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Erinnerung an den Maler Alfred Partikel

09.10.2018

Alfred Partikel (7. 10. 1888 – 1945) wurde vor 130 Jahren als Sohn des Pillkaller Bürgermeisters Adolf Partikel in Goldap geboren. Er besuchte das Gymnasium in Insterburg und dann die Kunstakademie und Kunstgewerbeschule in Königsberg. 1909 ging er als freier Maler nach München und siedelte ein Jahr später nach Weimar über. Bald darauf ging er als Mitglied der „Freien Sezession“ nach Berlin, wo ihm 1913 eine Ausstellung gewidmet wurde. Nach seiner Teilnahme am 1. Weltkrieg ging er als freier Maler nach Berlin zurück. Dort heiratete er 1921 Dorothea Körte, die Nichte des Königsberger Musikdirektors, der auf dem Darß in Ahrenshoop, Dorfstrasse 32, ein Sommerhaus besaß. Als er 1925 seinen Wohnsitz nach Ahrenshoop verlegte, behielt er sein Berliner Atelier bei.

Viele Ausstellungen verbreiteten seinen guten Ruf. 1929 erhielt er den Ruf als Professor für Landschaftsmalerei an die Kunstakademie in Königsberg und wohnte dort in der Hardenbergstr. 1925 ließ er sich in Ahrenshoop, Dorfstraße 32, ein eigenes Haus bauen. Sein einziger Sohn fiel am 30. Mai 1944 in Russland.

Am 28. 1. 1945 floh er zusammen mit Prof. Bischoff per Fahrrad aus Königsberg. Nach 3 Wochen gelangte er in Ahrenshoop an. Er ging am 20. 10. 1945 dort zu einem Pilzgang in den Wald und kam nie wieder, wurde auch nie gefunden. Zu seinen Arbeiten gehörte auch eine Radierungsfolge von 1919 für „Michael Kohlhaas“ von Heinrich von Kleist. Partikel gehörte zur Gruppe der Künstler, die sich an der „Sandakademie“ von Max Pechstein in Nidden im Umfeld des Hotels von Hermann Blode beteiligten.

 
 
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