Nachrichten aus Ostpreußen
Umgebung von Liebemühl: Tarda – Tharden
Tharden war ein kleines Dorf bei Liebemühl zwischen Tharden- und Bärtingsee mit etwa 200 Einwohnern und ein beliebter Ausflugsort, zumal Tharden Bahnanschluss an die Mohrungen – Liebemühl hatte. Diese Strecke wird seit 1992 nicht mehr befahren. Daneben gab es hier die Endstation einer dreimal wöchentlichen Schiffsverbindung nach Elbing durch die
Liebemühl
Geschichtliche Chronologie von Milomlyn – Liebemühl Der Ort erhielt die Handfeste 1335 bzw. am 31. 12. 1334 vom Obersten Trappier und Christburger Komtur Hartung von Sonnenborn (1335 – 1339). Wann die eigentliche Gründung stattgefunden hatte, ließ sich nicht feststellen, weil die diesbezüglichen Urkunden verbrannt oder zerstört sind.[4] Die einst beherrschende
Lichteinen
Lichtajny – Lichteinen Auf dem Friedhof des Ortes wurden viele Opfer des Konzentrationslagers Hohenstein begraben. Das Gut am Lichteiner See (jez. Lichtajny) wurde 1329 begründet. Nach der Tannenbergschlacht entstanden 1410/1411 Schäden durch Kriegseinwirkung, die man urkundlich vermerkte. Gut Lichteinen gehörte um 1800 dem Amtsrat F. Weißermel und zum Ende des
Langgut
Leguty – Langgut Hier befand sich das Vorwerk von Grasnitz. Das Dorf mit Kirche wurde erstmals 159l erwähnt. Den wohl deutschen Gebrüdern Langen, denen 1344 Langgut verliehen wurde, ist vermutlich die Namensgebung zu verdanken.[2] Die jetzige Kirche ist von 1738. Aus diesem Jahr ist auch noch die Deckenbemalung mit weiß-gelben
Kurken
Kurki – Kurken Kurken war ein ursprünglich preußisches Dorf.[1] Als die Kurkener sich bei Friedrich II. beklagten, dass die Nachbargemeinde Seelesen versuchte, sich das zu Kurken gehörende Köllmerdorf Lindenwald einzuverleiben, machte der König dem bereits von den Königsberger Behörden genehmigten Vorhaben ein Ende, weil er Gutsherrenwillkür vermutete, und beschied, dass
Kraplau
Kraplewo – Kraplau Der Ort Kraplau wurde zur Ordenszeit schon als “Crapelnaw” urkundlich aufgeführt. Für 1325 ist bezeugt, dass der Krugwirt das Ausschankrecht gegen eine Jahrespacht von 60 Hühnern und 15 Scheffeln Weizen erhielt. Das Gut wurde 1351 gegründet. Es gehörte im 17. Jh. längere Zeit den Fincks. Im Jahr