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Vortrag über die Funde auf dem Gebiet der Wikinger-Siedlung Wiskiauten im Samland

06.06.2016

In der Gegend von Wiskiauten bei einem flachen Hügel namens Kaup stieß man beim Straßenbau 1865 auf verrostete Schwerter und Lanzen sowie andere Grabbeigaben aus zerstörten Grabhügeln. Als man die Fundstelle am Rand eines verlandeten Binnensees näher untersuchte, stieß man im Unterholz des auf dem Hügel befindlichen Wäldchens Kaup auf ein Gräberfeld. Das Gelände von Kaup war, wie sich herausstellte, über die Jahrhunderte ein großer Begräbnisplatz. Laien-Archäologen der Prussia Gesellschaft bargen hier kostbare Beigaben aus den ursprünglich über 500 Gräbern – silberne Fibeln, Schwerter und Lanzenspitzen, filigranen Frauenschmuck, Münzen, Reste von Trachten in skandinavischer Prägung, dazu Menschen- und Pferdeknochen.

Den dazu gehörigen Wohnort und Handelsplatz Wiskiauten konnte man aber trotz intensiver Suche lange nicht eindeutig lokalisieren. Im Jahr 2006 wurde bekannt, dass Wissenschaftler eines vom Europäischen Sozialfonds (ESF) geförderten Grabungsprojekts, nämlich der Archäologe und Grabungsleiter Timo Ibsen von der Kieler Universität zusammen mit den Kaliningrader Kollegen Professor Wladimir Kulakow, Leiter der baltischen Expedition am Nationalen Archäologie-Institut Russlands, und Konstantin Skwozow und einem russisch-deutschen Team, in der Gemarkung Wiskiauten die Reste einer Siedlung entdeckten, in der Prußen und Wikinger über 200 Jahre lang zusammen lebten.

Mit modernen Geomagnetik-Verfahren, die Bodenverfestigungen und damit uralte Bauspuren aufdecken, hat man 60 Hektar Gelände gescannt. Die Geomagnetik lieferte fantastische Ergebnisse. Man erkennt sogar den Verlauf von Wegen. Was sonst noch entdeckt wurde, darüber wird Dr. Ibsen berichten.

Heimatmuseum Lötzen
Sudetenlandstrasse 18 h
(Böcklersiedlung)
24537 Neumünster
18. 6. 2016, Beginn 15.30 Uhr

 
 
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