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Der ehemalige Kulturstaatsminister Bernd Neumann wurde 75 Jahre alt

08.01.2017

Bernd Neumann wurde am 6. Jan. 1942 in Elbing geboren. Im Winter 1945 flüchtete die dreiköpfige Familie mit einem Treck nach Westen und landete schließlich auf einem Bauernhof in der Lüneburger Heide, wo sie fünf Jahre lang in einem Zimmer über dem Stall untergebracht war. Vater und Mutter arbeiteten hier als Knecht und Magd. 1953 ging die Familie nach Bremen, wo Bernd Neumann seine weitere Kindheit und Jugend verbrachte.

Kurz nach dem Abitur trat Bernd Neumann 1962 der Jungen Union und der CDU bei, übernahm von 1967 – 1973 den Vorsitz der Jungen Union in Bremen und war in den letzen Jahren auch Mitglied im JU-Bundesvorstand.. Nach dem Pädagogik-Studium war er 1966 - 1971 als Lehrer im Bremer Schuldienst tätig, ließ sich aber wegen seiner politischen Ambitionen beurlauben. Seit 1967 war er Mitglied des CDU-Landesvorstands Bremen, seit 1975 des CDU-Bundesvorstands bis 2008. Bei den Bürgerschaftswahlen 1975 war er Spitzenkandidat des CDU-Landesverbands, der damals das bis dahin beste Ergebnis seiner Geschichte erzielte. 1979 wurde Neumann Landesvorsitzender der Bremer CDU bis 2008, die ihm ebenfalls 1979 und 1983 die Spitzenkandidatur antrug. Von 1987 bis 2013 gehörte Neumann dem Bundestag an. Von 1990 bis 1998 war er Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesforschungsministerium. Angela Merkel ernannte ihn 2005 nach ihrer Wahl zur Kanzlerin zum Kulturstaatsminister. Dort amtierte er bis 2013.

Schlagzeilen machte Neumann als Anhänger und persönlicher Freund von Altkanzler Helmut Kohl, den er auch während der CDU-Spendenaffäre (1999, 2000) öffentlich unterstützte.

Neumann ist in zweiter Ehe verheiratet und hat zwei Kinder. Als Kino-Liebhaber wurde er mit dem Spitznamen ''Filmonkel'' bedacht und in seiner Freizeit pflegt er seit Studentenzeiten das Akkordeonspiel. Seit 2014 ist er Präsident der Filmförderungsanstalt

 
 
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