Geschichte von Pazlek – Preußisch Holland im Überblick

In Preußisch Holland wurde die Malerin Lotte Laserstein (28. 11. 1898 – 21. 1. 1993) geboren. Sie beendete ihr Studium an den Vereinigten Staatsschulen für Freie und Angewandte Kunst 1927 mit einem Prädikatsexamen und spezialisierte sich dann auf Porträt- und Landschaftsmalerei. Bis 1933 konnte sie offenbar recht unabhängig von der Auftragslage ihrer Arbeit nachgehen. Da sie Jüdin war, emigrierte sie 1937 nach Schweden. Ihre Mutter jedoch wurde im KZ Ravensbrück ermordet und ihre Schwester überlebte traumatisiert in einem Versteck in Berlin. Das Gesamtwerk der Künstlerin umfasst etwa 10.000 Arbeiten, die vorwiegend in Schweden entstanden. Den Durchbruch zu internationaler Reputation erlebte sie jedoch erst auf einer Londoner Ausstellung 1987. Noch mit 92 Jahren war Lotte Laserstein künstlerisch tätig.[12]

Der spätere Chef der Charité in Berlin, Joachim Friedrich Henckel (4. 3. 1712 – 1. 6. 1779), wurde in Preußisch Holland geboren. Er führte den ersten Kaiserschnitt an einer lebenden Frau durch. Das Kind überlebte, die Mutter starb allerdings später vermutlich an einer Bauchfellentzündung. Die Leistung des Arztes bewog jedoch Friedrich II., Henckel zum Professor für Chirurgie und Geburtshilfe zu ernennen. Später wurde er Hofrat und Leiter der Charité.[13]


[1] Beate Szillis-Kappelhoff, http://www.naanoo.com/freeboard/board/show_thread.php?topic=132240&userid=21893&forumid=13550 Juli 2008, Zuschrift vom 12. 7. 2008
[2] Preußisch Holland Ausstellungskatalog, S. 5
[3] Preußisch Holland Ausstellungskatalog, S. 6
[4] Preußisch Holland Ausstellungskatalog, S. 11
[5] Malgorzata Jackiewicz-Garniec/Miroslaw Garniec, Burgen im Deutschordensland Preußen, Olsztyn 2009, S 334
[6] Preußisch Holland Ausstellungskatalog, S. 12
[7] Preußisch Holland Ausstellungskatalog, S. 17
[8] Preußisch Holland Ausstellungskatalog, S. 32
[9] Preußisch Holland Ausstellungskatalog, S. 33
[10] Preußisch Holland Ausstellungskatalog, S. 40/41
[11] Preußisch Holland Ausstellungskatalog, S. 42
[12] Wikipedia, August 2010 und kunstmarkt.com, 7. 8. 2010
[13] Wikipedia, Januar 2012
[14] Malgorzata Jackiewicz-Garniec/Miroslaw Garniec, Burgen im Deutschordensland Preußen, Olsztyn 2009, S 334