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Zajaczki - Haasenberg

Haasenberg liegt westlich der Kernsdorfer Höhen mitten im „Hockerland“. Aus prußischer Zeit hat die „Sassenpile“, eine Fliehburg als rechteckiger Ringwall mit einseitigem Vorwall, überlebt, die zu den bedeutendsten Befestigungswerken jener Siedlungsperiode im Osteroder Kreis gezählt wird.

Die Begründung des Gutes durch den Orden geht auf die Zeit von Luther von Braunschweig zurück. Ein Hans von der Hasendamerau, von dem sich der Name der Siedlung ableitet, erwarb hier 40 Hufen Land, die er an seinen Schwager Konrad von der Hurde weiterreichte. Diese käufliche Übergabe wurde 1335 von Hartung von Sonnenborn, Komtur von Christburg, urkundlich bestätigt. Hans von Hasenberg, der als Landmesser im Dienst des Ordens stand, erhielt statt dessen 1339 Gut Dreißighufen.

Um 1740 gab es in Haasenberg bereits eine Schule, die verwaltungsmäßig dem Amt Osterode unterstand.

Bei der Volksabstimmung nach dem 1. Weltkrieg votierten von 128 abgegebenen Stimmen in Haasenberg 4 für Polen.

Das spätklassizistische Gutshaus wurde im 19. Jh. errichtet, hat aber die Zeit des 2. Weltkriegs nicht überlebt. Das Gut gehörte bis 1945 der Familie Kramer. Es verfügte über eine große Brennerei, die noch heute im Verein mit etlichen Wirtschaftsgebäuden steht. Herr Kramer soll auf der Flucht erschossen worden sein, Frau Kramer entkam mit ihren Kindern und den Kindermädchen im privaten Auto, hatte jedoch einen Unfall, bei dem das Kindermädchen und ein neunjähriger Sohn den Tod fanden.[1]

Der Friedhof befindet sich mitten im Klonauer Wald an der Straße nach Glasnoty - Marienfelde. Durch seine ruhige Lage abseits der üblichen Verkehrswege haben dort die deutschen Gräber besonders gut überlebt. So zählt er zu den best erhaltenen Friedhöfen der Region. Maßgeblichen Anteil daran haben die Familien Reszotanska und Kramer, die ehemaligen Gutsbesitzer. Mitglieder der Familie Kramer sind auch auf diesem Friedhof zur letzten Ruhe gebettet, darunter der Landrat des Kreises Osterode, Willi Kramer.[2]

In den Jagdrevieren von Vierzighufen und Haasenberg gab es bekanntermaßen besonders viel Niederwild, vornehmlich Fasane und Karnickel. An manchen Jagdtagen zählte man Strecken von 1.000 Tieren und mehr, was sonst nur noch in Schlesien öfter vorkam.


[1] Frau Libuda aus Haasenberg, Osteroder Zeitung Mai 2012, s. 57
[2] hh, Hasenberg, Kernsdorf. Alte Friedhöfe gerettet, Osteroder Zeitung, Mai 2015, S. 110

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