bei Grünhagen im Kreis Preußisch Holland in Ostpreußen näher zu befassen. Diese Tragödie hatte zwar nicht die Ausmaße der Großkatastrophen wie die der Flüchtlingsschiffe „Wilhelm Gustloff“, „Goya“ und „Steuben“, war aber für die Betroffenen ebenso schrecklich und traumatisch.

Bei meinen vielen Gesprächen mit Augenzeugen habe ich immer wieder erfahren müssen, dass die damaligen traumatischen Erlebnisse in fast allen Fällen seelisch noch nicht restlos aufgearbeitet wurden. Ich selbst konnte meine Erlebnisse nicht zu Ende erzählen, weil mich die Erinnerung daran gefühlsmäßig überwältigte. Erst, nachdem ich meine Erlebnisse niedergeschrieben hatte und mich seitdem mit dieser Tragödie befasse, kann ich darüber reden. Damals gab es bei tragischen Ereignissen keine Psychologen, im Gegensatz zu heute.

Die mir zugegangenen Augenzeugenberichte und meine eigenen Erlebnisse haben mich bewogen, all dieses in einem Buch zusammenzufassen:

Das Buch „Letzte Flüchtlingszüge aus Ostpreußen“ füllt zum Thema „Flucht und Vertreibung“ für Historiker, Geschichtsinteressierte sowie Heimatvertriebene und deren Nachkommen eine Lücke, denn es handelt sich um eine erste zusammenhängende Darstellung der letzten Flüchtlingszüge aus Ostpreußen.

Trotz ständigen Vorrückens der Roten Armee im Rahmen der am 13. Januar 1945 begonnenen Winteroffensive durften bei Androhung von Strafen weder Fluchtvorbereitungen getroffen noch die Flucht selbst angetreten werden. Eine vorsorgliche Evakuierung der Bevölkerung gab es nicht, sodass die Menschen – mit den schnell vorstoßenden russischen Einheiten im Nacken – überstürzt ihre Wohnungen, Häuser und Höfe verlassen mussten. Die flüchtenden Menschen versuchten wegen der drohenden Einkesselung Ostpreußens, im Treck oder mit den letzten Zügen die rettenden Häfen in der Danziger Bucht zu erreichen. Einige dieser Züge fuhren sogar weiter, und zwar die pommersche Küste entlang u. a. nach Berlin und Sachsen.

Das Buch enthält mehr als 80 überwiegend noch nicht veröffentlichte Berichte von Augenzeugen. Zur Dokumentation und Illustration wurden von den Zeitzeugen auch Fotos und Urkunden zur Verfügung gestellt.

Ich selbst überlebte als fast Achtjähriger vor 66 Jahren das Zugunglück bei Grünhagen. Nach Schätzungen von Augenzeugen haben durch das Zugunglück und insbesondere durch den Beschuss russischer Panzer in die auf dem Bahnhof wartende Menschenmenge mehrere Hundert Menschen ihr Leben verloren. Zudem gab es eine unbekannte Anzahl von Verletzten und Verwundeten. Durch die Blockierung der Eisenbahnstrecke waren mehrere Tausend Flüchtlinge betroffen.

Außer diesem Zugunglück vom 22. Januar 1945 ist die Zeit unter der russischen Besatzung 1945 ein weiterer Themenschwerpunkt der aufgenommenen Zeitzeugenberichte.

32107 Bad Salzuflen, im April 2011

Heinz Timmreck

Kreis:

Pr. Holland

Ort:

Grünhagen
Informationen über das Kirchspiel Marienfelde

200 Seiten mit vielen Bildern, zu beziehen über Heinz J. Will, Flaumbachstrasse 32, 56858 Haserich, Tel.: 06545 6152

Kreis:

Pr. Holland

Ort:

Marienfelde
Lotte Laserstein

Anna-Carola Krausse: Lotte Laserstein (1898-1993). Leben und Werk. Berlin: Reimer, 2006. ISBN 3-496-01347-8, ISBN 978-3-496-01347-1

Kreis:

Pr. Holland

Ort:

Pr. Holland
Gertrud Lerbs (1902 - 1968)

Walkddörfer Kunstverlag, Hamburg, 2003; ISBN 3-00-010652-9

Kreis:

Pr. Holland

Ort:

Pr. Holland
Marion Gräfin Dönhoff: Ein Leben in Briefen

Friedrich Dönhoff / Irene Bauer (Hg.)
Hoffmann und Campe Verlag, Hamburg 2009.
304 Seiten, 22,00 EUR.
ISBN-13: 9783455501186

Klug und einfühlsam ausgewählt von Irene Bauer, ihrer langjährigen Sekretärin, und ihrem Großneffen Friedrich Dönhoff, beide Vorstandsmitglieder der Marion Dönhoff-Stiftung, präsentiert die hier vorgestellte Publikation das Leben der Marion Gräfin Dönhoff dem Leser anhand von Tagebuchaufzeichnungen und Briefen. Zeitliche Abstände zwischen den Aufzeichnungen oder markanten Anlässen der Briefe kommentierten die Herausgeber sparsam und zurückhaltend, jedoch präzise und informativ. Zusätzlich ist das Buch auch noch mit Bildern aus ihrem Leben und einer ausführlichen Zeittafel ausgestattet.

Von der Romreise als Belohnung für das Abitur, über das Studium in Basel und der Absicht, über Marx zu promovieren, die sie sich aber leicht ausreden lässt zugunsten des Themas über „die Entstehung des östlichen Großgrundbesitzes von der Ordenszeit bis zur Bauernbefreiung“ reichen die Stationen. Weiter geht es über die Reisen in ihrem Cabrio mit Schwester Yvonne in die baltischen Staaten und in das südliche Europa, bis hin zur Safari in Afrika anlässlich eines Besuches bei ihrem Bruder in Kenia.

In diesen Tagebuchaufzeichnungen beeindrucken Dönhoffs unabhängiges Urteil fernab von normalen Reiseberichten und ihre Neugierde auf Land und Menschen. Immer wieder fällt ihre Liebe zur Natur und ihr unprätentiöses Auftreten auf. Natürlich fehlen auch nicht die Aufzeichnungen über die Schicksalsschläge während der „Nazizeit“: Ihr Lieblingsbruder stirbt bei einem Flugzugabsturz als Soldat in Russland, ihr Neffe kommt, genau wie andere Freunde, nicht mehr aus dem Krieg zurück. Dann der berühmte Fluchtritt aus Ostpreußen vor den anrückenden russischen Truppen bis ins Westfälische, der Verlust der Heimat, des Schlosses Friedrichsstein, und der Tod der Freunde um die Widerstandskämpfer vom 20. Juli 1944. Auch die Karriere in der Nachkriegszeit, die Bekanntschaft und oft auch Freundschaft mit Politikern, Wissenschaftlern, Künstlern wie Kissinger, Georg F. Kennan, Helmut Schmidt, Richard von Weizsäcker, Carl Jakob Burckhardt, Michael Gorbatschow, Lew Kopelew und anderen. All das erfährt der Leser in den Aufzeichnungen und Briefen. Dabei werden auch unangenehme Fakten nicht ausgespart. So ist ihre Antwort auf die Anfrage des „Spiegels“ wegen der NSDAP-Mitgliedschaft ihres Bruders Christoph abgedruckt, in der sie seine Begeisterung für die Nazis bestätigt, ebenso die Sympathie des Bruders für die Apartheid, als er in Südafrika lebte. Obwohl dieser Fakt bisher ein Tabu war, beschönigte Dönhoff hier nichts.
(literaturkritik.de, 15. 3. 2010)

Kreis:

Pr. Holland

Ort:

Quitainen
Dieter Buhls Biografie „Marion Gräfin Dönhoff“

DIETER BUHL: Marion Gräfin Dönhoff: Wie Freunde und Weggefährten sie erlebten. btb, München 2008. 416 S., 10 €

Klappentext: Ein Leben wie ein Meisterwerk: Gräfin Dönhoff, die in der Tradition des ostpreußischen Adels aufwuchs, wurde nach ihrer Flucht in den Westen zur bewunderten Journalistin und moralischen Instanz. Dieter Buhl befragte Freunde, Verwandte und Weggefährten, wie sie Marion Dönhoff heute sehen. Die hier gesammelten, teils sehr persönlichen Erinnerungen lassen das Bild einer außergewöhnlichen Frau aufleben, die sich selbst und ihren Idealen immer treu geblieben ist und vielen ein Vorbild war.

