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Oblast Kaliningrad erwägt Gründung einer eigenen Fluggesellschaft

26.09.2012

Bei aller Kritik an der in Konkurs gegangenen Fluggesellschaft KD-Avia bezüglich Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit war die Luftfahrtanbindung an die Welt damals wesentlich besser als heute. Die Tickets waren konkurrenzlos günstig, die Fluggäste hatten eine große Auswahl an europäischen und russischen Flughäfen und die Steuern von KD-Avia kamen dem regionalen Haushalt zugute. Darum prüft man derzeit alle Möglichkeiten, wieder eine ähnliche Fluggesellschaft zu gründen. In Diskussion ist nach wie vor auch die Neugründung von KD-Avia, was allerdings aus rechtlichen Gründen als schwierig gilt. Immerhin hofft man, die Idee eines Luftkreuzes, wo westliche und russische Zentren miteinander via Königsberg verbunden würden, neu zu beleben.

Der Airport ist mittlerweile wieder Baustelle. Auf der Investorenkonferenz in Sotschi stellten Gouverneur Zukanow und der neue Mehrheitseigner von Chrabrowo, die Firma „Aeroinvest”, vorige Woche die konkreten Pläne zur Rekonstruktion des Flughafens vor. Bis Ende 2013 soll Chrabrowo in die Lage versetzen, 2,3 Millionen Passagiere pro Jahr abzufertigen – mehr als doppelt so viele wie bisher. Im Jahr 2017, wenn der komplette Ausbau des Flughafens abgeschlossen ist, sollen es bis zu sieben Millionen Fluggäste sein. Rund 2,4 Mrd. Rubel (60 Mio. Euro) will Aeroinvest dafür in den Airport der russischen Exklave stecken.

(Russland heute, 26. 9. 2012)