Ostpreußen

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Klon – Liebenberg

Dieser typisch masurische Ort wurde 1654 als Schatulldorf gegründet, wie viele Landgemeinden dieser Gegend auch. Erster Dorfschulze in Liebenberg war Hans Simon, der 56 Hufen zur Aufsiedlung zur Verfügung gestellt bekam. Nach 7 Jahren führte man bereits 30 Schatullköllmer auf, zum Ende des 17. Jahrhunderts waren es 51.

Die Gründung als Schatulldorf bedeutete, dass das den Siedlern zur Verfügung gestellte Land zum Forst- oder Domänengelände des Herrscherhauses der Hohenzollern gehörte, das nicht der Autorität der Landstände unterworfen war. Die Einkünfte daraus flossen somit der fürstlichen Schatulle zu. Im allgemeinen schlossen Siedler und Oberforstmeister einen „Berahmungsvertrag“ ab, in dem das Land „erb- und eigentümlich“ gegen einen bestimmten Grundzins verschrieben und der Schatullbauer vom Scharwerksdienst befreit wurde.

Die große Pest 1709 – 1711 brachte einen erheblichen Einbruch, denn danach lagen 22 Bauernstellen wüst, für die erst wieder mühsam neue Bewirtschafter gefunden werden mussten.

Die landwirtschaftlichen Erträge waren bis weit ins 19. Jh. hinein sehr karg, die Wiesen wegen langer Überschwemmungsperioden nur begrenzt nutzbar und das Gras sauer. Eine Wende zum Besseren kam erst mit dem Bau des Ostkanals, einem staatlich betriebenen Meliorationsprogramm ab 1870. Der Kanal war aber nach gut 50 Jahren verrottet. Ein erneutes Entwässerungsprojekt ab 1933 – 1936 war nötig, um neue Anbauflächen mit wieder befriedigenden Ernteerträgen zu schaffen.

Die katholische Kirche ist ein Bauwerk von 1860, die evangelische Kirche errichtete man 1935 – 1937. Sie wird jedoch nicht mehr genutzt. Im Dorf gibt es noch etliche malerische Bauernhäuser als verbretterte Bohlenbauten aus dem 19. Jh.

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