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Napoleon und Maria Walewska in Finckenstein

Napoleon hielt sich vergleichsweise lange in Finckenstein auf. Als er das Gebäudeensemble zum ersten Mal sah, soll er ausgerufen haben: "Enfin un chateau!". Nachdem Napoleon hier residiert hatte, änderte man die Bezeichnung der Räume im 1. Stock: die nördlich des zentralen Braunen Saals gelegenen Räume nannte man in der Reihenfolge das Napoleon-Vorzimmer, das Napoleon-Schlafzimmer (mit Himmelbett und roten Brokatgardinen), und das Napoleon-Kabinett. Nach Süden hin folgten vom Festsaal aus das Persische Vorzimmer, das Persische Gesandtenzimmer und das Persische Kabinett, so genannt nach dem Aufenthalt des türkischen Gesandten Emin Vahid Effendi.

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Napoleon hielt sich vergleichsweise lange in Finckenstein auf. Als er das Gebäudeensemble zum ersten Mal sah, soll er ausgerufen haben: "Enfin un chateau!". Nachdem Napoleon hier residiert hatte, änderte man die Bezeichnung der Räume im 1. Stock: die nördlich des zentralen Braunen Saals gelegenen Räume nannte man in der Reihenfolge das Napoleon-Vorzimmer, das Napoleon-Schlafzimmer (mit Himmelbett und roten Brokatgardinen), und das Napoleon-Kabinett. Nach Süden hin folgten vom Festsaal aus das Persische Vorzimmer, das Persische Gesandtenzimmer und das Persische Kabinett, so genannt nach dem Aufenthalt des türkischen Gesandten Emin Vahid Effendi.

Schloss Finckenstein war Schauplatz einer der berühmtesten Romanzen der neueren Geschichte. Neben dem Napoleon-Kabinett, einem Eckzimmer, befanden sich zwei Räume mit Fenster nach Norden, in denen sich 1807 die Gräfin Maria Walewska, Geliebte Napoleons, aufgehalten hatte. Der letzte deutsche Eigentümer, Alfred Graf zu Dohna, schrieb dazu folgendes: "Napoleon wohnte in F. vom 1. April bis 6. Juni 1807. Am zweiten Tag seines Aufenthaltes ließ er die Gräfin Walewska kommen, die er kurz vorher in Warschau kennen gelernt hatte. Er soll mit ihr seine glücklichste Episode erlebt haben. Sie wohnte völlig zurückgezogen im Zimmer neben ihm und das Paar ging erst bei Dunkelwerden in den Park spazieren (Napoleon-Allee). Sie war die einzige Frau, mit der er die Mahlzeiten einnahm, und nur der Marschall Duroc und der Leibmameluck Rustam durften seine Zimmer betreten. Er hat in F. unermüdlich gearbeitet und zahllose Briefe geschrieben. Er ritt mehrfach von F. nach Danzig und zurück. Er hielt Truppenparaden auf dem Schlosshof und auf dem "Napoleonexerzierplatz" bei dem Dorf Merinos ab. Er empfing Blücher, eine persische (türkische) Gesandtschaft und Talleyrand. Ein runder Tisch im Napoleonzimmer zeigt mit den Sporen eingeritzt Truppenaufstellungen für die Schlacht bei Pr. Eylau....."

Maria Walewska soll noch Jahre später - tief verschleiert - in Finckenstein erschienen sein und sich bei dieser Gelegenheit ein Stück Damast vom Napoleon-Bett als Souvenir herausgeschnitten haben.

Der Film "Maria Walewska" von 1934 mit Greta Garbo und Charles Boyer erzählt von dieser Romanze und wurde hauptsächlich am Originalschauplatz gedreht.

 
 
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