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Nerwiki - Nerfken

Gut Nerfken wurde am 3. Juli 1339 unter Hochmeister Dietrich von Altenburg durch Verschreibung von 29 Hufen im Felde Perpelx an Nerweike gegründet, von dem sich auch der Name des Ortes ableitet.

Letzter deutscher Eigentümer war H. von Heyden, dessen Familie seit 1728 in Nerfken ansässig war. Zu dieser Familie gehörte der hier geborene Friedrich August v. Heyden (3. 9. 1789 – 5. 11. 1851), Oberregierungsrat in Breslau, der sich als Schriftsteller und Verfasser von Gedichten einen Namen machte (Dramatische Gedichte, Dramatische Novellen, Verstragödie, Trauerspiele, Schauspiele).

Während seine Theaterstücke das Publikum nicht überzeugten, hatte er einen gewissen Erfolg mit den Romanen „Die Intriganten“ (Leipzig 1840, 2 Bde.) und „Randzeichnungen“ (Leipzig 1841, 2 Bde.). Zu seinem auch heute noch mitunter in Bibliotheken geführten Werk gehören die romantische Liebesgeschichte „Das Wort der Frau“, das in der Stauferzeit spielt, und „Die Königsbraut“ (1851).

Ein anderes Familienmitglied, Karl Julius v. Heyden (24. 3. 1796 – 27. 9. 1857) erwarb sich Meriten als Landrat von Pr. Eylau ab 1840. In seiner Zeit wurde vor allem der Straßenbau nachdrücklich gefördert. Er war verheiratet mit Sophie Karoline Buff, einer Nichte von Charlotte Buff, die Goethe für Werthers Lotte als Vorbild gedient hatte.

Das Gut, zu dem auch eine Wassermühle gehörte, war 394 ha groß. Der betriebliche Schwerpunkt lag in der Viehzucht und in der Zucht von Warmblutpferden. Sogar ein kleiner Reitstall wurde zwischen den beiden Weltkriegen unterhalten. Das spätklassizistische Gutshaus mit 11 Fensterachsen und einfachem Walmdach, das von einem Turm flankiert wird, entstand in der jetzigen Form nach einem Umbau 1864 im Stil des Spätklassizismus und befindet sich heute im Besitz der AWRSP (Stand 2001). Bei Renovierungsarbeiten nach dem 2. Weltkrieg ging der äußerliche Schmuck des Gutshauses weitgehend verloren.

Nerfken wurde am 1. 2. 1945 von der Roten Armee besetzt.

 
 
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