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Malerin Vera Macht gewinnt Verleumdungsklage gegen KUREK MAZURSKI

12.03.2012

Die Zeitschrift KUREK MAURSKI (früher: Hahn von Masuren) aus Szczytno (früher: Ortelsburg) hatte Ende August 2010 einen geschmacklosen Artikel veröffentlicht, in dem Vera Macht in direkten Zusammenhang mit ihrem Vater Robert Macht gestellt wurde. Der Vater wurde in diesem Artikel beschuldigt, als Nazi und Bürgermeister von Mawa oder einer anderen polnischen Stadt im Powiat Mawski oder in Funktion eines hohen Beamten im 2. Weltkrieg an der Deportation von Juden mitgewirkt zu haben.

Vera Macht klagte mit Hilfe der Anwälte Anna Dolejsz-Swiderska (kbz, Slubice) und Micha Hejbudzki (Olsztyn) beim Bezirksgericht Olsztyn (früher: Allenstein) wegen Verleumdung und Rufmord. Sie konnte beweisen, dass die Beschuldigungen ein Konstrukt des Autors waren und er bei seiner Recherche den Wahrheitsgehalt der benutzten Quellen nicht überprüft hatte. Vera Macht konnte auch beweisen, dass Robert Macht und seine Familie Gegner der Nationalsozialisten waren.

Die vielstündigen Gerichtsverfahren ließen erkennen, dass die Richter keineswegs der landläufigen und offiziellen polnischen Geschichtsauffassung folgen. Als Zeugen für den KUREK wurden drei Geschichtsprofessoren befragt, die kleinlaut bekennen mussten, dass sie in ihren Büchern Aussagen über Robert Macht gemacht hatten, die sie mit keinem Dokument belegen konnten und die nicht der Wahrheit entsprachen, was sie allerdings geloben ließ: „Wenn wir Fehler gemacht haben, werden wir sie berichtigen.“

Vera Macht will nun die Autoren der von der Zeitschrift genutzten Quellen auffordern, die Passagen über Robert Macht zu korrigieren und diese Mitteilung allen Bibiliotheken und Universitäten zur Verfügung zu stellen.

Wolfgang Thielke
Freier Journalist
Steinerne Gasse 10
63916 Amorbach
wolfgang.thielke@gmail.com
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