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Die Kirche von Lasdehnen

Die alte Kirche bestand bereits 1578 auf einem steil zu Szeschuppe abfallenden Hügel. Sie brannte 1661 bei einem kriegerischen Einfall aus Szameiten ab und wurde durch einen Fachwerkneubau ersetzt. Der musste 1869 wegen Baufälligkeit abgebrochen werden und wurde 1874 – 1877 durch eine neogotische dreischiffige Basilika mit 40 Meter hohem Glockenturm nach dem Entwurf von August Stüler unter Leitung von Kreisbaumeister Costede aus Pillkallen ersetzt.

Nach 1945 nutzte man sie als Garage, Baumateriallager und Heuschober, seit der Instandsetzung 1991 hält dort die russisch-orthodoxe Gemeinde ihre Gottesdienste ab. Die alte Ausstattung ist verloren.

Pfarrer in Lasdehnen war ab 1926 Erich Sack (1887 – 24. 1. 1943). Er entwickelte sich in der Nazizeit zu einem Gegner des Regimes. Als er während des Konfirmandenunterrichts 1942 anmerkte, dass ein Volk untergehen werde, wenn es den Glauben verleugnet, wurde er wegen Schwächung der Widerstandskraft des deutschen Volkes festgenommen und im Konzentrationslager Dachau interniert, wo er den Tod fand.

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