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Jarzen - Arnstein

Arnstein wurde 1320/21 gegründet, aber erst 1407 erstmals urkundlich erwähnt. Im Hungerkrieg 1414 erlitt die Ansiedlung größere Schäden durch polnische Soldaten, die aber in der Folge behoben werden konnten. 1437 wurde sogar von einer Wassermühle berichtet, die dann bis 1879 zum Gut Arnstein gehörte.

1471 wurde Arnstein an Wenzel von Rosenhayn verpfändet und 1546 übernahm Hans I. von Rautter, Vogt von Fischhausen, den Besitz. Als gegen Ende des 18. Jhs. große Schulden dem Wirtschaftsbetrieb belasteten, ging Gut Arnstein an die verwandtschaftlich verbundene Familie Troschke über und Andreas Ernst von Troschke (1677 – 1734) verkaufte das Gut für 57.000 Gulden an den Schwiegersohn Johann Georg von der Groeben(1709 – 1777), Sohne des Gründers der preußischen Afrika-Kolonie, der Gertrud von Troschke (1706 – 1776) geheiratet hatte. Von diesem erwarb es 1743 Curt Heinrich II. von der Groeben (1683 – 1746) aus der Märkischen Linie der Familie, zusätzlich zum Gut Tiefensee. Zum Ende des 18. Jhs. entstand vermutlich das 13achsige Gutshaus mit Mansarddach, das unter Theodor von der Groeben (1805 – 1863), der auch den Landschaftspark anlegen ließ, umgestaltet wurde. Louis von der Groeben verkaufte das Gut 1903 für 880.000 Mark, das nach mehreren Besitzwechseln 1918 von Paul Gerhard Goertz (1887 – 1945) aus Westpreußen erworben wurde (zu Paul Gerhard Goertz siehe auch Langenau im Kreis Rosenberg, Eichmedien im Kreis Sensburg und Powarben im Kreis Königsberg Land).

Nachdem der Landwirt Goertz das Gut 1934 der Ostpreußischen Siedlungsgesellschaft übergab, erwarb Max Pelikan das Gutshaus und vermietete es an den Staat. Der richtete hier 1936/37 ein Landjahrlager für jeweils 100 Berliner Jungen ein und ca. 1941 übernahm der Reichsarbeitsdienst das Gebäude für ein Maiden-Arbeitsdienstlager. Zum Kriegsende hin war es Notlazarett bzw. Hauptverbandsplatz und wurde wohl noch von deutschen Soldaten vor ihrem Rückzug gesprengt oder angezündet. Von der Gutsbrennerei blieben einige Mauerreste und aus dem Landschaftspark wurde ein Wäldchen.

Umfassende Darstellung bei Wulf D. Wagner, Die Güter des Kreises Heiligenbeil in Ostpreußen, S. 57 f.

 
 
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