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Tatarenüberfall 1656 und Flucht Christoph Hartknochs

Vom Tatarenüberfall auf die Stadt Passenheim sind besondere Gräuelgeschichten überliefert. Die mit dem polnischen Heer als Hilfstruppe während des 2. schwedisch-polnischen Krieges (1655 - 1660) nach Ostpreußen eingedrungenen Tataren belagerten die Stadt im Winter 1656 unter der Führung des polnischen Generals und Hetmans Vincenty Gonsiewski zunächst erfolglos. Aus irgendeinem Beweggrund, vielleicht aus Geldgier, soll ein Bauer aus dem nahen Dorf Groß Rauschken (Rusek Wlk.) den feindlichen Soldaten eine kleine Pforte in der Stadtmauer am See gezeigt haben, durch die sie nachts unbemerkt in die Stadt eindringen konnten. Es wird berichtet, dass die Tataren brandschatzten, mordeten, vergewaltigten, plünderten und auch sonst wüteten und die Menschen quälten.

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Vom Tatarenüberfall auf die Stadt Passenheim sind besondere Gräuelgeschichten überliefert. Die mit dem polnischen Heer als Hilfstruppe während des 2. schwedisch-polnischen Krieges (1655 - 1660) nach Ostpreußen eingedrungenen Tataren belagerten die Stadt im Winter 1656 unter der Führung des polnischen Generals und Hetmans Vincenty Gonsiewski zunächst erfolglos. Aus irgendeinem Beweggrund, vielleicht aus Geldgier, soll ein Bauer aus dem nahen Dorf Groß Rauschken (Rusek Wlk.) den feindlichen Soldaten eine kleine Pforte in der Stadtmauer am See gezeigt haben, durch die sie nachts unbemerkt in die Stadt eindringen konnten. Es wird berichtet, dass die Tataren brandschatzten, mordeten, vergewaltigten, plünderten und auch sonst wüteten und die Menschen quälten.

Einer der wenigen, die dem Gemetzel über das dünne Eis des Kalbensees entkommen konnten, war der 12jährige Christoph Hartknoch (geb. 1644 in Jerutten, gest. 1687 in Thorn), während sein Vater vor dem Altar der Kirche erschlagen wurde. Der Schulmeister soll dem Jungen geholfen haben, sich aus einem Fenster des Schulhauses an der Stadtmauer abzuseilen, damit er das Weite suchen konnte. Später war Christoph Hartknoch Magister in Königsberg und Professor am Gymnasium von Thorn.

Einen gewissen Bekanntheitsgrad und für einige den Nimbus, Vater der ostpreußischen Geschichte zu sein, erlangte Christoph Hartknoch durch die von ihm verfassten Geschichtswerke „Alt- und Neues Preussen Oder Preussischer Historien Zwey Theile“(1684) , das viele zeitgenössische Kupferstiche von Städten, angefertigt von Joh. Jac. Vogel und Pietsch, enthält, die „Preußische Kirchenhistoria“ von 1686 und „Petri de Dusberg Chronicon Prussiae“ 1679.

Seine Grabplatte, die sich ursprünglich in der Kirche von Passenheim befunden hatte, wurde noch vor dem 2. Weltkrieg nach Königsberg ins Prussia-Museum verlegt und ist wohl untergegangen

 
 
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