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Vor 100 Jahren starb der Maler und Bildhauer Richard Friese

30.06.2018

Richard Friese (15. 12. 1854 – 29. 6. 1918) wurde in Gumbinnen als Sohn eines Regierungsbeamten geboren und starb in Bad Zwischenahn. Berühmt geworden ist er durch seine Tierbilder und seine bronzenen Tierplastiken wie dem kapitalen Sechzehnender bei der Hubertus-Kapelle des kaiserlichen Jagdschlosses Rominten, dessen Vorbild Wilhelm II. erlegt hatte. Nach der Schulzeit und anfänglicher Hilfstätigkeit beim Magistrat in Gumbinnen ging er 1871 gegen den Willen seiner Eltern nach Berlin. Dort machte er eine Ausbildung als Lithograph und besuchte parallel die Lehranstalt des Kunstgewerbemuseums – übrigens zusammen mit Heinrich Zille. Mit Unterstützung durch seinen in Berlin lebenden älteren Bruder studierte von 1877 – 1880 an der Berliner Kunstakademie. Anschließend eröffnete er bereits ein eigenes Atelier in der Hauptstadt. Dort arbeitete er so erfolgreich, dass man ihn 1892 in die Akademie der Künste berief und 1896 zum Professor ernannte. Er reiste viel, so nach Syrien und Palästina, nach Norwegen, Spitzbergen, auf die Polarinseln, nach Kanada. Seine Motive fand er aber auch in Ostpreußen – im Ibenhorster Forst, dem Großen Moosbruch, der Rominter Heide und der Memelniederung. Neben Werken der Malerei wie dem „Röhrenden Hirsch“ oder „Frühmorgens in der Rominter Heide“ (heute im Ostpreußischen Landesmuseum, Lüneburg) schuf er viele Tierplastiken, so auch die nicht mehr existierenden Hirschfiguren auf der Hirschbrücke in Rominten. Diese entdeckte Dr. Wolfgang Rothe 2009 auf Sockeln vor dem Eingang des Sanatoriums Sesni im Moskauer Vorort Sosnovka. Der Hirsch neben der Hubertuskapelle wurde dagegen auf einem Spielplatz in Smolensk gesehen.

 
 
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