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Verschiedene Gebäude

Das ehemalige evangelische Gotteshaus im neogotischen Stil aus hellem Backstein trug früher den Beinamen „Die Pastorenkirche”, weil für ihren Bau 1871 einige tausend Pastoren im Deutschen Reich je 1 Taler gespendet hatten. Nachdem um 1960 die letzten Protestanten die Stadt verlassen hatten, schloss das Pfarramt die Kirche und diese begann langsam, zu verfallen. Deshalb wurde das Haus vom Staat übernommen und dem Museum für Ermland und Masuren übergeben. Mit Beginn des 21. Jhs. fanden Restaurierungsarbeiten statt.

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Das ehemalige evangelische Gotteshaus im neogotischen Stil aus hellem Backstein trug früher den Beinamen „Die Pastorenkirche”, weil für ihren Bau 1871 einige tausend Pastoren im Deutschen Reich je 1 Taler gespendet hatten. Nachdem um 1960 die letzten Protestanten die Stadt verlassen hatten, schloss das Pfarramt die Kirche und diese begann langsam, zu verfallen. Deshalb wurde das Haus vom Staat übernommen und dem Museum für Ermland und Masuren übergeben. Mit Beginn des 21. Jhs. fanden Restaurierungsarbeiten statt. 2009 stellte die Gemeinde Wartenburg den Antrag auf eine gebührenfreie Übernahme der Kirche für kulturelle Zwecke. Im Jahr 2013 kamen Mittel des Europäischen Regionalprogramms zum Einsatz und es entstand in dem lange ungenutzt und leer stehenden Gebäude eine Kunstgalerie und ein Konzertsaal.[2]

In Wartenburg lebten um 1880 etwa 100 jüdische Mitbürger - Kaufleute, Zigarren- und Essighersteller. Das Gebäude der Synagoge im Süden der Stadt in der ehem. Passauer Strasse, gebaut 1894 auf einer Grundfläche von 140 m² im Stil der Neorenaissance, wurde 1975 - 1977 umgestaltet. Durch die Diskriminierung der Nazis schmolz die Gemeinde zusammen. Deshalb verkaufte man 1937 die Synagoge an Privatpersonen und eine Näherei zog ein. Dank des besonnenen Verhaltens des Wartenburger SA-Führers Dräger überstand das Haus die Reichspogromnacht unbeschadet. Von 1940 – 1945 wurden hier Häftlinge des Zuchthauses untergebracht, nach 1945 diente es als Wohnhaus für Bedienstete der Strafanstalt. Später zog eine Kunstweberei ein, die bis 1996 hier ihren Sitz hatte. 1996 übernahm das "Muzeum Warmii i Mazur w Olsztynie" die Anlage. Es wurde aufwändig restauriert, wobei man sich bemühte, überkommene sakrale Einrichtungen wieder sichtbar zu machen So hat der Frauengebetsraum mit einem hölzernen Geländer im Obergeschoss überlebt und wurde mit liturgischen Geräten und Gebetsbüchern vollständig ausgerüstet. Im Jahr 2000 richtete man im Hauptraum die Kunstgalerie "Synagoga" ein.[3]

Auch der jüdische Friedhof an der ehem. Guttstädter Straße existiert noch, ist aber völlig verkrautet.

Das ordenszeitliche Rathaus auf dem Marktplatz fiel wie viele andere Gebäude dem Stadtbrand 1798 zum Opfer. Der Neubau 1850 auf den alten Fundamenten folgte dann dem Stil der Zeit, wobei immerhin der Dachreiter noch gotisch sein soll. Brandschäden aus den 1970er Jahren wurden schnell behoben.

Das alte Städtische Krankenhaus wird mit Beschluss vom Frühjahr 2010 zu einem neuzeitlichenKrankenhaus der Malteser Hilfe mit 70 Betten umgebaut. Es hatte nach dem Krieg als Infektionskrankenhaus für den Allensteiner Raum gedient. In die Baumassnahmen ist Pfarrer Henrik Blaszcyk aus Groß Kleeberg, Mitglied des Polnischen Malteser Kavaliersordens, eingebunden. Eröffnung soll 2012 sein.1

1 Mitteilung des HK Allenstein Land, Oprbl. Nr. 16/2010 (24. April), S. 18
[2] PAZ, Kirche umgewidmet, Oprbl. Nr. 11/2013 (16. März), S. 13; Allensteiner Nachrichten, 24. 2. 2015, S. 4
[3] Alfred Czesla, Wartenburg: die einzige erhaltene Synagoge im Ermland. Vom Gebetshaus zur Galerie; Allensteiner Nachrichten, 24. 5. 2015, S. 3

 
 
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