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Gastgeber in Ostpreußen

Studienreise „Ostpreußische Spuren in Bayern“
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Wie aus Ostseewellen erst Haffwellen und dann Nordseewellen wurden

19.03.2012

Die Dichterin Martha Müller-Grählert (1876-1939) aus Pommern dichtete 1902 in Prerow auf dem Darß den Text für ein Lied „Wo de Ostseewellen trecken an den Strand“, der 1907 in ihrem niederdeutschen Lyrikband „Schelmenstücke“ unter dem Titel „Mine Heimat“ in pommerschem Platt erschien. Der Lehrer Franz Leiber (22. 9. 1863 – 16. 4. 1927) im Fischerdorf Inse, Kreis Elchniederung, machte daraus um 1908 die Haffwellen für seine Schüler, die das Lied für ihr Heimatdorf als ortsansässige Hymne vereinnahmten. Um 1925 formte der Schriftsteller Friedrich Fischer-Friesenhausen (1886-1960) aus dem Text das heutige Friesenlied „Wenn die Nordseewellen trecken an den Strand“! Die Musik komponierte noch vor 1910 der Thüringer Simon Krannig (1866 – 1936), Dirigent des Arbeiter-Gesangvereins in Zürich, dem ein Wandergeselle aus Flensburg das Gedicht mit in die Schweiz gebracht hatte. Wie schön doch die Geschichte manchmal spielt!

 
 
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