Dieter Buhl war über dreißig Jahre lang politischer Redakteur der Wochenzeitung „Die Zeit“. Der renommierte Journalist war Stipendiat des amerikanischen World Press Institute und wurde mit dem Theodor-Wolff-Preis ausgezeichnet.

Kreis:

Pr. Holland

Ort:

Quitainen
Helga Tödt "Okondura"

Verlagstext:

„Er war ein Mann mit Witz und Humor, der es mit harter Arbeit zu etwas gebracht hat“, so beschreibt ein Zeitzeuge den Farmer Fritz Liedtke, der 1927 nach Südwestafrika auswanderte.Die Liedtkes waren seit zwei Jahrhunderten in Ostpreußen ansässig. Urgroßvater Karl erlebte dort als 32-Jähriger den Ein marsch von Napoleons Truppen. Großvater Friedrich pachtete den Amalienhof bei Quittainen von den Dönhoffs. Vater Gustav bewirtschaftete den Comthurhof, wo 1888 Fritz Liedtke zur Welt kam. Nach Teilnahme am Ersten Weltkrieg und nach Kriegsgefangenschaft in England führte der junge Landwirt das Rittergut bis 1927. Dann wagte mit seiner Frau Marga rethe einen neuen Anfang in Südwestafrika. Auf seiner Farm
Okundura nahe Karibib züchtete er Rinder und Karakulschafe.Während des Zweiten Weltkriegs wurde er als feindlicher Ausän der auf seiner Farm interniert, während zwei Söhne, die in Bad Elster einen Beruf lernten, zur deutschen Wehrmacht eingezogen wurden. Fritz Liedtke starb 1971. Inzwischen wächst in Namibia die vierte Generation heran.

Die Autorin

Helga Tödt, geboren 1946, lebt in Kleinmachnow bei Berlin. Nach Medizinstudium und Promotion an der FU Berlin bildete sie sich zur Fachärztin für öffentliches Gesundheitswesen weiter. Als stellvertretende Amtsärz tin an einem Berliner Gesundheitsamt befasste sie sich mit Sozial- und Umweltmedizin. 1986 wurde sie Lei terin der Gesundheitsbehörde im Landkreis Hameln-Pyrmont. Als Dozentin an den Akademien für öffentliches Gesundheitswesen und Sozialmedizin in Düsseldorf, Berlin und Schwerin engagierte sie sich in der ärztlichen Weiter bil dung. Nach ihrer Pensionierung widmet sie sich der Erforschung von Lebensläufen im Kontext mit der neueren deutschen Geschichte.


Kreis:

Pr. Holland

Ort:

Quitainen
Lothar Graf zu Dohna: „Die Dohnas und ihre Häuser“

Rezension von WERNER PARAVICINI in der FAZ vom 24. 5. 2013:

Vom Jahre 1945 schweigt dieses Buch fast ganz, und doch ist das, was damals geschah, der eigentliche Grund, weshalb es geschrieben wurde. Die Dohnas waren eine gänzlich ostpreußische Familie geworden, eine der ersten in der entlegenen Provinz, neben den Dönhoffs auf Friedrichstein, den Lehndorffs auf Steinort und den Eulenburgs. Nun mussten sie fliehen und verloren all ihre Güter: Schlodien, Lauck, Reichertswalde, Carwinden, das großartige Finckenstein, das prächtige Schlobitten. Die Wende von 1990 änderte daran nichts.

Aus dieser Wunde entstand ein Buch disziplinierter Erinnerung, das weder wehleidig noch revanchistisch, weder ruhmredig noch schüchtern ist. Vor allem: Der Autor ist kein Laie, sondern Fachhistoriker (des fünfzehnten und sechzehnten Jahrhunderts), dem nun, im hohen Alter von fast neunzig Jahren, die Genugtuung zuteil wird, die Frucht jahrzehntelangen Sammelns in der Hand zu halten. Eine von Wehmut durchwehte Schilderung unwiederbringlich vergangener Lebensumstände und Daseinsweisen hatte Alexander Fürst zu Dohna (1899 bis 1997) im Jahr 1989 mit den „Erinnerungen eines alten Ostpreußen“ vorgelegt.

Dem Historiker ein Schatz

Die zweibändige Ausgabe wurde in Zusammenarbeit mit dem Johann-Gottfried-Herder-Institut in Marburg geplant und sollte dort veröffentlicht werden. Davon wollte man schließlich nichts mehr wissen. Zu viel deutsches Ostpreußen, zu viel deutsches Schlesien? Zu wenig Theorie? Dagegen: welch Reichtum für die Kunsthistoriker, welch dem Historiker gereichter Schatz der Forschung und Erinnerung. Die Fehlentscheidung kommt nun dem Werk zugute, da es bei Wallstein erscheint – als eine Gesamtgeschichte des Hauses, hinreichend detailliert, um der überaus lebendigen Adelsforschung nützlich zu sein, derart geordnet und geschrieben, dass man es vergnüglich lesen kann: „So bewahrt und bewohnt man auch weiterhin das mittlerweile Unzeitgemäße“, oder: „Bei den Dohnas gibt es keine Heroinen, keine als Hexen Verurteilte und keine Geliebten von Königen“ (wie etwa bei den Dönhoffs).

Die Zäsur von 1945 ist an Schärfe und Bedeutung mit einer viel früheren, nicht weniger radikalen von 1402/1408 zu vergleichen. Die seit 1127/1144 bezeugte Familie war ursprünglich in Sachsen zu Hause und befand sich über die reichsunmittelbare Würde eines Burggrafen von Dohna (ehemals Donin) bei Dresden auf dem Wege zu eigener Landesherrschaft. Dazu gehörten die Stadt Pirna, der herrliche Weesenstein und der Königsstein, die Krone Sachsens.

Friedensschluss im Ersten Weltkrieg

Wie die Burggrafen von Nürnberg aus dem Hause Hohenzollern hätten auch die Dohnas wahre Fürsten werden können. Am Anfang des fünfzehnten Jahrhunderts aber warf sie der Markgraf von Meißen aus ihren Burgen und Herrschaften und vertrieb sie nach Böhmen, Schlesien, die Lausitzen, ins Vogtland, in die Grafschaft Glatz. Dort überlebten Familienzweige bis ins achtzehnte Jahrhundert und ließen ihre Grabsteine zuweilen in tschechischer Sprache beschriften. Der Weg zu souveräner Herrschaft aber war ihnen für immer versperrt. So wurden sie 1900 lediglich Titularfürsten, von Kaiser Wilhelms II. Gnaden, der mit dem Grafen Richard Dohna-Schlobitten befreundet war. Der neue Fürst sei „der erste Parvenu in der Familie“, hieß es damals in der Familie, die seit 1648 Grafenrang besaß und nie ihr Wappen (zwei gekreuzte Hirschstangen) „gebessert“ hat: Die Dohnas wussten stets, wer sie waren, hoher Adel nämlich, und es gelang ihnen, diesen ihren Rang auch in widrigen Zeiten zu bewahren.

Die Erinnerung an den Rechtsbruch von 1402/1408 blieb jedoch beiderseits lebendig. Erschien ein Dohna in Dresden, musste er dem Hofe polizeilich gemeldet werden. Als König Friedrich August von Sachsen im Ersten Weltkrieg sächsische Truppen an der Front besuchte, begegnete er dem General Alfred Dohna-Schlobitten. Da habe er gesagt: „Wir stehen jetzt gemeinsam im Kampf gegen einen äußeren Feind, so wollen wir endlich die über fünfhundertjährige innere Fehde mit einem Friedensschluss beenden“ – und verlieh ihm einen sächsischen Orden. So erzählte es dem Autor im Jahre 1953 Friedrich Christian Markgraf von Meißen, der 1968 verstorbene Sohn des Königs, der damals dabei gewesen war.

