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25.12.2012

In der Neuverfilmung gibt es die kleine Frieda, die behauptet, Münchhausens Tochter zu sein und will, dass er sie zur Mama nach St. Petersburg bringt. Nach langem Marsch durch die Wälder tauchen glücklicherweise irgendwann die Enten auf, die den Baron durch die Lüfte ziehen und damit die Gelegenheit schaffen. auf die weiteren Abenteuer des Barons einzugehen.

Der Lügenbaron besitzt in den Ländern der ehemaligen Sowjetunion ungemeine Popularität. Das hat mit dem 1979 gedrehten Film "Genau jener Münchhausen" zu tun, den damals 290 Millionen Menschen sahen. In der Folge entstand ein Münchhausen-Museum in Riga und ein Denkmal - genauer zwei - in Kaliningrad.

Das eine Denkmal, finanziert durch die deutsche Münchhausen-Gesellschaft in Bodenwerder, der Partnerstadt von Königsberg, und geschaffen vom deutschen Kunstschmied Georg Petau aus Polle, wurde zur 750-Jahr-Feier im Park der Luisenkirche aufgestellt. Münchhausen, Abenteurer und deutscher Offizier im Dienste der russischen Zarin, ist angeblich bei seinem Aufenthalt in Königsberg auf der Reise nach St. Petersburg 1738 oder auf der Rückreise 1750 durch Zechprellerei und ansonsten durch seine Lügengeschichten aufgefallen. Als die Stadt Bodenwerder kürzlich die Schulden ihres Bürgers mit der symbolischen Übergabe eines Talers beglich, wurde die Idee zum Denkmal geboren.

Den Russen gilt der Baron von Münchhausen mehr als Literat und so stellt man ihn auch anders dar. Auf Initiative von Alexander Sacharow, Leiter des Deutschen Hauses, und dem von ihm geleiteten Club "Die Urenkel Münchhausens" entstand 2011 am Pregelufer in Höhe des Fischdorfs ein wseiteres Münchhausen-Denkmal, das einen der Kanonenstiefel des Lügenbarons darstellt.[1]

(Die Welt, 25. 12. 2012)



[1] J.T. "Stiefel des Lügenbarons entdeckt", Oprbl. Nr. 41/2011 v. 15. Oktober

 
 
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