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Angerburg: Prominenz

Georg Andreas Helwing (1666 - 1748)

Hans Heinrich v. Katte (1681 - 1741)

Heinrich von Oepen (16. 6. 1921 – 7. 11. 1988)

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Georg Andreas Helwing (1666 - 1748) wurde als Sohn des Angerburger Pfarrers Andreas Helwing in Angerburg geboren. Er studierte in Königsberg Theologie und Philosophie, bildete sich weiter in Wittenberg, Leipzig und Jena in den Fächern Astronomie, Mathematik, Literatur, Geschichte und Botanik, reiste nach Holland und Italien, wo er in Venedig italienisch lernte, und nahm schließlich 1691 die kirchliche Laufbahn in Angerburg auf. Dabei machte er Karriere als erster Probst zu Angerburg mit der Zuständigkeit für die Hauptämter Angerburg und Lötzen. Propst war die protestantische Bezeichnung für den früheren Erzpriester. Helwing trat aber auch als anerkannter Wissenschaftler in Erscheinung, denn als eifriger Herbariensammler und Botaniker erwarb er sich den Ruf als einer der bedeutendsten Gelehrten seiner Zeit und wurde deshalb 1709 zum Mitglied der noch jungen, 1711 erst offiziell eröffneten Preußischen Akademie der Wissenschaften berufen. Selbst die Polen ehrten Helwing, indem sie nach dem Krieg eine Gedenktafel - in polnischer Sprache - an dem ehemaligen Ehrenmal für die im 1. Weltkrieg gefallenen Seminaristen in Angerburg anbrachten.

General, später Generalfeldmarschall Hans Heinrich v. Katte (geb. 1681 in Wust, gest. 1741 in Reckahn) , Vater des durch seine öffentliche Hinrichtung 1730 in Küstrin bekannten Freundes von Kronprinz Friedrich, Hans-Hermann von Katte, stand von 1718 - 1740 mit seinen Kürassieren in Angerburg in Garnison. Er mus ein despotischer, gefürchteter Mensch gewesen sein, aber er sorgte nachhaltig für das Wohlergehen und die Fortentwicklung der Stadt. So ließ er den Neuen Markt anlegen, per Befehl 1733 das Stroh der Dächer durch weniger feuergefährliche Ziegel ersetzen, verbannte die Scheunen vor die Stadttore, ließ Wege pflastern und Laternen als Straßenbeleuchtung aufstellen, ließ einen Kanal, den schon lange wieder vertorften Mühlengraben, neu anlegen und 1740 eine Wasserleitung legen, die bis fast 1900 die Stadt mit Wasser versorgte.

In Angerburg geboren wurde Heinrich von Oepen (16. 6. 1921 – 7. 11. 1988), Flotillenarzt und engagierter Jäger, als Sohn des dort tätigen Facharztes für Chirurgie und Orthopädie. Noch während des Krieges begann er ein Medizinstudium und war später promovierter Sanitätsoffizier bei der Bundesmarine. Über seine Jagderlebnisse nach dem Krieg u. a. in der Neidenburger und in der Rominter Heide schrieb er das Buch „Jagen in Rominten“, erschienen 1982 im Verlag Paul Parey.

Heinrich von Oepen Buchcover
 
 
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