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Kultur im ländlichen Ostpreußen. Menschen, Geschichte und Güter im Kreis Gerdauen

von Wulf D. Wagner, zwei Bände
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von Wulf D. Wagner, Husum Verlag 2008/2009 in Husum, ISBN 13: 978-3-89876-356-1, je 39,95 €
Herausgeber: Heimatkreisgemeinschaft Gerdauen e. V.
Bestellung über: Hans Eckart Meyer, Oberstrasse 28 a, 24977 Langballigholz, Tel.: 04636 8408

Nicht allein mit den Gütern im Kreis Gerdauen beschäftigt sich dieser Band. Wulf Wagner hat in seiner Chronik über den Kreis vielmehr großen Wert auf die Menschen und ihre Geschichten gelegt. Mit dem ersten Teil des Buches über die geschichtliche Entwicklung liegt somit die zurzeit genaueste, umfangreichste und auch anschaulichste Darstellung des Kreises Gerdauen vor. Vom Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert konnten dabei die Besitzerfolgen vieler Güter lückenlos rekonstruiert werden. Bei den Recherchen traten auch zahlreiche kulturgeschichtlich interessante und spannende Geschichten zutage. Besonders für das 20. Jahrhundert hat Wagner – neben der Nutzung archivarische Angaben – eng mit den Menschen des Landkreises Gerdauen zusammengearbeitet. Eine Vielzahl privater Bilder, Erinnerungen und Geschichten aus ihrem Besitz macht das Buch lebendig und facettenreich zugleich. Ein wichtiges Stück Geschichte wurde so vor dem Vergessen bewahrt.

Dr. Wulf Dietrich Wagner aus Berlin, Jahrgang 1969, Experte für Architekturgeschichte, hat sich jahrelang ausführlich mit Ostpreußen beschäftigt und bereits Bücher über ostpreußisches Bauen und die Güter des Kreises Heiligenbeil in Ostpreußen geschrieben.

(Verlagstext)

"Titanenwerk" sollte man es denn nennen, wenn jemand wie Wulf D. Wagner
ohne institutionelle Unterstützung, als privatgelehrter Einzelkämpfer
binnen eines Jahres fast 1.400 Seiten zum Druck befördert
über die "Kultur im ländlichen Ostpreußen" -- exemplarisch dargestellt
in seinem zweiten Band zur Geschichte, den Gütern und den Menschen des
Kreises Gerdauen (Husum Druck- und Verlagsgesellschaft,
Husum 2009, Seiten 717 bis 1382, Abbildungen, 39,95 Euro).
Wie schon zum ersten Band bemerkt (JF 6/09) läßt Wagner die herkömmliche
Regionalgeschichte, die für Ostpreußen nach 1945 in den
Heimatkreis-Büchern der 1960er bis 1980er Jahre versammelt ist, weit
hinter sich. Das gilt zum einen für die Abundanz und Gründlichkeit der
Quellenauswertung.
Hier setzt Wagner schlicht neue Maßstäbe. Das gilt zum andern methodisch
für die Verklammerung von Architektur-, Agrar-, Sozial- und
Kulturgeschichte, die landeshistorisch einen bislang unerreichten
Standard für die Zukunft vorgibt. Und schließlich ist auch die
einzigartige Dichte der Baupläne und Abbildungen zu rühmen.
Um hier nur eins herauszugreifen: die Farbdias, die der junge Joachim
Horn um 1940 von seinem Elternhaus, dem Gut Korellen, gemacht hat.
Hineingezogen ins Interieur des Eßzimmers, hingestellt auf die
blanken Dielen des Wohnzimmers findet der Betrachter wie von Zauberhand
die verlorene Zeit wieder.
Eine Frage bleibt: Wird Wagners Kraft für die großen und lohnenden
Güterkreise Fischhausen, Rastenburg
oder Rosenberg reichen?

(JUNGE FREIHEIT, Nr. 43/09 . 16. Oktober 2009)

 
 
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