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Die Deichbauer vom Niederrhein und die Namensfindung der Stadt

Insbesondere Landmeister Bruno von Querfurt bemühte sich in der Frühzeit des Ordens darum, ab 1288 die Feuchtgebiete um den Drausensee (jez. Druzno) herum trocken zu legen und damit urbar zu machen. Der See reichte damals noch bis an den Fuß der Höhe heran, auf der die Burg Pazlok lag.

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Insbesondere Landmeister Bruno von Querfurt bemühte sich in der Frühzeit des Ordens darum, ab 1288 die Feuchtgebiete um den Drausensee (jez. Druzno) herum trocken zu legen und damit urbar zu machen. Der See reichte damals noch bis an den Fuß der Höhe heran, auf der die Burg Pazlok lag.

Zu diesem Zweck holte man die besten Fachleute ins Land, die damals für das fachgerechte Anlegen von Entwässerungsgräben und Deichen verfügbar waren, nämlich die sog. Holländer. Das waren Niederdeutsche, die links und rechts des Niederrheins ansässig waren. Darauf fußend bürgerte sich ab Beginn des 14. Jhs. für das neue Gemeinwesen der Name “Holland” ein. Der Name “Preußisch Holland” wurde erst ab Beginn des 18. Jhs. üblich.

Ein Relikt aus der Zeit der wasserreichen Umgebung ist geblieben: in der Nähe von Pr. Holland gibt oder gab es die besten Torfvorkommen Europas - nahe Frauenburg, Mühlhausen, Maldeuten, Deutschendorf und Ellerwald. Der Torf war besonders reich an Sauerstoff und Spurenelementen und zeichnete sich durch eine besonders hohe Wasserbindungsfähigkeit aus (sog. Dromedar-Torf)

 
 
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