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Der in Königsberg aufgewachsene Rudi Schuricke aus Brandenburg/Havel

17.03.2018

Rudi Schruicke (16. 3. 1913 – 28. 12. 1973) wurde in der Stadt Brandenburg geboren, wuchs aber in Königsberg auf, wohin sein Vater als Militärkapellmeister versetzt worden war. Dort ging er auch zur Schule und begann seine berufliche Ausbildung als Drogist. Zudem studierte er Gesang und nahm Schauspielunterricht, aber arbeitete nebenbei auch als Zeitungsverkäufer und Chauffeur.

Der Zufall begründete seine musikalische Laufbahn: als der Sänger einer Rundfunk-Musikgruppe unter Leitung von Istvan Kardos bei einer Life-Aufnahme ausfiel, sprang Rudi ein und machte seinen Auftritt so gut, dass er bis zur Emigration des Leiters bei der Gruppe blieb.

1936 gründete Rudi Schuricke das bekannte Schuricke-Terzett, trat aber auch als Solosänger auf. Im Jahr 1943 sang er erstmals das berühmte Lied von den Capri-Fischern, das von Gerhard Winkler komponiert und von Ralph Maria Siegel mit Text versehen war. Allerdings wurde dieses Lied bald verboten, weil Italien im Verlauf der Eroberung durch die US-Armee von Deutschland abfiel. Aber nach dem Krieg hatte Rudi Schuricke mit den Capri-Fischern seine größten Erfolge. Weitere erfolgreiche Lieder waren: O mia bella Napoli, Frauen und Wein, Frühling in Sorrent, Florentinische Nächte, Laß uns träumen am Lago Maggiore. In den 1950er Jahren stürmte er regelmäßig die Hitparaden.

Mit der aufkommenden Rockmusik geriet Rudi Schuricke aus dem Mode, arbeitete nunmehr als Hotelier und betrieb einen Waschsalon in München. Noch einmal feierte er Anfang der 1970 Jahre ein kurzes Comeback und starb dann leider recht früh. Begraben wurde er in Herrsching am Ammersee.

 
 
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