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Erinnerung an den Königsberger Physiker Max Wien

25.12.2016

Max Wien (25. 12.1866 - 24. 2. 1938) wurde in Königsberg als Kind in einer großbürgerlichen Familie geboren. Der Vater war Teilhaber in einer Exportgesellschaft für Getreide. Max entschied sich ebenso wie sein Vetter Wilhelm für das Studium der Physik. Dazu besuchte er die Universitäten in Freiburg und ab 1885 in Berlin. 1887 promovierte er bei Hermann von Helmholtz und August Kundt. An der TH Aachen wurde er zum Professor ernannt und begann hier, sich dem neuen Gebiet der drahtlosen Telegrafie zu widmen. Er wurde so Mitbegründer der drahtlosen Telegraphie und Miterfinder des Löschfunkensenders, mit dem größere Reichweiten zu erzielen waren. 1904 wechselte er an die TH Danzig und 1911 an die Universität Jena, wo er als Direktor das Physikalische Institut übernahm. Mit Ferdinand von Zeppelin diskutierte er die mögliche Steuerung eines Bootes von einem Flugobjekt aus Gleich zu Beginn des 1. Weltkriegs wurde Wien Leiter der wissenschaftlichen Abteilung für die funktechnische Ausrüstung des Heeres. In diesem Zusammenhang beteiligte er sich an der Planung von Fernlenkwaffen. Von 1918 bis 1919 und von 1924 bis 1925 war Max Wien Präsident und Vorsitzender der Deutschen Physiklischen Gesellschaft. Seine wissenschaftlichen Arbeiten: beschäftigten sich mit der Bestimmung der Wellenlänge von Röntgenstrahlen und mit dem Strahlungsgesetz. Er entwickelte das nach ihm benannte „Wiensches Verschiebungsgesetz“.

 
 
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