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Lichteinen

Lichtajny – Lichteinen

Auf dem Friedhof des Ortes wurden viele Opfer des Konzentrationslagers Hohenstein begraben.

Das Gut am Lichteiner See (jez. Lichtajny) wurde 1329 begründet. Nach der Tannenbergschlacht entstanden 1410/1411 Schäden durch Kriegseinwirkung, die man urkundlich vermerkte. Gut Lichteinen gehörte um 1800 dem Amtsrat F. Weißermel und zum Ende des 19. Jhs. der Familie Rose und verfügte damals über eine Brennerei. In den 1920er Jahren hatte wohl bereits die Gemeinde das Anwesen übernommen, aber als letzter deutsche Besitzer wurde Karl Rose genannt.

Das Herrenhaus liegt malerisch über dem See und ist umgeben von einem Landschaftspark, der bis an den See heranreicht. Es wurde in der 2. Hälfte de 19. Jhs. gebaut und nach 1945 umgebaut, bei welcher Gelegenheit viele Architekturdetails verloren gingen. Heute Eigentum der AWRSP (Staatliche Agentur für Landwirtschaftliche Immobilien, Stand 2001). Inzwischen hat die Firma PERKOZ aus Brodnica – Strasburg, 50 km südöstlich von Graudenz, dort eine Verkaufsniederlassung für landwirtschaftliche Maschinen mit umfassendem Serviceangebot eingerichtet.[1]

Die ehemalige Gutskapelle aus roten Ziegeln vom Anfang des 20. Jhs. liegt auf einem Hügel östlich vom Herrenhaus. Auf der Frontseite ist ein Relief angebracht, in dem symbolisch eine männliche Figur ein Kerzenlicht löscht.


[1] Gut Lichteinen/Lichtajny, Osteroder Zeitung, Mai 2017, S. 91

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