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Prominente Personen in Bartenstein

Fürst Witold

Erwin Geschonnek

Oskar Blarr

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Hochmeister Ulrich von Jungingen residierte 1407 längere Zeit auf der Burg von Bartenstein. König Friedrich Wilhelm III. von Preußen und Zar Alexander I. von Russland trafen sich 1807 in der Stadt und schlossen dabei einen Koalitionsvertrag, die „Konvention von Bartenstein“, die allerdings ohne Bedeutung blieb.

Der litauische Fürst Witold und seine Familie hielten sich 1390/91 in der Stadt auf, weil Witold sich die Unterstützung des Ordens in den Erbstreitigkeiten im litauischen Fürstenhaus sichern wollte..[1] Hochmeister Ulrich von Jungingen residierte 1407 längere Zeit auf der Burg von Bartenstein. König Friedrich Wilhelm III. von Preußen und Zar Alexander I. von Russland trafen sich 1807 in der Stadt und schlossen dabei einen Koalitionsvertrag, die „Konvention von Bartenstein“, die allerdings ohne Bedeutung blieb.

Der Schauspieler Erwin Geschonnek (27. 12. 1906 - 12. 3. 2008) wurde in Bartenstein geboren, verlebte aber nur 2 Jahre seines Lebens hier.

Geschonnek gehörte zu den bekanntesten und beliebtesten Künstlern der ehemaligen DDR, war Kommunist und überlebte während der Nazi-Zeit 6 Jahre lang in verschiedenen Konzentrationslagern. Nach dem Krieg arbeitete er kurze Zeit unter Bertold Brecht, konzentrierte sich dann aber auf den Film. In mehr als 100 Streifen für Film und Fernsehen faszinierte er Millionen von Zuschauern. "Der Biberpelz" (1949) in Regie von Erich Engel war sein erster Defa-Streifen. In die Gestalt des Lagerältesten im Film "Nackt unter Wölfen" (1963) von Frank Beyer, in dem KZ-Häftlinge in Buchenwald der SS mutig und einfallsreich die Stirn bieten, brachte er einen Teil der eigenen Lebensgeschichte ein. Ebenfalls unter Beyer folgte zehn Jahre später noch einmal ein Lagerfilm "Jakob, der Lügner". Es wurde der einzige für den Oscar nominierte Defa-Film überhaupt. In einer der besten Defa-Komödien, "Karbid und Sauerampfer" (1963), pilgert Erzkomödiant Geschonneck "Aufbau halber" auf der Elbe zwischen Wittenberg und Dresden hin und her, um bei Amerikanern und Russen wechselweise das Beste heraus zu schinden.

Erst 40 Jahre nach seiner Zeit bei Brecht sollte er auf die Bühne am Schiffbauerdamm noch einmal zurückkehren: Heiner Müller gewann ihn für die Inszenierung "Duell Traktor Fatzer".

Dass ihn mit Brecht dennoch sehr viel verbindet, hat Geschonneck mit
seinem "letzten Wunsch" bekannt. Er will - und wird - nach seinem Tod in der Nähe von Brecht auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof in Mitte seine letzte Ruhe finden.

Er war 6-mal DDR-Nationalpreisträger, erhielt den Bundesfilmpreis 1993 und die Goldene Henne 1997.

Der Komponist Oskar Blarr wurde am 6. Mai 1934 in Sandlack bei Bartenstein geboren. Mit der schönsten Barockorgel Ostpreußens in der ev. Kirche von Bartenstein lernte er die Liebe zur Orgel und zur Musik. Sein Musiklehrer wurde Krzysztof Penderecki, seit 1967 Professor für Komposition an der Folkwang-Hochschule in Essen. Als Blarr 1970 in Warschau als Organist mit dem Kölner Radio-Symphonieorchester auftrat, nutzte er die Gelegenheit, mit dem Taxi nach Bartenstein zu fahren und nach Resten der im Krieg zerstörten Orgel zu suchen. Er fand tatsächlich eine Windlade sowie Prospektfiguren, die herumlagen. Die Pfeifen waren nach dem Krieg als Lötmaterial verbraucht worden. Die Figur des Königs David und zweier Posaunenengel nahm der Kunstsinnige Pfarrer Adolf Setiak in seine Obhut und stellte sie in der Kirche aus. 1995 erlebte Blarr in der Bartensteiner Kirche die Aufführug seines Quintetts "Die Kürbishütte" durch das Rheinische Bachkollegium. 1984 erfolgte die Aufnahme seines Spiels auf 10 verschiedenen Instrumenten ostpreußischer Orgeln für ein Plattenalbum, als CD neu erschienen 2009.Ebenfalls 1985 erfolgte eine Schallplattenaufnahme der Orgel in der Marienkirche in Danzig, als CD-Neuauflage erschienen 1992. Von 1961 bis 1999 war Blarr Kirchenmusiker in der Neanderkirche in Düsseldorf.
Werke. Symphonie "Janusz Korczak", uraufgeführt in Düsseldorf 1992, 111. Symphonie, die Immanuel Kant gewidmet ist; Kantate "In te, domine, speravi" zum Gedenken an Maximilian Kolbe; Kammermusik "Das Heimweh des Walerian Wrobel", eine musikalische Umsetzung des Abschiedsbriefes dieses jung ermordeten Zwangsarbeiters an seine Eltern.[2]


[1] Malgorzata Jackiewicz-Garniec/Miroslaw Garniec, "Burgen im Deutschordensstaat Preußen", 1. Auflage Olsztyn 2009, S.
[2] Oskar Gottlieb Blarr, Sentimentalischer Rechenschaftsbericht, in Masurische Storchenpost, Mai 2013, S. 37 ff

 
 
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