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Umgebung von Kraupischken: Volocaevo - Raudonatschen; Gut Breitenstein

Unweit von Kraupischken befand sich das Gut Raudonatschen/Kattenhof, russisch Volocaevo. Dieses Gut gehörte seit etwa 1700 der Familie von Katte. Der General Hans Heinrich von Katte (1681–1741), geboren in Angerburg, Vater des unglücklichen Hans-Hermann von Katte, der als Freund und Fluchthelfer des Kronprinzen Friedrich, später Friedrich II., in Küstrin vor den Augen seines Freundes hingerichtet wurde, war Gutsbesitzer in Raudonatschen.

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Unweit von Kraupischken befand sich das Gut Raudonatschen/Kattenhof, russisch Volocaevo. Dieses Gut gehörte seit etwa 1700 der Familie von Katte. Der General Hans Heinrich von Katte (1681–1741), geboren in Angerburg, Vater des unglücklichen Hans-Hermann von Katte, der als Freund und Fluchthelfer des Kronprinzen Friedrich, später Friedrich II., in Küstrin vor den Augen seines Freundes hingerichtet wurde, war Gutsbesitzer in Raudonatschen. Nach Erhalt der Nachricht von der Hinrichtung seines Sohnes wollte der General sich das Leben nehmen. Sein Kammerdiener Kleksin bewahrte ihn davor. Zum Dank machte von Katte den treuen Bediensteten zum Lehrer der Ortsschule, die er mit großem Landbesitz ausstattete. Das 1844 erbaute Herrenhaus im anglisierenden Stil und der Park mit seltenen Bäumen und Sträuchern waren sehenswert. Nichts davon ist erhalten geblieben, auch das Dorf gibt es nicht mehr.

Das Gut Breitenstein unweit von Kraupischken ließ sich erstmalig für 1551 urkundlich belegen. Seinen Namen erhielt es von einem großen Stein, einem Findling von etwa 3 mal 5 Metern, von dem nur das obere Ende wie ein Tisch aus dem Erdreich herausragte. Hier sollen Hochmeister und Herzöge ihre Jagdtafel abgehalten haben, wenn sie in der hiesigen Gegend den Auerochsen, Elchen, Bären und Wölfen nachstellten und 1352 wurde der Stein erwähnt, als Hochmeister Winrich von Kniprode und Bischof Jakob von Samland das Land Nadrauen aufteilten. Bezeugt ist, dass Herzog Albrecht, der hier einem Asmus Baumgart 1550 einen Hof und 1562 die Kruggerechtigkeit übertrug, am Stein Rast und offene Tafel abgehalten hat.

Ab 1787 gehörte das Gut Breitenstein dem Christian Friedrich Schimmelpfennig von der Oye, Kammerpräsident der ostpreußischen Stände in der Zeit, in der General Yorck am 8. 2. 1813 zur Erhebung gegen Napoleon aufrief. Ihm folgte im Besitz 1820 sein Sohn Friedrich Christian Benjamin Schimmelpfennig von der Oye. Damals maß das Gut einschließlich der Nebengüter Graudszen, Juckstein und Friedrichswalde 1.190 ha. Die Gutsverwaltung lag zuletzt in der Hand von Matthias Hofer.

Einst Gutshaus Raudonatschen
Da stand das Gutshaus (1994)
„Breiter Stein“ Kraupischken 2011
Gutshaus Breitenstein
 
 
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