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Pfarrer Karl Heinrich Heldt

13.02.2021

Karl Heinrich Heldt (13. 2. 1887 – 1945) wurde in Paprotken bei Lötzen geboren und studierte Theologie in Königsberg. Zunächst wurde er Pfarrer in Bialuta bei Soldau und in Narzym, ebenfalls Diözese Soldau. Nach dem 1. Weltkrieg wechselte er nach Kobulten und wurde letztlich 1929 der 30. Pfarrer in Bialla. Seine Gottesdienste hielt er sowohl in deutscher als auch in masurischer Sprache ab. Er war ein profilierter Gegner des Nationalsozialismus und schloss sich folgerichtig der von Dietrich Bonhoeffer gegründeten Bekennenden Kirche an. Als er zum Kreispfarrer Johannisburg der Bekennenden Kirche gewählt wurde, war die Toleranzschwelle der Nazis überschritten. Pfarrer Heldt kam ins Gefängnis, wurde aber nach einiger Zeit wieder entlassen, während man seinen Vikar Pfarrer Paul Pissowotzki umgehend an die Ostfront nach Stalingrad schickte. Pfarrer Heldt konnte seine Gemeinde bis zum Einmarsch der Roten Armee im Januar 1945 betreuen. Dann verliert sich seine Spur in den Wirren des Krieges, ebenfalls die seiner Frau. Auf dem ehemaligen evangelischen Friedhof von Bialla erinnert eine Tafel an ihn und am 15. 10. 2006 wurde der Versammlungsraum in der kleinen evangelischen Pfarrei in Bialla, den man 2005 an die Kirche angebaut hatte, nach Karl Heinrich Heldt benannt. Siehe auch hier.

 
 
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