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Vor 100 Jahren wurde der Ännchen-Brunnen vor dem Stadttheater von Memel eingeweiht

Vor 100 Jahren wurde der Ännchen-Brunnen vor dem Stadttheater von Memel eingeweiht

30.06.2012

Das Lied „Ännchen von Tharau“, das man dem in Memel geborenen Simon Dach zuschreibt, wurde zunächst in ostpreußischer Mundart verfaßt, von Johann Gottfried Herder in seine „Stimme der Völker“ aufgenommen und ins Hochdeutsche übertragen. Zu Ehren des Barockdichters Simon Dach wurde 1912 in Memel vor dem Stadttheater der Ännchen-Brunnen mit der Figur des jungen Ännchen und einem Medaillon des Dichters auf dem Sockel aufgestellt. Die Figur des Ännchen modellierte der Bildhauer Arnold Künne, der sich an einem 1909 vom Memeler Stadtrat ausgeschriebenen Wettbewerb beteiligte und gewann. Sein Vorbild fand er zufällig 1911 in der jungen Gerda Schiweck, zwölftes Kind des Dünenmeisters Rudolf Schiweck aus Süderspitze auf der Kurischen Nehrung gegenüber Memel. Der Brunnen wurde 1912 mit Volksfest und Feuerwerk eingeweiht. Gerda Schiweck heiratete 1925 den Pädagogen Herbert Koch und lebte nach der Flucht aus Ostpreußen in Wallenhorst bei Osnabrück, wo sie am 7. 5. 1998 mit 98 Jahren starb. Nachdem dieser Brunnen 1945 zerstört wurde und die Reste spurlos verschwanden, errichtete man 1989 am alten Standort vor dem Memeler Stadttheater eine Nachbildung durch den Bildhauer Harald Haacke, in Auftrag gegeben von dem Verein „Ännchen von Tharau e. V.“

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