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Geschichte von Prostki – Prostken

Der Grenzort Prostken war schon immer Paß- und Zollstation an der Straße Lyck – Grajewo / Warschau oder Bialystok mit verhältnismäßig regem Grenzverkehr. Der Krug an der Grenze existierte vielleicht länger als das Dorf, das 1482 seine Handfeste erhielt, als der Rheiner Komtur Georg Ramung von Ramegk dem Tiburci in Prostken 20 Hufen Land zu beiden Seiten des Lyckflusses verschrieb. Der Name des Ortes leitet sich davon ab, daß der Fluß hier “prosta”, d. h. geradeaus, die Grenze durchfließt und hat nichts mit Alkohol zu tun.

Mit dem Bau der Südbahn, die 1871 bis Prostken verlängert wurde, veränderte sich schlagartig das Leben in dem kleinen Grenzort, in dem durch die Jahrhunderte rd. 200 Menschen gelebt hatten. Es entstanden umfangreiche Bahnanlagen, ein Hauptzollamt, eine Post und neue Wohngebäude für die zuziehenden Beamten, Rampenarbeiter, Kaufleute, Handwerker. Die Bevölkerungszahl vervielfachte sich.

Im 2. Weltkrieg befand sich in der Nähe von Prostken ein großes Gefangenenlager. Dort soll in einer Sonderunterkunft auch der Sohn Stalins untergebracht gewesen sein, bevor er weitertransportiert wurde. Nahe Prostken jenseits der Südgrenze, im Dorf Grajewo, wurden am 7. 8. 1943 insgesamt 193 Juden und Polen von den Deutschen – wohl der SS angehörend – erschossen.

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