In ganz Europa nachweisbar

Nach Ostpreußen kamen die Dohnas auf wenig spektakuläre Weise: Der schlesische Söldnerführer Graf Stanislas diente seit 1454 dem Deutschen Orden gegen die aufständischen Städte des Landes, erhielt statt Geld ein Dorf, ließ sich im Lande nieder und wurde Stammvater des allein überlebenden Zweiges. Die Dohnas haben im Herzogtum, dann Königreich Preußen eine bedeutende Rolle gespielt, besonders im sechzehnten Jahrhundert und um 1800. Mit den Nassau-Oranien, den Limburg-Bronckhorst und Brederode verschwägert, ließen sie sich von Jan Mijtens und den Honthorsts porträtieren. Sie wirkten in Brandenburg, Dänemark (wo ein Grabmal in Odense von ihnen zeugt), Polen, Schweden, in der Pfalz, im Waadtland unweit Genf und Bern (Coppet gehörte zeitweilig ihnen, bevor es, neu errichtet, unter Madame de Staël zum Treffpunkt der europäischen Elite wurde).

Nach Frankreich eilten sie den bedrängten Protestanten zu Hilfe, wurden Statthalter in Orange oder brandenburgischer Gesandter in Paris. In Italien erinnern Grabsteine in S. Romano zu Lucca und S. Antonio zu Padua an Söhne der Familie: Der eine war mit Kaiser Karl IV. über die Alpen gezogen, der andere starb zweieinhalb Jahrhunderte später auf Kavalierstour im Alter von nicht einmal zwanzig Jahren.

Gedächtnis wird zu Geschichte

Das vorliegende Werk präsentiert sich geradezu als Familienunternehmung: Der Vetter Alexander, der letzte Herr von Schlobitten, hat großen Anteil an der Vorstellung der „Häuser“ der Familie, die im zweiten Band beschrieben werden, so wie sie einmal waren und wie sie heute sind: teils restauriert, zumeist verschwunden. Die Schwester Ursula steuerte einen Beitrag über Parks und Gärten bei, für die das Gleiche gilt. Lothar Dohna schrieb den ausführlichen chronologischen Teil. Die Abbildungen zeigen nicht nur Zerstörtes oder Verschollenes. Aus Schlobitten gerettet wurde der Familie eine von Melanchthon gewidmete Bibel oder Protokolle des pietistisch-herrenhuterisch inspirierten „Schild-Ordens“. Anderes blieb in Ostpreußen und schmückt die Archive und Museen in Allenstein (Olsztyn) und Mohrungen (Morag). Oder es kam nach Berlin ins Geheime Staatsarchiv preußischer Kulturbesitz oder gehört jetzt der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten und wird im ehemals Dohnaschen Schloss Schönhausen ausgestellt.

Weshalb dieses Buch? Festhalten, was untergegangen ist und vergessen zu werden droht, jetzt, da die Letzten, die die alte Zeit noch gekannt haben, dahingehen. Zeigen, welche kulturellen Leistungen ein solches Haus vorzuweisen hat. Dokumentieren, in welch europäischen Dimensionen der hohe Adel sich bewegte. Natürlich dient dies alles bewusst und unbewusst der Rechtfertigung einer vergangenen Existenz. Aber solche Anliegen sind legitim, die Gefühle sind sehr zurückgenommen, Ansprüche werden nicht erhoben. Während in den neuen Bundesländern der Adel seine Güter oft zurückkaufen kann und seine Schlösser restaurieren, ist dies dem ostpreußischen versagt. Adel ist Herkommen, Kontinuität, Gedächtnis. Wenn ein Historiker sich darüberbeugt, wird daraus Geschichte.

Die Gegenwart entdeckt, dass die politisch entmachtete Aristokratie nach wie vor eine soziale Elite darstellt, die durch die Erinnerung an die ehemaligen Ostgebiete in der Öffentlichkeit besonders präsent ist („mediale Erinnerungsgruppe“ hat man das genannt). Dabei geht es nicht nur um das Bild der allgegenwärtigen Veruschka von Lehndorff, sondern mehr noch um Marion Gräfin Dönhoff, deren immenser Nachlass gerade von einer deutsch-britischen Forschergruppe ausgewertet wird.

Rückhaltlos wird über die Anhänger des Nationalsozialismus in der Familie berichtet, die es insbesondere im Zweig Reichertswalde gab, wo das Hitler-Porträt im Treppenhaus hing. Zeitweilig gehörten auch Herrmann auf Finckenstein und Fürst Alexander zu den Anhängern. Doch grenzt sich der Autor behutsam von Stephan Malinowskis summarischer Adelsschelte ab („Vom König zum Führer“, 2003). Gewidmet ist das Werk seinem Vater, Heinrich Graf zu Dohna-Schlobitten, der 1944 seines Widerstandes gegen Hitler wegen in Plötzensee hingerichtet wurde.

Kreis:

Pr. Holland

Ort:

Schlobitten
Torsten Foelsch "Schlodien & Carwinden"

Die Schlösser der Familie zu Dohna in Ostpreußen, vor allem Schlobitten, Schlodien, Finckenstein, Reichertswalde und Carwinden, gehörten zu den kulturellen Höhepunkten der adligen Herbergen in dieser östlichen Provinz. Vor nicht allzu langer Zeit erschienen bereits die Bücher “Waldburg – Capustigall” von Hans Graf zu Dohna und “Die Dohnas und ihre Häuser” von Lothar Graf zu Dohna. Nun erweitert Torsten Foelsch diese Reihe um die Schlösser in Schlodien und Carwinden, wobei das eine Ruine und das andere verschwunden ist.

Obwohl nahezu die gesamte Ausstattung der Schlösser und die meisten Teile der Archive zerstört oder als Kriegsbeute abtransportiert worden sind, konnte Torsten Foelsch immer noch etliche Details aus den in Polen und Deutschland verstreuten Unterlagen zusammen tragen. Zur Familie zu Dohna und zu ehemaligen Gutsangestellten oder deren Nachfahren konnte er so gute Kontakte herstellen, dass ihm eine Fülle von Fotografien und Dokumenten sowie Augenzeugenberichte zur Verfügung gestellt wurden. Alles dieses hat er zu einer bemerkenswerten Gesamtschau der Schlossgeschichte Schlodiens und Carwindens vom Ursprung bis in unsere heutige Zeit verarbeitet. So zahlreiche Porträts sind abgebildet, wie sie in keiner Suchmaschine der Welt zu finden sind. Die diversen Innenansichten befruchten die Vorstellung, die man vom Leben in diesen Häusern bekommen kann und machen insbesondere im unmittelbaren Vergleich mit dem heutigen Zustand deutlich, was uns allen verloren gegangen ist. Neben den ausführlichen Chroniken von Schloss Carwinden und Schloss Schlodien gibt es ausführliche Beschreibungen ihrer Bewohner.

Da Schlodien erst 30 Jahre nach dem 2. Weltkrieg ausbrannte, hatten polnische Denkmalschützer noch rechtzeitig Gelegenheit gefunden, die Räume des Schlosses zu vermessen und insbesondere die Gestaltung der Decken genau zu kartographisieren. In Verbindung mit alten Innenansichten besteht deshalb die großartige Möglichkeit, aus der noch vorhandenen Ruine den ursprünglichen Zustand des Hauses zurück zu gewinnen. Ob das verwirklicht wird, bleibt abzuwarten.

In einem weiteren Kapitel des Buches beschreibt Ursula Gräfin zu Dohna den Park von Schlodien vom barocken Zustand des Anfangs bis in die Zeit vor dem 2. Weltkrieg und Elisabeth Dreischhoff, geb. Gräfin zu Dohna, gibt einen Erlebnisbericht von ihrer Jugendzeit im Park von Schlodien.

. – .

