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Vor 45 Jahren starb General Otto Lasch

03.05.2016

Otto Lasch (25. 6. 1893 – 29. 4. 1971) wurde als Sohn des Oberforstmeisters des Fürsten Pleß in Oberschlesien geboren. Er schlug die militärische Laufbahn ein, war nach dem 1. Weltkrieg in der Sicherheitspolizei tätig und wurde 1935 in die Deutsche Wehrmacht übernommen. Dort machte er Karriere. Am 9. 11. 1939 ernannte man ihn zum General der Infanterie und als solcher fand er wechselnde Verwendung, so von August bis November 1944 als Kommandierender General des LXIV. Armeekorps und anschließend als Befehlshaber im Wehrkreis I (Königsberg). Als die Rote Armee Ende Januar 1945 Königsberg eingekesselt hatte, erklärte Hitler die Stadt zur Festung und machte Lasch zum Festungskommandenaten. In dieser Zeit standen drei geschwächte deutsche Divisionen 36 sowjetischen Divisionen gegenüber. Das Ende war absehbar. Als mehrfache Versuche Laschs, die Genehmigung für eine Kapitualtion zu erlangen, scheiterten, nahm er selbst am 9. April 1945 Kapitultionsverhandlungen auf. Daraufhin wurde er von Hitler degradiert und wegen Feigheit vor dem Feind zum Tode verurteilt. Er kam statt dessen in russische Kriegsgefangenschaft, wurde 1948 zu 25 Jahren Arbeitslager verurteilt und konnte 1955 mit dem "Amnestietransport" nach Westdeutschland zurückkehren. Durch das nahe Kriegsende entkam seine Familie der von den Nazis verordeten Sippenhaft. Otto Lasch verarbeitete seine Erinnerungen an den Untergang der Hauptstadt Ostpreußens in dem Buch "So fiel Königsberg".

 
 
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