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Pielgrzymowo - Pilgramsdorf

Nördlich von Saberau liegt das kleine Dorf Pilgramsdorf. In seinem Waldstück fand Gustav Pasternak, als er Steine abbaute, zufälligerweise ein sog. gotisches Fürstengrab. Es gehörte zu einem Vorkommen von drei Hügelgräbern aus der älteren und jüngeren römischen Kaiserzeit, die Ende der 1930er/Anfang der 1940er Jahre untersucht, aber nur rudimentär publiziert wurden. Dabei stellte man fest, dass bis in die jüngere vorrömische Eisenzeit in diesem Wäldchen ein Gräberfeld bestanden hat. Der Grabungsbefund hat sich erhalten und befindet sich heute im Prussia-Archiv des Museums für Vor- und Frühgeschichte in Berlin-Charlottenburg. Eines der Hügelgräber ist sehr aufwändig aufgebaut, was in Verbindung mit den Grabbeigaben auf einen hohen sozialen Rang des Verstorbenen mit weitläufigen Beziehungen hindeutet. So fanden sich ein goldener Kolbenarmring, reichverzierter Gürtelzubehör, eine Glasschale, ein hölzernes Trinkservice und ein Spielbrett. Der umfangreiche Inhalt der Grabkammern ist leider verschollen. Die Bearbeitung des Fundplatzes war Teil einer Magisterarbeit, die 2003 abgeschlossen wurde.[1]

Literatur:

Nina Lau: Pilgramsdorf / Pielgrzymowo. Ein Fundplatz der römischen Kaiserzeit in Nordmasowien. Eine Studie zu Archivalien, Grabsitten und Fundbestand, Wachholtz Verlag, ISBN: 9783529013713


[1] Dr. Nina Lau, Kammergrab und Gräberfeld von Pilgramsdorf/Pielgrzymowo - siehe auch hier

Wohnhaus Templin-Pasternak (Susanne Steinert)
Fürstengrab-Detail (Neidenburger Heimatbrief)
Nina Lau:L Pilgramsdorf/Pielgrzymowo
 
 
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