Die Dohna-Schlösser Schlodien und Carwinden im preußischen Oberland, deren Kulturinhalte durch das Kriegsende und die Vertreibung 1945 ausgelöscht worden sind, gehörten zu den bedeutendsten Schlossanlagen der preußischen Kunst- und Architekturgeschichte. Sie sind in einer Reihe mit den großen Barockbauten zu nennen, die zur Zeit der beiden ersten preußischen Könige, Friedrich I. und Friedrich Wilhelm I., entstanden sind: Friedrichstein, Schlobitten, Finckenstein oder Dönhoffstädt. Wie Schloss Friedrichstein, so ist auch Schlodien ein Werk des genialen Jean de Bodt, dem Architekten des Berliner Zeughauses.
Torsten Foelschs jüngst erschienene Monografie über diese beiden Schlossbauten bietet einzigartige Bilder und Geschichten aus der versunkenen Welt des ostpreußischen Adels. Eingebunden in die Familiengeschichte eine der berühmtesten ostpreußischen Adelsfamilien, der Grafen zu Dohna, werden zwei ihrer wichtigsten Schlösser zum ersten Mal auf Grundlage neuer archivarischer Forschungen dargestellt.
Neben vielen bislang nie publizierten, einmaligen historischen Außen- und Innenaufnahmen dieser Schlösser werden erstmals auch wertvolle Ahnenbilder vorgestellt, die von polnischen Kunsthistorikern und Museologen nach dem Krieg aus den gebrandschatzten und geplünderten Dohna’schen Schlössern geborgen wurden. In schwierigen Nachkriegsjahren konnten sie restauriert werden und sind der Öffentlichkeit heute in den neu eingerichteten Museen des Ermlandes und Masurens wieder zugänglich.
Das Buch ist ein wehmütiger und fesselnder Schwanengesang auf zwei ostpreußische Barockschlösser und ihre einstigen Bewohner – ein Erinnerungswerk an zwei herausragende Baudenkmäler, von denen immerhin Schlodien noch als Brandruine existiert.

(PAZ, 25. 7. 2014)

Kreis:

Pr. Holland

Ort:

Schlodien
Wilfried v. Kalckstein

3. Auflage 2005, gedruckt im Selbstverlag von der Druckerei Janter – ul. Ostre Kolo 11, Pl 11-300 Biskupiec, zu beziehen im Hotel im Park, Heinrichshöfen

Wilfried von Kalckstein

3. Auflage 2011, erschienen im Eigenverlag Wilfried von Kalckstein, gedruckt bei Jantar, Biskupiec, zu beziehen im Hotel im Park, Heinrichshöfen

Die Kirche Mühlhausen

zu beziehen in der Kirche von Mühlhausen, im Königsberger Dom oder beim Schatzmeister des Förderkreises, Rüdiger Herzberg, Brandenburger Strasse 11 a, 37412 Herzberg, e-mail r.b.herzberg@t-online.de (gegen Spende)

Chronik der Stadt Drengfurth

Zu bestellen in der Geschäftsstelle in Wesel
Tel.: 0281 26 950

Kreis:

Rastenburg

Ort:

Drengfurth
Arno Surminski

Der ehemalige „junge Herr“ und sein einstiger Kutscher machen sich auf die Suche nach ihrer alten Heimat und ihrem früheren Leben. S und andere Prosae wird zu einer melancholischen Reise in die Vergangenheit. Am Ende erkennt der Gutsbesitzersohn jedoch: „Ostpreußen ist versunken, es lebt nur noch in unseren Köpfen“ (Peter Asmussen)

Kreis:

Rastenburg

Ort:

Jäglack
Arno Surminski

Der authentische Roman aus der Sicht eines Jungen beschwört am Schicksal eines entlegenen masurischen Dorfes und seiner Bewohner eine Idylle, die 1945 in Schutt und Asche versank (Peter Asmussen)

Kreis:

Rastenburg

Ort:

Jäglack
Arno Surminski

Gegenüber Grunowen und Jokehnen eine Schmonzette. Kitschige Liebesgeschichte: ein junger erfolgreicher Westdeutscher, seine Eltern waren Gutsbesitzer, und ein etwas schüchternes Mädchen, Lehrerin aus der DDR, treffen sich in Ostpreußen auf der Suche nach ihrer Vergangenheit und verlieben sich ineinander. Surminski wiederholt sich mit diesem Roman (Peter Asmussen)

Kreis:

Rastenburg

Ort:

Jäglack
Arno Surminski

Ellert & Richter Verlag, 360 Seiten; 19,95 Euro
Arno Surminski hat auf über 350 Seiten die alten Fotos
thematisch aufbereitet und zu jedem Kapitel eine kurze
Einstimmung geschrieben.

Die meisten Fotos stammen aus dem Fundus, des
Provinzial Denkmalamtes in Königsberg, der in den
vergangenen Jahren vom Institut für Kunstforschung
der Polnischen Akademie der Wissenschaften in Warschau
katalogisiert und ausgewertet wurden und aus dem auch
die Foto(wander-)ausstellung “Der Fotograf kommt”
stammt.

Die Fotos sind zwar schon eine Weile zugänglich, aber
den meisten wohl trotzdem unbekannt. Aber auch, wenn
man die Fotos schon kennt, die Art und Weise der
Zusammenstellung und Verarbeitung des Bildbandes macht
ihn aus meiner Sicht zu einem unbedingten Muß!
(Elisabeth Schroeter)

Kreis:

Rastenburg

Ort:

Jäglack
Arno Surminski - Die Vogelwelt von Auschwitz

2008 erschien ein schmales Büchlein, eine Novelle, die innerhalb zweier Monate nach dem Erscheinen schon ihre zweite Auflage erfuhr. Die Handlung des Buches beruht auf einer wahren Begebenheit und ist rasch wiedergegeben: Hans Grote ist Ornithologe und zugleich SS-Mann in Auschwitz. Wie es das Schicksal will, bietet sich ihm die Möglichkeit, dem furchtbaren Lageralltag durch eine wissenschaftliche Arbeit über die Vogelwelt von Auschwitz zu entfliehen. Das Schicksal stellt ihm den zeichnerisch begabten polnischen Häftling Marek Rogalski zu Seite, der dazu das nötige Bildmaterial anfertigen soll. Die so entstandene Symbiose erlaubt beiden Beteiligten das eigentlich Unmögliche: Beinahe friedliche Monate in der Natur zu verleben und das Lager damit mehrheitlich von außen zu sehen. Die Novelle Die Vogelwelt von Auschwitz ist im Wesentlichen ein literarischer Bericht, der Häftlinge UND Lagerleitung als Menschen zeigt – fehlbar, hilflos und vor allem den Kräften der Geschichte ausgeliefert. Somit gelingt Surminski – dem Deutschen – etwas beinahe Einzigartiges in der Literaturgeschichte seit 1945: Er beschreibt Auschwitz als historische Tatsache, nicht als Mythos.

(Rezension: Benjamin Jahn Zschocke in Blaue Narzisse, 8. 1. 2013)

Kreis:

Rastenburg

Ort:

Jäglack
Arno Surminski "Jokehnen oder Die Stimmen der Anderen"

Verlagstext:

Arno Surminski erreichten in den Jahren nach der Veröffentlichung seines Bestsellers „Jokehnen oder Wie lange fährt man von Ostpreußen nach Deutschland?“, der mit Armin Müller-Stahl verfilmt und auch ins Französische, Russische und Schwedische übersetzt wurde, Tausende von Briefen. Die Stimmen der Leser, die in Jokehnen ihre eigene Lebensgeschichte wiederfanden, und die Antworten des Autors sind Gegenstand dieses Buches. Zum besseren Verständnis werden außerdem erklärende Texte und Bilder veröffentlicht, die das echte Dorf „Jokehnen“ und seine Bewohner sichtbar machen. „Jokehnen“ steht stellvertretend für das Leben in Ostpreußen und für das Trauma von Flucht und Vertreibung – die Reaktionen der Leser bilden ein authentisches Geschichtsbild und sind ein Beitrag zur Versöhnung.

