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Tagebuch von Erich Klepke 1945/46

Ein bewegendes Zeitdokument, das die Lebensumstände auf der Flucht und nach der Ankunft im Westen beleuchtet, ist das Tagebuch von Erich Klepke, das sein Sohn Günter Klepke freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat:

Am 23. Januar 1945 musste die Familie aus Elbing fliehen. Von diesem Datum an bis zum 17. März 1946 hat mein Vater Tagebuch geführt. Die Eintragungen sind schwer leserlich.

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Ein bewegendes Zeitdokument, das die Lebensumstände auf der Flucht und nach der Ankunft im Westen beleuchtet, ist das Tagebuch von Erich Klepke, das sein Sohn Günter Klepke freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat:

Am 23. Januar 1945 musste die Familie aus Elbing fliehen. Von diesem Datum an bis zum 17. März 1946 hat mein Vater Tagebuch geführt. Die Eintragungen sind schwer leserlich.

Tagebuch Vater 1945/46
23. Januar 1945
Trennung von Frau und Kindern
Gesamte Einrichtung der Wohnung bleiben liegen
Einzug der Russen in meine Vaterstadt Elbing
Ich selbst fuhr am 24. Januar aus Elbing
2 ter Februar 1945
Musterung auf der Personal-Musterungstelle (?) Gotenhafen
Dienst gemacht bis zum 17.2.
19 ter Februar
Einberufung zur Wehrmacht in Danzig-Langfuhr
1 ter März 1945
Verlegung der Einheit nach Neustadt Westpr.
11 ter März 1945
Feuertaufe in Neustadt
13 ter März
Abzug nach Gotenhafen –
Hexenkessel.
18 ter März
Verlegung der Einheit nach der Halbinsel Hela.
Dabei starke Flugangriffe.
Neuaufstellung der Einheit.
1 ter April Ostersonntag
Verladung der Einheit mit Schiff nach Danzig.
Dabei Schiffbruch erlitten.
Dann am 2 ten April Übersetzung nach Danzig-Niederung (?).
3 ter April
Stellung bezogen.
Starke Angriffe der Russen – aber abgeschlagen – dabei starke Verluste.
14 ter April
Einheit aus dem Kampf gezogen – Neuaufstellung.
16 ter April
Neue Einheit in Stellung gegangen.
19 ter April
Schlechtes Wetter
Abends 22:30 schwer verwundet
Abtransport auf dem H.V.P. (Hauptverbandsplatz)
20 ter April
Einschiffung nach Dänemark
26 ten April
Ankunft in Kopenhagen
27 ter April
Einliefung in Feldlazarett Jyderupp. (?)
Darin schwere Tage durchgemacht.
4 ten August
wegen Auflösung des Lazaretts – Verlegung nach …..(unleserliche Ortsangabe)
22 ter August
Verladung mit Lazarett nach Deutschland
24 ter August
Einlieferung ins Ortslazarett Boostedt.
Gesucht Frau und Kinder, aber ohne Erfolg.
10 ter Oktober
Verlegung nach M…………… (unleserliche Ortsangabe)
16 ter Oktober
Verlegung nach ………………….(unleserliche Ortsangabe)
3 ter Dezember
Aufenthalt von Frau und Kindern erfahren
Von jetzt ab ………. Schrift…………… mit allen Verwandten.
12 ter Dezember
Die fünfte Operation im halben Jahr
…………… noch nicht …….Frau und Kindern.
31 ter Dezember
Wunden heilen gut.
………………………………. (unleserliche Zeile)
7 ter Januar 1946
Wunden heilen sehr gut
………………………………………. (unleserliche Zeile)
17 Januar ……………………………………… (unleserliche Zeile)
22 Januar Entlassungspapiere bekommen
24 Januar nach Ohrel zur Familie gefahren.
Am 25 ter Januar angekommen.
Am 17 ten März an der Reichsbahn angefangen.

Eltern des Tagebuchautors (Günter Klepke)
Eltern und Hof des Tagebuchautors(Günter Klepke)
 
 
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