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Die Langenfelder in der Bundesrepublik

Die Vorsitzende der Landsmannschaft Ostpreußen in Iserlohn und guter Geist der Langenfelder, Lilli Janßen, die auch die Heimatstube ins Leben gerufen hat und diese betreut, engagiert sich für ihre Heimat, organisiert Reisen dorthin und ist immer für ihre Langenfelder Landsleute da. Lilli Janßens Mutter stammt von Salzburgern ab, die 1732 aus ihrer österreichischen Heimat vertrieben wurden. Deshalb war es der größte Wunsch von Lilli Janßen, ihre Goldene Hochzeit am 26. Juli 2009 in der Salzburger Kirche in Gumbinnen feiern zu können. Dazu schrieb sie den nachfolgenden Bericht über die Feier und die Geschichte ihrer Salzburger Vorfahren:

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Die Vorsitzende der Landsmannschaft Ostpreußen in Iserlohn und guter Geist der Langenfelder, Lilli Janßen, die auch die Heimatstube ins Leben gerufen hat und diese betreut, engagiert sich für ihre Heimat, organisiert Reisen dorthin und ist immer für ihre Langenfelder Landsleute da. Lilli Janßens Mutter stammt von Salzburgern ab, die 1732 aus ihrer österreichischen Heimat vertrieben wurden. Deshalb war es der größte Wunsch von Lilli Janßen, ihre Goldene Hochzeit am 26. Juli 2009 in der Salzburger Kirche in Gumbinnen feiern zu können. Dazu schrieb sie den nachfolgenden Bericht über die Feier und die Geschichte ihrer Salzburger Vorfahren:

„Ein lang gehegter Wunsch ging in Erfüllung:

Mein Mann, Gernot Alfred Janßen, geb. am 17. Okt. 1928 in Oldenburg i. O. und ich, Lilli Janßen, geb. Schart, geb. am 29. März 1935 in Kl. Darguschen/Grenzheide, Kr. Pillkallen/Schloßberg (sei 1937 wohnhaft gewesen in Gr. Wersmeningken/Langenfelde, Kr. Pillkallen/Schloßberg), wohnhaft in Friedrich-Ebertstr. 30, 58642 Iserlohn-Letmathe, feierten am Sonntag, dem 26. Juli 2009 in der evgl.-luth. Salzburger Kirche in Gumbinnen/Gusev, Kaliningrader Oblast, im Beisein von Freunden (Langenfelder Dorfgemeinschaft), die an der Busreise nach Ostpreußen vom 19. Juli bis 29. Juli 2009 teilgenommen haben, unsere Goldene Hochzeit.

Der Gottesdienst, den das Pfarrerehepaar Tatjana Petrenko und Dietrich Brauer in der voll besetzten Salzburger Kirche zelebrierte, war feierlich und beeindruckend und so manches Auge wurde feucht, als der Kirchenchor gefühlvoll das „Ave Maria“ anstimmte.

Nach dem Gottesdienst wurden die Gemeindemitglieder zu einem Imbiss, den der Direktor Alexander Michel vom Diakonie-Zentrum „Haus Salzburg“ mit seinen Helferinnen organisiert und zusammengestellt hatte, in das Gemeindezentrum eingeladen und es wurde in fröhlicher Runde gegessen, Champagner getrunken, erzählt, gesungen und viel gelacht.

Für uns war es ein erhebendes Gefühl, diesen Tag an diesem Ort verleben zu dürfen. Es war ein Ereignis, das in unserem Herzen unvergessen bleiben wird.

Der Grund, weshalb wir uns für die Besiegelung unseres 50jährigen Ehejubiläums in der Salzburger Kirche entschieden haben, hat einen historischen Ursprung:

Meine Vorfahren mütterlicherseits, Sebastian Sinnhuber und seine Ehefrau Ursula Lechner, mussten mit ihren Kindern aus Glaubensgründen im Jahre 1732 ihre Heimat im Salzburger Land „Gut Oberlemmersperg/ Ascherlechen in Mühlbach am Hochkönig; Bischofshofener Land“ verlassen. Sie fanden in Ostpreußen eine neue Heimat.

Ansiedlung der Familie Sebastian Sinnhuber (geb. 20. Jan. 1669 in St. Johann) und seiner Ehefrau Ursula Lechner mit ihren sieben Kindern im Jahre 1732 in Ostpreußen:

Simon Sinnhuber – 17 Jahre Wiswainen, Kirchspiel Kraupischken
Hans Sinnhuber – 13 Jahr – Blendienen, Kirchspiel Lengwethen
Christian Sinnhuber – 11 Jahre – Blendienen, Kirchspiel Lengwethen
Thomas Sinnhuber – 6 Jahre – Schernen, Kirchspiel Lengwethen,
Kallweningken, Kirchspiel Popelken,
Pillkallen ab 1752
Paul Sinnhuber – 4 Jahre – Kallweningken, Kirchspiel Popelken
Maria Sinnhuber – 15 Jahre – Seckenburg, Kr. Lappienen
Christina Sinnhuber – 10 Jahre – Seckenburg, Kr. Lappienen

Mein direkter Vorfahr aus dem Salzburger Land, Thomas Sinnhuber (1732 war er sechs Jahre alt), siedelte sich 1752 in Eggleningken im Kreis Pillkallen an. Er hatte eine Brennerei und Landwirtschaft. Für seinen Sohn Friedrich erwarb er im Jahre 1780 in Klein Rudminnen (später Kl. Ruden) im Kreis Pillkallen/Schloßberg einen Bauernhof von 200 Morgen Land.

Der Bauernhof in Klein Ruden, bis 1944 im Besitz meiner Großeltern Minna und Adolf Sinnhuber (Eltern meiner Mutter Betty Schart, geb. Sinnhuber), war seit 1780 im Familienbesitz.

Die erneute Vertreibung (1944), diesmal aus Ostpreußen, erfolgte dann nach 212 Jahren.

Im Krieg wurde der Bauernhof nicht zerstört. Er war voll intakt. Erst im Jahre 1967 wurde er dem Erdboden gleich gemacht.“

Folgendes wäre noch nachzutragen: das heutige Jubelpaar lernte sich auf dem Bahnhof von Hagen kennen. Gernot A. Janßen, gebürtiger Ostfriese, war damals Lokführer bei der Bundesbahn und Lily Schart war Justizangestellte beim Amtsgericht des Kreises Herford. Geheiratet haben sie in Rödinghausen bei Herford. Danach wechselte Lilli an das Amtsgericht Hohenlimburg. Aus der Ehe gingen die Kinder Heike (geb. 1960) und Uwe (geb. 1961) hervor und Lilli arbeitete seitdem in einer Hagener Apotheke bis 1995. Enkelkinder gibt es auch. Seit 1997 ist Lilli Janßen Vorsitzende der Landsmannschaft Ostpreußen in Iserlohn.

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