Rezension der Westfalenpost:

Seine Stimme ist erinnernd und mahnend – doch niemals spaltend oder unversöhnlich: In vielen Büchern hat der Bestsellerautor Arno Surminski seiner Heimat Ostpreußen ein literarisches Denkmal gesetzt, das zugleich ein Vermächtnis ist. Abertausende von dankbaren Lesern hat er damit erreicht und auch getröstet. Unter dem Titel „Jokehnen oder Die Stimmen der Anderen“ hat 79- jährige Schriftsteller nun eine Auswahl seiner intensiven Briefwechsel mit seinen Leserinnen und Lesern zusammengestellt, in denen noch einmal das ostpreußische Dorf Jokehnen im Mittelpunkt steht. Es geht um das alltägliche Leben vor dem Krieg, aber natürlich auch um Flucht, Vertreibung, Leid und Trauma danach. Und auch hierbei sieht Arno Surminski seine vorrangige Aufgabe in der Aussöhnung mit der Geschichte und ihren Folgen.

Rezension in der “Welt”, 15. 12. 2013

Nach Veröffentlichung seines Romans “Jokehnen oder Wie lange fährt man von Ostpreußen nach Deutschland” nun Tausende von Briefen. All jene Menschen, die dieses Buch als ähnlich zu ihrer eigenen Lebensgeschichte empfanden, traten in Kommunikation mit Jokehnen. Aus diesen Briefwechseln ist nun das berührende Nachfolge-Buch entstanden, das noch einmal das Trauma von Flucht und Vertreibung aus Ostpreußen auffächert.

Kreis:

Rastenburg

Ort:

Jäglack
Arno Surminski

Als 1945 die Kapitulationsurkunde unterzeichnet wurde, war für Millionen von Menschen der Krieg noch keineswegs zu Ende.
Das Kämpfen hatte aufgehört, doch die Not und die Bedrängnis waren damit nicht vorbei. Im persönlichen Erleben zog sich das Kriegsende in die Länge. Für einige war es die Heimkehr der letzten Gefangenen, andere deuteten den Fall der Mauer 1989 als einen Abschluss.
Arno Surminski erzählt ihre Geschichten . In “Als der Krieg zu Ende ging” bringt ein Briefträger die Gefallenenmeldungen in die Dörfer, fährt eine Engländerin ins Rheinland auf der Suche nach dem Wrack eines Bombers, mit dem ihr Vater abgestürzt ist, besucht ein Mann das Dorf, das er 1945 verlassen musste.
Die Titelgeschichte erzählt von einer Frau, die mit ihren Kindern zu Fuß aus dem Osten flieht, bis sie nach Mecklenburg kommt, dort ein weiteres Kind auf die Welt bringt und es einer kinderlosen Bäuerin schenkt.

(Rezension im Heimatbrief Ebenrode/Stallupönen, Dezember 2015, S. 134)

Kreis:

Rastenburg

Ort:

Jäglack
Arno Surminski "Winter Fünfundvierzig oder Die Frauen von Palmnicken"

Verlagstext

Im Winter 1945 wehte der Sturm des Krieges über die Grenzen der deutschen Ostprovinzen und trieb Millionen Menschen vor sich her nach Westen. Als der Landweg abgeschnitten war, blieb nur noch die Flucht über die Ostsee. Millionen flohen zu Fuß, mit Pferd und Wagen, per Eisenbahn oder Schiff über Eis und Wasser. Zu den Fliehenden gehörten die Bäuerin Lisa Kretschmann aus Schippenbeil mit ihren Kindern und die Witwe Levine Gedeitis aus Memel mit ihrer Tochter Olga. Aber auch Tausende jüdischer Frauen, die als KZ-Häftlinge in ostpreußischen Lagern beim Ausbau von Flugplätzen gearbeitet hatten, sollten von den Kriegsgegnern nicht befreit werden und mussten deshalb auf grauenvolle Weise sterben. Das Buch begleitet vier junge jüdische Frauen aus dem Ghetto von Lodz auf ihrem Weg nach Auschwitz, ins Konzentrationslager Stutthof und von dort zu den ostpreußischen Außenlagern. Als der Sturm im Januar 1945 losbrach, wurden sie auf Todesmärschen durch das verschneite Land zur Ostseeküste getrieben und von den Wachmannschaften in der Nacht vom 31. Januar zum 1. Februar erschossen. Die Tragödie der „Frauen von Palmnicken“ war jahrzehntelang vergessen und verdrängt. Dieses Buch soll ihnen ein Denkmal der Erinnerung setzen. Ihr Leidensweg ist eingebunden in das Elend der Zivilbevölkerung, die in den Sturmtagen des Winters in denWesten floh. Eine Hauptrolle spielt die Ostsee, die in den letzten Kriegsmonaten von der Danziger bis zur Neustädter Bucht zum größten Schiffsfriedhof aller Zeiten wurde.

Kreis:

Rastenburg

Ort:

Jäglack
Das war Rastenburg

zu bestellen in der Geschäftsstelle in Wesel, Tel.: 0281 26 950

Kreis:

Rastenburg

Ort:

Rastenburg
Eishockey in Ostpreußen

2.Auflage, 96 Seiten, viele Statistiken mit Torschützen von den Spielen in Ostpreußen und Danzig bis 1945. Schwerpunkte: Rastenburger SV, Jugendeishockey
Preis: 11 € incl. Versandkosten. Zu beziehen unter oliver.bot@gmx.de

Viele Spielberichte, auch über Udo Wagner (nach 1945 in Augsburg) der mit der Ostpreußenauswahl 1941 schon deutscher Schülermeister in Garmisch-Partenkirchen und 1944 deutscher Jugendmeister in Prag wurde

Kreis:

Rastenburg

Ort:

Rastenburg
Ottfried Graf Finckenstein "Nur die Störche sind geblieben)´"

Verlagstext:

Ein faszinierender, sich durch Liebe zum Detail und sprachliche Präzision auszeichnender Lebensbericht. Zugleich ein einzigartiges menschliches Dokument, ein zeitkritisches Zeugnis und die Wiederentdeckung eines bedeutenden deutschen Schriftstellers.
Das Buch spannt einen weiten Bogen von der behüteten Kindheit auf Schloss Schönberg in Ostpreußen bis hin in das Berlin der Zwanzigerjahre und das sich anschließende Berufsleben in den USA und in Kanada.

Kreis:

Rosenberg

Ort:

Schönberg
Adalbert Bieneck - Heimat Deine Sterne

Adalbert Bieneck, geboren 1939 in Gansen, Kreis Sensburg, südlich von Warpuhnen, gelangte nach der Flucht über verschiedene Wohnorte in Thüringen nach Niedersachsen.

Den Weg von der Malerlehre bis zur Ausübung eines kaufmännischen Berufs begleiteten viele Aktivitäten im Bereich künstlerischer Gestaltung. Dies zeigt sich auch in den gemalten und gezeichneten Illustrationen des Buches. durch ein nicht eingelöstes Versprechen sind die Eheleute Anna und Albert Kuhn in bittere Armut geraten. Harte Arbeit und handwerkliches Geschick verhelfen der kinderreichen Familie jedoch zum Besitz eines Bauernhofes im ostpreußischen Dorf Gansen (heute Gazwa). Sohn Richard und Tochtr Hedi tragen zum hohen Ansehen der Familie bei. Hedi findet im Nachbarssohn Franz ihre große Liebe, und die junge Familie baut auf eine gesicherte Existenz. Der zweite Weltkrieg aber vernichtet alle Pläne, denn Franz muss als Soldat vier Jahre gegen Russland kämpfen. Als achtundzwanzigjährige Frau tritt Hedi mit ihren drei Kindern und der gehbehinderten Mutter die Flucht aus Ostpreußen an. Unter schwierigsten Umständen muss das “große Eis” überwunden werden. Es kommt dabei zu unglaublichen erlebnissen. Die Flüchtlinge stranden in Thüringen und finden später in Niedersachsen eine neue Heimat. Doch die Haimat ihres Herzens begleitet sie fortan; bis Hedi eines Tages, noch im Besitz ihres Hausshlüssels, zum ostpreußischen Anwesen zurückkehrt …. (Masurische Storchenpost, Juni 2012, S. 39)

Kreis:

Sensburg

Ort:

Sensburg
Biografie: Friedrich v. Oppeln-Bronikowski

© 2009, DIN A 5, gebunden, farbiger Schutzumschlag, 220 Seiten, 19 Fotos, 17 Reproduktionen, davon 2 farbig, ausführliches Personenregister., ISBN 978-3-7980-0581-5, Preis 19,80 Euro

Friedrich v. Oppeln-Bronikowski war im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts kein Unbekannter und ist der älteren Generation durch seine weit verbreiteten Schriften noch bekannt. Sein facettenreiches Leben wurde anhand der noch verfügbaren Dokumente in eine thematische und chronologische Gesamtschau eingebracht, die Zusammenhänge und Querverbindungen erkennen lässt.

