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Kirche in Leunenburg

Die einst evangelische Kirche in Leunenburg ist heute die katholische Christus-König-Kirche. Sie entstand nach den Zerstörungen durch die Litauer ab etwa 1350 auf einem Platz, auf dem schon ein Vorgängerbau von 1326/1328 zur Zeit des Hochmeisters Werner von Orseln gestanden haben soll. Diese gehörte damals zu den ersten Steinkirchen der Ordenszeit.

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Die einst evangelische Kirche in Leunenburg ist heute die katholische Christus-König-Kirche. Sie entstand nach den Zerstörungen durch die Litauer ab etwa 1350 auf einem Platz, auf dem schon ein Vorgängerbau von 1326/1328 zur Zeit des Hochmeisters Werner von Orseln gestanden haben soll. Diese gehörte damals zu den ersten Steinkirchen der Ordenszeit.

Der Turm, gebaut um 1400, wurde zweimal aufgestockt, bis er seine Höhe von 32 m erreicht hatte. Umbauten erfolgten 1591 nach einem Brand im Turm und 1842, wo er neogotische Staffelgiebel erhielt.

Um die Wende vom 14. Zum 15. Jh. entstand der achteckige Chor. Die Sakristei im Nordosten des Chors mit Tonnengewölbe und Staffelgiebel fügte man um 1400 an.

Ebenfalls um 1400 kam im Süden des Kirchenschiffs die Vorhalle hinzu mit spitzbogigem Eingang und Staffelgiebel, im Innern überwölbt von einem achtteiligen Sterngewölbe.

Die Grabkapelle der Familie zu Eulenburg daneben kam erst Anfang des 17. Jhs. hinzu, Inschriftenplatte von 1785, Giebel von 1887.

Unter der Ägide von Pfarrer Simon Gemmel wurde die Kirche 1839 - 1842 gründlich renoviert.

Die Ausstattung veränderte man schon in den 1820er Jahren teilweise im klassizistischen Sinne.

• Der Kanzelaltar ist eine Werk des Bildhauers Karl Ludwig Biereichel aus Rößel von 1824 im Empire-Stil, ebenso wie das Gestühl in Chor und Langhaus sowie Türen.

• Die Empore mit dem Wappen der Eulenburgs entstammt dem 17. Jh.

• Ebenfalls aus aus dem 17. Jh. existierte ein Stuhl im Chor mit toskanischen Säulchen und nachgemachtem Eisenbeschlag.

• Der Taufstein aus Marmor von 1580 stand bis 1828 in der dann abgebrochenen Altstädtischen Kirche in Königsberg.

• Es gab eine silberne Taufschale von 1695.

• Die Orgel schuf 1745 Adam Gottlob Casparini aus Königsberg. Ihr Prospekt zeigte rechts das Eulenburgsche, links das v. Tettausche Wappen.

• Es gab zwei Kronleuchter aus Messing mit je 8 Flammen aus dem 17. Jh., an denen ein Pelikan dargestellt war, der sich die Brust aufreißt, um mit seinem eigenen Blut die Jungen zu retten.

• Ältester datierter Ausstattungsgegenstand ist oder war eine Kirchenglocke mit der Jahreszahl 1593.

Neben der Kirche steht das Kantorhaus mit Walmdach und Schleppluke, entstanden um 1815.

Kirche in Leunenburg 2013 (Frederik Blattgerste)
Kirche in Leunenburg 2013 (Frederik Blattgerste)
Kirche in Leunenburg 2013 (Frederik Blattgerste)
Sakristei 2013 (Frederik Blattgerste)
Erinnerungstafel 2013 (Frederik Blattgerste)
Grabplatte an der Sakristei 2013 (Frederik Blattgerste)
Kirchenschiff innen, Leunenburg 2013 (Frederik Blattgerste)
Orgelempore der Kirche 2013 (Frederik Blattgerste)
 
 
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