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Die Kirche

Etwas entfernt vom Herrenhaus steht die der Maria geweihte Dorfkirche, ein ordenszeitlicher Saalbau mit Westturm, erstmals gebaut 1334 - 1336. Davon ist aber nichts erhalten.

Das jetzige Gebäude entstand im letzten Drittel des 14. Jhs. und befindet sich in bestem Zustand innen wie außen. Sein äußeres Erscheinungsbild ist seit der Bauzeit nahezu unverändert. Der Oberbau des Turms dürfte im 15. Jh. aufgesetzt, der Giebel der Vorhalle im Süden im 17. Jh. gestaltet worden sein.

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Etwas entfernt vom Herrenhaus steht die der Maria geweihte Dorfkirche, ein ordenszeitlicher Saalbau mit Westturm, erstmals gebaut 1334 - 1336. Davon ist aber nichts erhalten.

Das jetzige Gebäude entstand im letzten Drittel des 14. Jhs. und befindet sich in bestem Zustand innen wie außen. Sein äußeres Erscheinungsbild ist seit der Bauzeit nahezu unverändert. Der Oberbau des Turms dürfte im 15. Jh. aufgesetzt, der Giebel der Vorhalle im Süden im 17. Jh. gestaltet worden sein.

Im Innern ist die Kirche sehr vom Totenkult der Familie v. d. Groeben geprägt, die im 17. Jh. den größten Teil des Inventars stiftete. An den Kirchenwänden legte man größere Überreste von Wandmalereien aus der Zeit um 1500 frei. Die Decke wurde um 1679 bemalt

Ausstattung:

Altar, gestiftet von der Familie v. d. Gröben, 17. Jh. Der Altar enthält Figuren der hl. Drei Könige, von sechs Aposteln und eine Verkündigungsszene, die um 1410 - 1420 geschnitzt wurde. Die Bilder im Schrein und auf den Flügeln sind 2. Hälfte 16. Jh.

Orgelempore, Stiftung v. d. Gröben, 17. Jh.

• Die Orgel von 1650 wurde zum Kriegsende schwer beschädigt.

Grafenloge, Stiftung v. d. Gröben, 17. Jh.. Auf der Frontseite der Gutsempore gibt ein fortgeschriebener Stammbaum Auskunft über die Sippengeschichte für einige Jahrhunderte.

• Die Kanzel wurde 1649 gestiftet

• kleine Glocke, die dem Papst Johannes Paul II. anlässlich seiner Reise nach Polen 1999 in Gleiwitz von Gleiwitzer Bürgern verehrt worden war

• Die Familie von der Groeben, repräsentiert durch Otto-Friedrich und Friedrich-Wilhelm v. d. Groeben, stiftete anlässlich des heiligen Jahres 2000 für die Kirche in Schwansfeld eine neue Glocke, hergestellt in der Glockengießerei Felczynski in Taciszow bei Gleiwitz. Auf ihr sind das Familienwappen sowie das Wappen des Erzbischofs von Allenstein, Edmund Piszcz, sowie eine Mariendarstellung abgebildet. Eine weitere Glocke war offenbar bereits 1999 gestiftet worden

An die Nordwand baute man um 1730 eine Grabkapelle für die Familie v. d. Groeben an, verschlossen durch ein schön geschmiedetes Tor, vermutlich gestaltet nach Entwürfen von Baumeister Joachim Schultheiß von Unfriedt. Der Sarg Friedrichs v. d. Groeben im Mausoleum wurde 1945 aufgebrochen und sein Skelett hinausgeworfen. Doch in einer Nische der nördlichen Innenwand der Kirche befindet sich noch das Sandstein-Standbild „des um seine Majestät und die Krone Polens hochmeritierten Generals“, mit beschädigtem Gesicht, den Marschallstab in der Hand, in der Gestaltung von Andreas Schlüter beeinflusst. Ihm und seinen Nachkommen war auf ewig das Bürgerrecht des polnischen Reichs verliehen worden.

Seine Begräbnisfahne aus Kupferblech, auf der sein Visier dargestellt ist und die einst hier von der Decke herabhing, befindet sich heute im Burg-Museum von Ketrzyn – Rastenburg.

Die Restaurierung des Mausoleums erfolgte im Jahr 2017 mit Mitteln der Denkmalschutzbehörde sowie Spenden von Gläubigen der Kirchengemeinde und einem beachtlichen Zuschuss der Familie v. d. Groeben. Die Denkmalschützer achteten besonders darauf, dass der Zustand des Mausoleums von 1937 wiederhergestellt wurde.[1]

Das von Friedrich v. d. Groeben gestiftete Hospitalgebäude gegenüber der Kirche für die Armen des Gutes wird heute als Poststelle genutzt.


[1] C.v.d.G., Groeben-Mausoleum eingeweiht, Oprbl.Nr. 6/2018 (9. Februar), S. 13

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Kirche Gr. Schwansfeld 2012 (Frederik Blattgerste)
Kirche Gr. Schwansfeld 2012 (Frederik Blattgerste)
Kirche Gr. Schwansfeld 2012 (Frederik Blattgerste)
Gruftkapelle 2012 (Frederik Blattgerste)
Wappen an der Gruftkapelle 2012 (Frederik Blattgerste)
Eingang im Westen 2012 (Frederik Blattgerste)
 
 
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