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Ost- und Südflügel des Hochschlosses

Der Ostflügel entstand nach 1334 in der Ausbauphase und beherbergte Schlafräume für die Priesterbrüder, darüber Speicherräume. Er war zur Landseite hin gelegen und daher besonders gefährdet. Insofern war die Nutzung durch Schlafsäle sinnvoll, weil man hier mit schmalen Fensterschlitzen auskam.

Die Ritterbrüder ruhten auf Holzpritschen mit den abgelegten Kleidungsstücken als einziger Unterlage, zugedeckt mit dem Ordensmantel. Allerdings ließ sich der Raum im Bedarfsfall mit einer Warmluftanlage beheizen. Dafür gab es Löcher im Fußboden, die normalerweise mit konischen Bronzestöpseln verschlossen waren.

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Der Ostflügel entstand nach 1334 in der Ausbauphase und beherbergte Schlafräume für die Priesterbrüder, darüber Speicherräume. Er war zur Landseite hin gelegen und daher besonders gefährdet. Insofern war die Nutzung durch Schlafsäle sinnvoll, weil man hier mit schmalen Fensterschlitzen auskam.

Die Ritterbrüder ruhten auf Holzpritschen mit den abgelegten Kleidungsstücken als einziger Unterlage, zugedeckt mit dem Ordensmantel. Allerdings ließ sich der Raum im Bedarfsfall mit einerWarmluftanlage beheizen. Dafür gab es Löcher im Fußboden, die normalerweise mit konischen Bronzestöpseln verschlossen waren.

Im Hauptgeschoss des Südflügels war aus dem ursprünglichen Schlafsaal und Speiseraum derRemter eingerichtet worden, bestehend aus Siebenpfeilersaal und Herrenstube. Die Fenster konnten hier großzügig dimensioniert werden, weil die Räume zur schützenden Stadtseite hin lagen. Für die schnelle Verbindung zur Konventsküche gab es zwei Wandtreppen in der Nordwand

Die Mahlzeit verlief nach den Ordensregeln gemeinschaftlich und schweigend, allenfalls ein Vorleser las aus einem frommen Buch vor. Sie wurde mit einem Gebet begonnen und beendet. Gemeinsam verließ man den Speisesaal auch wieder.

Die anschließende Herrenstube, auch Jagdsaal genannt, bot die Möglichkeit der Entspannung in der Art eines Kasinos. Erstaunlicherweise zeigte dieser Raum ein recht weltliches Gepräge in dem ansonsten klösterlich-spartanischen Umfeld - große Leuchter aus Hirschgeweih hingen von der Decke, Stuckreliefs mit Turnier- und Jagdszenen aus dem ritterlichen Leben jener Zeit zierten die Wände. In einer Loge auf halber Höhe in gotischer Umrahmung konnten Vorleser oder Musiker ihre Werke vortragen. Dieses alles war wohl eine Konzession an jene Mitglieder des Konvents, die aus einer ritterlichen Welt kamen.

Daneben gab es im Südflügel die Harnischkammer, die Traperie für die Kleider- und Tuchvorräte sowie einen großen Kornspeicher unter dem Dach und große Lagerräume im Keller.

 
 
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