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Kolodziejowy Grad – Radegrund

Den nachfolgenden Bericht und die Bilder über ein Dorf ganz nahe nordöstlich von Willenberg stellteFrau Hildegard Müller-auf der Mauern zur Verfügung

Mein Interesse an dem kleinen Ort Radegrund im ehemaligen Ostpreußen ist ein ganz persönlicher. Mein Vater ist am 15. Januar 1945 gefallen und auf dem Dorffriedhof Radegrund beigesetzt worden. Ich habe sein Grab und das seiner beiden Kameraden am Pfingstsamstag des Jahres 2004 in Radegrund gefunden. Gefunden habe ich diese 3 Gräber allerdings nur, weil ein sehr gut deutsch sprechender Taxifahrer, der zudem noch alle deutschen wie auch polnischen Namen in der näheren und weiteren Umgebung kannte und alle noch im ehemaligen Ostpreußen lebenden Deutschen (zumindest im Raum Allenstein).

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Den nachfolgenden Bericht und die Bilder über ein Dorf ganz nahe nordöstlich von Willenberg stellte Frau Hildegard Müller-auf der Mauern zur Verfügung

Mein Interesse an dem kleinen Ort Radegrund im ehemaligen Ostpreußen ist ein ganz persönlicher. Mein Vater ist am 15. Januar 1945 gefallen und auf dem Dorffriedhof Radegrund beigesetzt worden. Ich habe sein Grab und das seiner beiden Kameraden am Pfingstsamstag des Jahres 2004 in Radegrund gefunden. Gefunden habe ich diese 3 Gräber allerdings nur, weil ein sehr gut deutsch sprechender Taxifahrer, der zudem noch alle deutschen wie auch polnischen Namen in der näheren und weiteren Umgebung kannte und alle noch im ehemaligen Ostpreußen lebenden Deutschen (zumindest im Raum Allenstein).

Der Ort Radegrund liegt in der Nähe von Willenberg und besteht aus einer kleinen Straße an der rechts und links etwa 4 Häuser (zumeist in Blockbohlenbauweise) stehen, 1 neues Haus, 1 altes Backsteingebäude, das aussieht, wie eine ehemalige Schule und dann ist das Dorf zu Ende.

Der Friedhof ist 1 km vom Dorf entfernt, aber auch diesen ehemaligen Friedhof findet man nicht alleine, weil er von Wald überwuchert ist. Ein Mädchen aus dem Dorf zeigte dem Taxifahrer und mir den Friedhof, auf dem wir keine Soldatengräber fanden. Durch das hartnäckige Nachfragen des Taxifahrers erzählte das Mädchen, dass es auf der anderen Straßenseite noch einen Friedhof gegeben habe, erzählten die Leute. Aber wir fanden diesen Friedhof nicht. Der Taxifahrer fragte nach alten Menschen, die evtl. etwas darüber wüssten und so brachte uns das Mädchen zu einem in der Nähe des Friedhof liegenden Gehöft und dort sprach der Taxifahrer mit einem alten Mann, der 1952 als Junge ins Dorf Radegrund gekommen war, in dem damals noch Deutsche wohnten.

Er sagte, er wüsste genau, wo diese 3 Soldatengräber wären, denn die Grabhügel seinen 1952 ca. 60 - 70 cm hoch gewesen und auch heute könne man sie noch sehr gut erkennen. Zielsicher führte er uns zu den 3 Grabhügeln, die auf dem ehemaligen kath. Friedhof sind, wo damals erst 2 Begräbnisse gewesen seien, der ev. Friedhof sei aber ziemlich voll gewesen.

Schon vor meiner Reise ins ehemalige Ostpreußen hatte ich mir über das Deutsche Geographische Institut Berlin alte Karten von Ostpreußen besorgt, auf denen ich das Dorf Radegrund fand und durch Zufall fand ich auch den polnischen Namen von Radegrund. Ich weiß auch die Adresse der Heimatstube des Kreises Ortelsburg, zu dem Radegrund gehört, in Herne. Aber ich versuche immer noch, evtl. mehr von diesem Ort zu erfahren. Übrigens haben wir auf dem Hof dieses alten Mannes 3 Holzkreuze gezimmert, die jetzt auf den 3 Soldatengräbern stehen, die der Volksbund Deutscher Kriegsgräberfürsorge öffnen will, um die sterblichen Überreste auf den Sammelfriedhof in Lyck (120 km weiter östlich) zu bringen, was mir nicht recht ist, denn in Radegrund ruhen diese 3 Menschen seit 61 Jahren friedlich und der alte Mann hat wohl die Gräber immer von Unterholz frei gehalten, denn sie waren nicht überwuchert. Warum will man die Totenruhe stören?

 
 
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