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Erinnerung an Wolfgang Koeppen

15.03.2016

Wolfgang Koeppen (23. 6. 1906 – 15. 3. 1996) wurde in Greifswald als unehelicher Sohn der Näherin Marie Koeppen, später Souffleuese am Stadttheater in Greifswald, und des Privatdozenten und Augenarztes Reinhold Halben geboren. Der Vater wollte aber von seinem Sohn nichts wissen. 1908 zog die Mutter nach Thorn zu ihrer Stiefschwester und folgte ihr 1912 nach Ortelsburg, wo Wolfgang das Realgymnasium besuchte und einen wesentlichen Teil seiner Jugend verlebte. 1919 zog die Familie zurück dann nach Greifswald. Wolfgang Koeppen wurde Laufbursche einer Buchhandlung, Volontär am Greifswalder Stadttheater, Schiffskoch, Platzanweiser, Fabrikarbeiter. Er las gerne,fühlte sich zum Theater hingezogen und erhielt kurzzeitige Engagements in Wismar, Würzburg und Berlin. Koeppen wandte sich jedoch mehr dem Journalismus zu und wurde 1931 erst freier Mitarbeiter und dann Redaktionsmitglied und Feuilletonredakteur des „Berliner Börsen-Courier“, bis dieser gleichgeschaltet wurde.

1934 erschien sein erster Roman „Eine unglückliche Liebe“ bei Bruno Cassirer. Ein Jahr später folgte der zweite Roman „Die Mauer schwankt“. Bekannte Werke waren: Die Trologie des Scheiterns, bestehend aus „Tauben im Gras“ (1951); „Das Treibhaus“ (1953); „Der Tod in Rom“ (1954). Danach folgten Reisereportagen. 1962 erlitt er eine Schreibkrise, die nahezu bis zu seinem Tod anhielt. Marcel Reich-Ranicki hielt dennoch viel von ihm. Zur Erinnerung an den Schriftsteller und zur Betreuung seines Nachlasses wurde im Jahr 2000 von Günter Gras und Peter Rühmkorf die Wolfgang-Keoppen-Stiftung mit Sitz in Greifswald gegründet.

 
 
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