Nachrichten aus Ostpreußen
Die Kirche in Tharau
Die Tharauer Kirche ist für nordostpreußische Verhältnisse noch halbwegs gut erhalten. Das Langschiff aus dem 2. Viertel des 14. Jhs. – Backstein auf Feldsteinsockel – ist der älteste Teil. Der Chor wurde 1360 – 1380 angebaut, außen rechtwinklig, innen fünfseitig. Gleichzeitig mit dem Chor wurde die tonnengewölbte Sakristei mit reich
Text des Liedes Ännchen von Tharau in Hochdeutsch und in mundartlicher Version
Ännchen von Tharau Ännchen von Tharau ist’s die mir gefällt, Sie ist mein Leben, mein Gut und mein Geld. Ännchen von Tharau hat wieder ihr Herz Auf mich gerichtet, in Lieb und in Schmerz Ännchen von Tharau, mein Reichtum, mein Gut, Du meine Seele, mein Fleisch und mein Blut. _Käm’

Das Lied „Ännchen von Tharau“
Das berühmte Lied des Tharauer Ännchen erschien erstmals 1648 im Liederbuch des Königsberger Dichterkreises „Musikalische Kürbislaube“, auch „Kürbishütte“ genannt, aber mit unsicherer Verfasserschaft. Die schrieb man dem Professor für Poesie und Mitglied des Königsberger Dichterkreises Simon Dach (1605 – 1659) zu, der sich bereits mit Hochzeits- und Begräbnisgedichten einen Namen
Tharau
Geschichte von Dorf und Gut Tharau Die erste Erwähnung des Dorfes Wladimirowo – Tharau, zwischen Königsberg und Pr. Eylau am Frisching (Prochladnaja) gelegen, erfolgte 1315. Bald danach wurde eine Pfarrstelle gegründet. 1471 gelangte das Dorf an den Söldnerführer Heynitz von Meyenthal, 1484 wurde Tharau dem Hans von Schlieben aus Gerdauen
Steegen
Stega – Steegen Der der letzte Sudauerfürst Skomand war von 1273 bis 1280 einer der letzten erbitterten Gegner des Deutschen Ordens. 1281 unterlag er in offener Feldschlacht, lehnte eine Unterwerfung aber ab und zog mit seiner Mannschaft nach Russland. In der Fremde hielt es ihn jedoch nicht. Er kehrte in
Furmánowo – Klein Dexen
Die Kirche in Dexen, einem landesherrlichen Dorf, wurde etwa 1317 – 1319 gebaut und 1320 erstmals urkundlich erwähnt. Nach der Stadtkirche in Kreuzburg war sie die älteste Landkirche des Kreises Pr. Eylau. Ihr Standort befand sich vermutlich nahe einem prußischen Heiligtum und sollte sicher die Dominanz des Christentums über das