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Evangelische Pfarrkirche und weitere Gebäude

Die schöne Pfarrkirche von Passenheim steht immer noch der evangelischen Gemeinde zur Verfügung.

Der Grundstein für das Gotteshaus wurde möglicherweise schon um 1350 gelegt, die Vollendung fand aber erst 1391 statt. Dabei wurde die Kirche der hl. Barbara, der Schutzpatronin der Bergleute, geweiht. Im August des Jahres 2011 feiert man das 620jährige Bestehen der Kirche.

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Die schöne Pfarrkirche von Passenheim steht immer noch der evangelischen Gemeinde zur Verfügung.

Der Grundstein für das Gotteshaus wurde möglicherweise schon um 1350 gelegt, die Vollendung fand aber erst 1391 statt. Dabei wurde die Kirche der hl. Barbara, der Schutzpatronin der Bergleute, geweiht. Im August des Jahres 2011 feiert man das 620jährige Bestehen der Kirche.

Der heutige Bau entstand im letzten Viertel des 15. Jhs., Turm, Sakristei und Vorhalle im 1. Viertel des 16. Jhs. Das ursprünglich ordenszeitliche Erscheinungsbild wurde bei den beiden Stadtbränden 1583 und 1750, auf die jeweils der Wiederaufbau folgte, dem jeweiligen Geschmack der Zeit angepasst. Nach dem Brand von 1750 wurde der Turm um ein Stockwerk reduziert und erhielt 1770 seinen geschwungenen Helm, den er auch heute noch trägt.

Sakristei mit schönem Sterngewölbe. Die Vorhalle wurde nach dem Brand von 1750 umgebaut, innere Tür mit Schnitzwerk von 1773. Umfassende Restaurierung 1763 - 1775, Renovierung: 1990 und 2009 - 2016: gesamte Außenfassade, Erneuerung von Dachziegeln, Installation der Blitzschutzanlage.

Zum 6oojährigen Kirchenjubiläum trafen sich 1991 viele Deutsche und Polen zu einem feierlichen Gottesdienst in der schon teilweise renovierten Kirche. An den Kosten der Renovierung war auch die Heimatkreisgemeinschaft Ortelsburg beteiligt.

Ausstattung:

  • Altar von 1673 oder 1675 mit Hauptbild der Dreifaltigkeit von C. Heimke 1713
  • Kanzel von 1680, mit Stuckfuß und mit Engelsköpfen verziert. Die Kanzeltür zeigt das Stadwappen, die Maria mit dem Jesuskind auf dem Arm
  • Chorgestühl aus dem 15. Jh. neben dem Altar und Renaissance-Kirchenbänke im südöstlichen Kirchenschiff und gegenüber dem Altar
  • Taufstein in Kelchform mit Masken und Beschlägen vom Anfang 17. Jh.
  • Orgelprospekt von 1744 aus der Werkstatt Josua Mosengel, Königsberg (Josua Mosengel starb bereits 1731, was zunächst irritierte. Nachforschungen ergaben aber, dass er wirklich der Baumeister war und den Werkvertrag lange vor seinem Tod unterzeichnete. Die Arbeiten an der Orgel selbst waren vermutlich bereits 1705 abgeschlossen)
  • Überlebensgroßes Kruzifix vom Anfang 16. Jh. an der nördlichen Emporensäule
  • Hirschkopfleuchter von 1608 in der Mitte der Kirche
  • Messingleuchter mit 3 Löwenfüßen, Ende 15. Jh.
  • aus Anlaß des 6oojährigen Jubiläums schenkten die Bassenheimer einen Kronleuchter mit der Inschrift „Von den Bürgern der Gemeinde Bassenheim“, der jetzt im Kirchenschiff vor dem Altarraum hängt
  • die alten deutschen Passenheimer schenkten 10 Wandleuchter

Die Kirche besitzt auch einige bibliophile Schätze – so eine Bibel von 1708, die in Nürnberg herausgegeben worden war, eine Danziger Bibel von 1726 auf Polnisch, eine 1650 in Lüneburg erschienene Bibel und eine Bibel von 1756.[1]



[1] Ryszar Reich, Rettung der evangelischen Frühdrucke, Allensteiner Nachrichten 24. 6. 2018

 
 
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