Nach einer frühzeitig durch einen Unfall beendeten Offizierslaufbahn und einem Philosophiestudium widmete er sich literarischen Aufgaben, betätigte sich journalistisch und verfasste eigene belletristische Werke, übersetzte Werke französischer und belgischer Dichter ins Deutsche und zeichnete sich hierbei durch einfühlsame Stilkunst aus, die ihn neben seiner universal-historischen Kenntnis auch befähigte, eine Gesamtausgabe der Werke, Briefe und Gespräche Friedrichs des Großen herauszugeben.

Neben seinem mutigen und durch humanistischen Geist geprägtem Eintreten gegen den Antisemitismus, leider heute kaum mehr bekannt, galt sein Interesse auch der Archäologie, deren Ehrendoktor er war.

Die vorliegende Biographie bietet eine ungewöhnliche Fülle an Material. Die Zeitumstände und die großen vielfältigen Themen des Schriftstellers und Übersetzers werden durch umfangreiche Zitate lebendig.


Kreis:

Sensburg

Ort:

Sorquitten
Friedrich v. Oppeln-Bronikowski: "Der Exot"

Auszüge aus dem Nachwort von Friedrich W. von Oppeln-Bronikowski zum geschichtlichen Hintergrund des Romans. Hinweis: Der Roman ist keine Nacherzählung der Tragödie, sondern eine freie künstleische Beshäftigung mit ihr unter Veränderung der Namen von Personen und Orten und der Geschehensabläufe

Das Geschehen spielte 1907-1908 in Allenstein in Ostpreußen, dem Kuhren des Romans. Wegen der Nähe zur russischen Grenze war Allenstein Garnisonsstadt. Unter anderen waren damals dort stationiert: das Masurische Feldartillerie-Regiment Nr. 73, dem der Hauptmann von Goeben (der Hauptmann Hugo von Verden des Romans) und das Dragonerregiment König Albert von Sachsen, Ostpreußisches Nr. 10, dem der Major August von Schönebeck (der Major von Burgess des Romans), angehörten.

August von Schönebeck, 1860 in München geboren, war seit 1897 mit Antonie geb. Lüders, 1876 in Görlitz geboren, verheiratet. Ihr Großvater war der österreichische Minister von

Stremayr und sie war dank ihrer Herkunft vermögend. Antonie war eine schöne und lebenslustige, aber auch nymphoman veranlagte und hysterische Frau, die keiner Männerbekanntschaft aus dem Weg ging. Als ihr Mann sie bei einem Seitensprung ertappte, enterbte er sie. Eine Ehescheidung kam für ihn als Katholiken jedoch nicht in Betracht; auch wäre eine Scheidung nicht karrieredienlich gewesen. Beide Eheleute lebten also ihr eigenes Leben. Antonie von Schönebeck empfing ihre Verehrer, die meist aus den Militärkreisen stammten, in ihrem gemeinsamen Haus, was dadurch erleichtert wurde, dass das Paar getrennte Schlafzimmer hatte und ihr Ehemann zumeist entweder seinen Dienst versah oder seiner Jagdleidenschaft nachging.

Im Jahr 1907 Hauptmann Hugo von Goeben vom Großen Generalstab in Berlin nach Allenstein versetzt. Hier sollte er sich als Chef der ersten Batterie des Masurischen Feldartillerie-Regiments Nr. 73 praktisch bewähren. In Allenstein fand er u. a. Anschluss an den Major August von Schönebeck vom Dragonerregiment, dessen Familie er schon aus früheren Zeiten kannte und der sich deshalb Goebens privat annahm. Auf diese Weise lernte er auch dessen Ehefrau Antonie kennen; beide waren voneinander fasziniert und planten eine gemeinsame Zukunft. Um den Weg dafür zu bereiten, plante v. Goeben ein ‚Duell ohne Zeugen’, in dessen Verlauf der Ehemann getötet werden sollte.

Am Weihnachtstag 1907, den Goeben im Hause Schönebeck verbracht hatte, plante er mit Wissen seiner Geliebten die entscheidende Tat. Goeben verließ zum Schein die Villa Schönebeck und kehrte in der Nacht auf den 26. Dezember durch ein zuvor entriegeltes Fenster zurück, um den Major zu einem Duell ohne Zeugen vor seine Pistole zu zwingen. Dieser war jedoch durch ein Geräusch aufgewacht und trat dem vermummten Eindringling mit seiner Dienstpistole entgegen. Beide schossen auf einander. Die Pistole des Majors versagte zweimal, und Hugo von Goeben, der als sicherer Schütze gefürchtet war, schoss dem Major um ca. 3 Uhr morgens eine tödliche Kugel in die Stirn.

Goeben wurde nach zwei Tagen verhaftet und legte am 31.12.1907 ein umfassendes Geständnis ab. Er nahm sich Anfang März 1908 in der Militärhaftanstalt das Leben. Antonie von Schönebeck wurde wegen Anstiftung bzw. Beihilfe zum Mord am 31. Dezember 1907

verhaftet, jedoch gegen ein Kaution von 50.000 RM frei gelassen. Sie nutzte diese Zeit, um in London den 1868 geborenen Schriftsteller Alexander Otto Weber zu heiraten, seinerzeit ein erfolgreicher satirischer Schriftsteller. Im Prozess wurde sie von vier Rechtsanwälten, darunter zwei Staranwälten aus Berlin, verteidigt und genoss darüber hinaus das Wohlwollen des Richters aus alter Familienbekanntschaft. Das Verfahren wurde am 22. Verhandlungstag im Jahr 1910 vorläufig eingestellt und nicht wieder aufgenommen. Nach dem Tod von Alexander Otto Weber heiratete heiratete sie seinen Bruder, den Bankier Fritz Weber, und verstarb 1931 in Rapallo.

Die Villa Schönebeck blieb nach dem Mord unbewohnt; sie erhielt im Volksmund den Beinamen „Mordvilla“. 1912 kaufte sie der Verleger der Allensteiner Zeitung und Eigentümer einer großen Druckerei Wilhelm Ernst Harich. Er ließ sie abreißen und baute auf dem Grundstück eine repräsentative Jugendstilvilla, die heute noch steht. Einer seiner Enkel war Walter Harich, der Vater des DDR-Nonkonformisten Wolfgang Harich, der sich in einem seiner Werke auch zur Allensteiner Offizierstragödie äußert

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Sensburg

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Sorquitten
Friedrich-W. v. Oppeln-Bronikowski "Sorquitten in Masuren/Ostpreußen"

Der Autor schreibt dazu:

Die vorliegende Broschüre ist meine abschließende Darstellung des Stoffes in wissenschaftlicher Aufbereitung; ihr gingen mehrere Aufsätze in Form von Zeitschriftenartikeln in unterschiedlichen Medien voraus, darunter eine Darstellung im Deutschen Adelsblatt vom 15. Oktober 2006 unter der Überschrift: “Schloss Sorquitten, Kreis Sensburg in Ostpreußen”.

