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Gründung der ersten Residenz in Marienburg

Das Schloss Marienburg entwickelte sich zur Hauptstadt des Ordensstaates im eroberten Prußenland. Hier entstand eine der größten Burgen des Abendlandes neben dem Alkazar von Granada und der Papstburg von Avignon.

Am Anfang bestand die Burg hier als einfache und provisorische Verteidigungsanlage mit Unterkünften und Kirche und es war ein Konvent vorhanden, von dem der Komtur Heinrich von Wilnowe und sieben Ordensbrüder genannt wurden. Der erste Bauabschnitt des massiven Ausbaus, später als Hochschloss bezeichnet, fiel in die Zeit von 1274 - 1280, als Konrad von Thierberg d. Ä.. Landmeister war. Als erster Komtur wird Friedrich von Regenstein genannt. Zunächst sollte an diesem Standort nur die Burg des Bischofs Christian in Zantir ersetzt werden, unverändert als Sitz eines Komturs. Der neue Platz war günstiger als Zantir, denn von hier aus gab es gute Landverbindungen nach Pommern und Schlesien sowie Flussverbindungen nach Thorn und nach Elbing, die Hafenstädte Danzig und Elbing waren in dieser Weise leicht zu erreichen, es gab genügend Wasser und das Gelände war für die Anlage von Wehreinrichtungen geeignet. Außerdem ging es aber vermutlich auch darum, den günstigen Nogatübergang der in seiner Bedeutung gestiegenen Landverbindung von Elbing nach Pommern zu schützen.

Den Bau der ersten Marienburg leitete der Komtur von Zantir. Die dortige Burg war eine Gründung des Pommerellen-Herzogs Swantopolk nahe der Gabelung von Weichsel und Nogat, die der Orden übernommen hatte. Um einen Teil der Ziegel für den Bau der Marienburg zu gewinnen, wurde Zantir aufgegeben und die Gebäude abgetragen.

Zu Ehren der Schutzpatronin des Ordens gab man der neuen Festung den Namen "Sencte Marienburch", die "Marienburg".

Bei Malgorzata Jackiewicz-Garniec/Miroslaw Garniec "Burgen im Deutschordensstaat Preußen", Olsztyn 2009, S. 214 - 255, finden sich viele Informationen und Bilder zum Hochschloss und zur Hochmeisterresidenz

 
 
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