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Piktupėnai - Piktupönen

Das 1574 gegründete Kirchspiel blieb noch ein Jahr mit Tilsit verbunden und hatte seit Ende des 16.Jahrhunderts einen eigenen Pfarrer. Die Tataren kamen im schwedisch-polnischen Krieg bis hierher und zerstörten die Kirche. Vom Wiederaufbau einer Fachwerkkirche wird 1656 berichtet. 1736 plante man die Errichtung einer massiven Kirche, deren Ausführung unter Verwertung älteren Mauerwerks 1744 erfolgte. Es war ein einfacher verputzter Saalbau, zunächst mit einem hölzernen Kuppelturm, der 1853 repariert werden mußte und 1906 durch einen massiven Turm ersetzt wurde, der mit einer barocken Haube (Wetterfahne : 1907) abschloß.

Der Innenraum hatte eine gewölbte Decke und an den Seitenwänden Emporen. Der Kanzelaltar war aus Teilen, die aus der ersten Häfte des 17.Jahrhunderts stammten, zusammengesetzt. Die Orgel von 1820 wurde am 12.August 1855 nach Abschluß von Renovierungsarbeiten neu geweiht. Die Kirche hatte zwei Glocken. Das Gotteshaus wurde im Krieg zerstört. Letzter Pfarrer war Heinrich Dauskardt.

Bei einem russisch-preußischen Treffen 1807 wohnten der Zar im Pfarrhaus, König Friedrich Wilhelm III. im Schulhaus und Königin Luise im Pfarrwitwenhaus.[1] Am 26. Dezember 1812 fand hier ein Gefecht zwischen den Russen und einem Yorckschen Corps statt, bei dem Major von Manstein fiel. Er wurde in Piktupönen begraben.[2] Sein Grabstein existiert noch.

Piktupönen gehörte ursprünglich zum Landkreis Tilsit, ab 1920 zum Landkreis Pogegen und danach bis 1945 zum Kreis Tilsit-Ragnit.

Details, viele Bilder und Landkarten siehe bei GenWiki http://wiki-de.genealogy.net/Piktup%C3%B6nen


[1] Heinrich A. Kurschat, Das Buch vom Memelland, 2. Aufl. 1990, S. 472
[2] GenWiki

Kirche in Piktupönen (Kurschat)
 
 
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