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Sensburg

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Sorquitten
Johannes Bobrowski

Stefan Hermlin schreibt zu diesem Buch: „Aus historischen Fernen dröhnt der Hufschlag schweifender Völker, das Geläut der Glocken von orthodoxen Kirchen und das Heulen des Schofar aus niedergebrannten Synagogen. Ein endloser, unaufhaltsamer Ostwind jagt durch diese Dichtung. In ihr treffen Juden und Litauer, Polen und arme Deutsche aufeinander. Johannes Bobrowski erklärt sich nicht für Brüderlichkeit: seine Dichtung war brüderlich.“ (Peter Asmussen)

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Tilsit-Ragnit

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Tilsit
Johannes Bobrowski

Aus dem Nachlass. 77 Seiten Quartheft. Verlag Klaus Wagenbach, Berlin 1968 (Peter Asmussen)

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Tilsit-Ragnit

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Tilsit
Johannes Bobrowski

84 Seiten, Quartheft. Verlag Klaus Wagenbach, Berlin 1965 (Peter Asmussen)

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Tilsit-Ragnit

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Gerhard Wolf

Mit biographischen Ausführungen, ästhetischer und literaturgeschichtlicher Erläuterung, Werkinterpretationen sowie bibliographischen Angaben. Volk und Wissen, VEB Berlin, 1984 (Peter Asmussen)

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Tilsit-Ragnit

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Tilsit
Ulla Lachauer

Rowohlt Taschenbuchverlag GmbH, Reinbek, 1995

Die 1951 geborene Autorin berichtet von ihren Reisen nach Ostpreußen. Es ist aber kein Reisebericht im üblichen Sinn, sondern ein Bericht voller Erlebnisse und Stimmungen, der vom stets gegenwärtigen historischen Bewusstsein bestimmt ist. (Peter Asmussen)

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Tilsit
Ulla Lachauer

Die Photosammlung Walter Engelhardt. Siedler Verlag Berlin, 1992, ISBN 3-88680

Aus dem Klappentext: Was Sylt für die Gegenwart ist, war das „Land der vielen Himmel“, das alte Memelland, in der Vergangenheit. Die Kurische Nehrung, die gewaltigen Hochwasser und Eisgebirge im Memeldelta, die Moorkolonie „Bismarck“, Mittsommer auf dem litauischen Götterberg Rombinus, Tilsits Märkte… Es war ein Land zwischen den Völkern, ein Gebiet west-östlicher Berührungen… Der Photograph Walter Engelhardt ist 1903 im thüringischen Saalfeld geboren und 1970 dort gestorben. In den dreißiger Jahren durchstreifte er – von Tilsit aus – mit der Kamera das ganze Memelland. (Peter Asmussen)

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Tilsit
Ulla Lachauer

Rowohlt Verlag GmbH 1996, ISBN 3-4980-3878-8
Die Bäuerin, die am östlichsten Rand des deutschen Kaiserreichs, unweit der Memel in dem Dorf Bittehnen zur Welt kam, erzählt anschaulich und spannend ihr Leben. „Preußisch-Litauen“ hieß dieser äußerste Zipfel Ostpreußens. „Ich bin ein Glückskind“, sagt sie von sich, „Ich bin an einem Sonntag geboren, am 19. Juni 1910, am Morgen, gerade in die Sonne hinein. Sonntagskinder, sagte meine Mutter, sind Glückskinder. Ich weiß nicht, was man als Glück betrachtet. Jedenfalls habe ich in all dem Wirrwarr, den Stürmen und was der Mensch durchzustehen hatte in meiner Heimat, immer noch Glück gehabt. An vielen Abgründen bin ich vorbeigegangen. Ich hätte auch hineinfallen können. Beinahe wäre ich ins Gefängnis zu der Hitlerzeit. Das war ein Glück, dass ich in Freiheit blieb. Auch die Stalinzeit haben wir glücklich überlebt. Wenn wir auch nach Sibirien fahren mussten, so sind wir doch mit der ganzen Familie zusammen geblieben und alle wieder nach Hause gekommen“ (Peter Asmussen)

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Das Tilsiter Realgymnasium

Zusammenstellung und Redaktion: Schulgemeinschaft SRT – Hans Dzieran
Herausgeber: Stadtgemeinschaft Tilsit e. V., Diedrichstrs. 2, 24143 Kiel

Die Broschüre „Das Tilsiter Realgymnasium“ beschreibt die geschichtliche Entwicklung der Schule, Erinnerungen an die Schulzeit, das Schicksal der Lehrer nach dem Krieg und die Traditionspflege in.der Schulgemeinschaft. Sie umfasst 80 Seiten mit zahlreichen Fotos.

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Tilsit
Es begann in Tilsit

Herausgeber: Stadtgemeinschaft Tilsit e. V., 24143 Kiel
Erscheinungsjahr 2010

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Tilsit
Franz Laggies "Ihr Lied"

Siegfried Laggies hat ein Roman-Manuskript, das er im Nachlass seines Vaters fand, bearbeitet und als Buch veröffentlicht. Das Buch findet sich im Fachhandel für 24,00 €, kann aber für 18,50 € direkt bei Siegfried Laggies bestellt werden (Lieferung per Vorkasse oder Nachnahme zzgl. €5,00):
Siegfried Laggies, Bekkamp 19, 22045 Hamburg
Tel.: 040 653 48 35; Fax: 040 653 90 322; e-mail s.laggies@web.de, Internet: www.siegfried-laggies.de

Siegfried Laggies wurde 1933 in Klemenswalde im Kreis Tilsit geboren. Was der Vater Franz Laggies schrieb, erinnert an eine Biografie, ist vielleicht auch eine. Viele ostpreußische Landsleute haben es bei der Lektüre bisher genossen, die Heimat an sich vorüber ziehen zu lassen. In einer Rezension heißt es u. a.: “Detailreiche Schilderungen fangen in wunderschön gezeichneten Bildern die regionale Schönheit und Ursprünglichkeit ein. Deutlich entstehen vor dem geistigen Auge des Lesers Felder, Bauernhöfe und Dörfer – fast hat man das Gefühl, mit einer der exzellent charakterisierten Figuren auf einem Leiterwagen die Landstrasse entlang zu rattern. Die spannende Handlung fesselt durch Zeitsprünge und rasche Ortswechsel, dabei bleibt der Erzählton ruhig und einprägsam und die Sprache klar. Überzeugend entwickelt der Autor in zahlreichen Dialogen ein Bild der Bevölkerung Ostpreußens, schildert ihren Alltag und die Mühsal der harten bäuerlichen Arbeit im Rhythmus der Jahreszeiten.”

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"Sonne der Gerechtigkeit"

Das Buch “Sonne der Gerechtigkeit” ist im Verlag Andrea Schmitz erschienen unter der ISBN-10: 3935202792 und ISBN-13: 9783935202794. 350 Seiten. Preis: 18,80 €.

Der Autor schrieb dazu: Das Buch handelt vom Leben eines kleinen Jungen und seiner Familie vor dem Hintergrund der letzten Jahre des zweiten Weltkrieges in dem kleinen Ort Papuschienen in Ostpreußen, wo sein Großvater väterlicherseits herkommt. Papuschienen wurde in der Nazi-Zeit in “Buschdorf” umbenannt. Charakter, Namen und Handlung sind frei erfunden, die historischen Hintergründe und Bezüge zur Landschaft allerdings nicht.

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Wolf-Gero Bajohr

Books on Demand, Noderstedt. ISBN.13: 978-3-8334-6681-4 (Paperback)

Cover-Text: Geliebt und in nahezu jeder Beziehung vom Schicksal verwöhnt, so erlebt Mia ihre Kindheit und Jugend im Memelland………….Als ihre Flucht im März 1945 in einem kleinen Dorf bei Kiel endlich endet, hat sie außer den Lumpen, die sie am Leib trägt, alles verloren. Sie ist verwundet, war eine Gefangene der Russen und musste dem Tod drei geliebte Menschen überlassen. Aber Mia hat alles überstanden, sie lebt. Wo ist die Quelle ihrer Kraft?

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Hans Dzieran "Als Tilsit verloren ging"

Vor 68 Jahren mussten die Tilsiter den Verlust ihrer Heimatstadt erleben. Die Stadt fiel am 20. Januar 1945 in sowjetische Hand. Die Broschüre „Als Tilsit verloren ging“ geht der Frage nach, wie es zum Verlust der Stadt am Memelstrom kam und beschreibt auf 40 Seiten mit zahlreichen Karten und Fotos den Fall der Stadt aus militärhistorischer Sicht. Damit wird ein bisher vernachlässigtes Kapitel Tilsiter Vergangenheit aufgearbeitet und eine Lücke in der Stadtgeschichte geschlossen.

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Hans Dzieran "Es begann in Tilsit"

In der Broschüre wird die Geschichte der Familie Silberstein dokumentiert. Sie wurde Opfer zweier Diktaturen. Die Broschüre mit dem Titel “Es begann in Tilsit” hat 36 Seiten und 28 Fotos.

