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Korzeniewo - Kurzebrack

Zu Marienwerder gehört der kleine Weichselhafen in Kurzebrack. Der Ort existiert seit etwa 1400, der Hafen wurde aber erst 1840 - 1842 als Fracht- und Reparaturhafen angelegt.

In Kurzebrack stand seit 1809 der älteste Pegel am ostpreußischen Weichselufer.

Als nach dem 1. Weltkrieg der polnische Korridor gebildet wurde, verlief die Grenze nicht wie üblich in der Mitte des Grenzflusses, der Weichsel, sondern in einem Streifen von meist 50 bis 200 Metern, mitunter auch von 2 bis 3 Kilometern östlich der Weichsel.

Nach dem Willen der Siegermächte des 1. Weltkriegs sollte Deutschland in Kurzebrack einen ungehinderter Zugang zur Weichsel erhalten, wobei der dazu gehörende Hafen sich aber in polnischer Hand befand und der ungehinderte Zugang in einer 4 Meter breiten Straße bestand, die durch jetzt polnisches Gebiet führte. Damit waren Komplikationen vorprogrammiert. Aufgrund bürokratischer Hemmnisse durch Passierschein- oder Passerfordernisse sowie zeitliche Einschränkungen entwickelte sich so ein nur unregelmäßiger und geringfügiger Schiffsfrachtverkehr nach Königsberg.

An diesem beteiligt waren vor allem die 300-to-Kähne MS "Stadt Marienwerder" und MS "Stadt Marienburg". Während die ältere "Marienwerder" nach dem 2. Weltkrieg in Hamburg verschrottet wurde, setzte man die "Marienburg", vergrößert und modernisiert, noch lange im Frachtverkehr auf der Strecke Berlin - Hamburg ein.

Zu Beginn des 2. Weltkriegs war Kurzebrack einer der Aufmarschpunkte für den Angriff auf Polen.

 
 
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