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Hans Dzieran, Alfred Rubbel "Die Tilsiter Dragoner"

In Tilsit machte man kürzlich eine aufsehenerregende Entdeckung. Bei der Renovierung einer Kaserne kamen 36 Fresken zum Vorschein, auf denen die zweihundertjährige Geschichte des Dragoner-Regiments Nr.1 verewigt ist. In der Broschüre “Die Tilsiter Dragoner” wird auf den spektakulären Fund eingegangen und Aufschluss über die historische Vergangenheit des legendären Regiments gegeben. Das Heft hat 40 Seiten und 22 Bilder.

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Tilsit
Neuer Stadtplan von Tilsit und Ragnit

Der Stadtplan zeigt die Stadt Tilsit um 1930 sowie die Stadt Sowjetsk aktuell sowie die Stadt Ragtnit um 1930 und die Stadt Neman aktuell. Daneben gibt es ein Straßenverzeichnis Deutsch-Russisch und Russisch-Deutsch und ein Verzeichnis der wichtigsten Bauten 1931 und ihre heutige Nutzung.


Stadtplanerei BLOCHPLAN
Dipl.-Ing. Dirk Bloch
Elisabethkirchstraße 14
10115 Berlin
Tel. 030 449 5339
http://www.blochplan.de
info@blochplan.de

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Tilsit
Hans Dzieran "Auch sie gehörten zu Tilsit"

Tilsit nannte man einst die “Stadt ohnegleichen”. Sie erlebte Zeiten der Blüte und erlitt Katastrophen. Sie wurde heimgesucht von der Pest und von Schrecknissen schwedischer, französischer und russischer Soldateska. Doch alles verblasst vor dem Entsetzen, welches mit der Verdrängung und Vernichtung der jüdischen Mitbürger aus Tilsit einherging. Vor diesem finsteren Kapitel Tilsiter Stadtgeschichte dürfen die Augen nicht geschlossen bleiben. Möge diese Schrift einen Beitrag dazu leisten.

Chemnitz, im Januar 2014
Hans Dzieran

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Tilsit-Ragnit

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Tilsit
BLOCHPLAN "Nord-Ostpreußens Norden"

Weitere Landkarten: “Nord-Ostpreußens Südosten” und “Nord-Ostpreußens Samland”

Spezialstadtpläne mit früheren und aktuellen Straßennamen:

• Königsberg: http://www.blochplan.de/erst_stadtplan_kaliningrad…
• Tilsit / Ragnit: http://www.blochplan.de/erst_stadtplan_tilsit.html
• Gumbinnen: http://www.blochplan.de/erst_stadtplan_gumbinnen.h…
• Insterburg: http://www.blochplan.de/erst_stadtplan_insterburg….
• Cranz / Rauschen: http://www.blochplan.de/erst_stadtplan_cranz.html

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Tilsit-Ragnit

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Tilsit
Johannes Bobrowski "Levins Mühle"

Verlagstext

Bobrowski hat seinen Roman im Westpreußen von 1874, im Kaiserreich, nicht weit von Thorn, angesiedelt. Er erzählt uns von der sehr besonderen Landschaft, von den Wiesen, den Wäldern und den Flüssen; er erzählt von den Tieren dort, den Pferden, den Schweinen und den Vögeln, die allein in unzähligen Arten vorkommen, seien es zarte Schwalben oder fette Gänse. Und er erzählt von den Menschen. Da sind die katholischen Polen, Juden, Zigeuner mit Geige, Vaganten, Kossäten, und natürlich die Deutschen, Baptisten, Adventisten, Methodisten. Ein lebhaftes Durcheinander. Die Geschichte, um die es geht, ist einfach: Der Großvater des Erzählers, Mühlenbesitzer und Deutscher, von dem es heißt, er leide an der Galle, hat das Wasser gestaut und dann die Mühle seines Konkurrenten, des Juden Levin, der wiederum am Herzen leidet, weggespült. Und weil sich der Levin das nicht gefallen lassen will, klagt er vor Gericht in der Stadt. In gemütlichem Tonfall erfahren wir diese spannungsgeladene Geschichte. Schnell sind wir mittendrin, hören den Leuten zu, so wie sie eben reden, maulfaul und redselig zugleich, hören ihren Dialekt und unbekannte, klingende Worte. Vor uns tut sich ein Reichtum an Sprache und Geschichten auf, wie er uns selten begegnet.

Kreis:

Tilsit-Ragnit

Ort:

Tilsit
Oskar Negt „Überlebensglück“

Klappentext:

Oskar Negt hat Glück gehabt. Sein Leben könnte als Erfolgsgeschichte erzählt werden: Als jüngstes von sieben Kindern auf einem Kleinbauernhof ohne Bildungsgüter im ostpreußischen Kapkeim aufgewachsen, wurde er zum Repräsentanten der Frankfurter Schule, zum anerkannten, in der ganzen Welt geehrten Philosophen und Soziologieprofessor. Doch Negts Kindheit und Jugend war von schmerzhaften Erfahrungen und Erlebnissen geprägt, von der Flucht mit zwei halbwüchsigen Schwestern in die »Totenstadt« Königsberg und über die Ostsee nach Dänemark, wo er jahrelang in Internierungslagern lebte bis die Familie nahe Ostberlin wieder zusammengeführt wurde. Und dann erneut flüchtete, diesmal Richtung Westen. Erst 1955, zehn Jahre nach dem Aufbruch aus Ostpreußen, fühlt er sich angekommen.
Negt nimmt seine individuelle Geschichte zum Anlass, grundsätzliche Fragen zu stellen: über das autobiographische Schreiben, über gesellschaftliche Orientierung und persönliche Identität. Er will ergründen, was nötig ist, damit ungünstige Ausgangsbedingungen und traumatische Erfahrungen keinen lebenslangen Opferstatus fixieren. Seine autobiographische Spurensuche weist weit über das eigene Schicksal hinaus.

Biografie

Oskar Negt, geboren 1934, studierte Rechtswissenschaft, Philosophie und Soziologie, vor allem bei Max Horkheimer und Theodor W. Adorno, und war Assistent bei Jürgen Habermas. Seit 1970 ist er Professor für Sozialwissenschaften an der Universität Hannover. Zahlreiche Veröffentlichungen. 2011 wurde Oskar Negt mit dem “August-Bebel-Preis” für sein Lebenswerk gewürdigt.

Kreis:

Wehlau

Ort:

Kapkeim
Lovis Corinth

Peter Kropmanns zeichnet den Lebensweg von Lovis Corinth nach: Herkunft, Milieu, Schauplätze und Wirkungsstätten, Entwicklung und Weltanschauung des Ostpreußen, der vorwiegend in Berlin lebte, und den Werdegang der “Corinther”, wie sich Lovis, Frau Charlotte und die Kinder Thomas und Wilhelmine nannten.

Das Werk von Lovis Corinth – rund 1000 Gemälde und eine etwa gleich große Anzahl an Zeichnungen und druckgrafischen Arbeiten – ist immer noch nicht erschöpfend erfasst und erforscht, trotz einer Vielzahl allgemeiner Schriften, retrospektiven Ausstellungskatalogen, thematischen Untersuchungen oder Studien zu einzelnen Gattungen, Techniken und Themen sowie insbesondere eines Werkverzeichnisses seiner Gemälde. Jeder, der sich mit Corinths Kunst beschäftigt, wird schnell begreifen, dass sein Werk eng mit seinem Leben und dem der anderen Corinther verbunden ist: Wenige Künstler haben sich so häufig selbst dargestellt – Corinth tat dies in der Regel einmal im Jahr an seinem Geburtstag -, und für zahllose Porträts und andere Werke haben Frau und Kinder, Schwiegermutter und Vater Modell gesessen oder gestanden.

Das vorliegende Buch entstand auf der Basis eines großen Bestands an Archivalien, der sich glücklicherweise, wenn auch verstreut, überwiegend erhalten hat und zu einem Großteil eingesehen werden konnte

(Auszug aus dem Vorwort von Peter Kropmanns)

Kreis:

Wehlau

Ort:

Tapiau

Neue immobilien