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Wiedererstehende St. Adalbert Kirche in Amalienau

07.01.2020

Die St. Adalbert Kirche in der Pobieda-Allee Ecke Kastanien-Allee im Stadtzentrum von Amalienau, wurde 1904 im Zuge der Gründung der Kolonie Amalienau nach Plänen von Fritz Heitmann errichtet, und zwar als Kapelle, die 1932 durch einen Anbau zur St. Adalbertkirche erweitert und 1939 im Chorraum umgebaut wurde. Sie erlitt nur leichtere Kriegsbeschädigungen. Neben der Kapelle entstand zugleich ein villenartiges Gebäude, in dem oben der Pfarrer und unten die Witwe von Architekt Heitmann wohnten.

Nach dem Krieg riss man den Erweiterungsbau des Kirchenschiffs von 1932, der bei der Eroberung Königsbergs zerstört worden war, wieder ab. Die alte Kapelle blieb bestehen. Darin brachte man Fabrikationsanlagen unter. 1975 unterteilte man das Innere in drei Stockwerke. Im Chor und im schlanken Turm befand sich eine Ionosphären-Forschungsanstalt, das Mahnet-Ionosphären-Observatorium "Ismiran".

Nach Informationen von 2019 wird das Gebäude wieder hergerichtet, möglicherweise als orthodoxe Kirche. Die Zwischendecken sind bereits entfernt und man bemüht sich offenbar, den ursprünglichen Zustand der Kirche wieder herzustellen. Die Bodenfliesen im Eingangsbereich sind sogar noch original vorhanden.[1]

Von der alten Ausstattung der Kirche, die ansonsten natürlich verloren ist, wurde das Altarkreuz gerettet, das der Pfarrer ohne den Sockel in seinem Fluchtgepäck unterbringen konnte. Es hängt heute über dem Altar der kleinen Kapelle des Ermlandhauses in Münster.



[1] Jörn Pekrul, St.Adalbert soll wieder ein Gotteshaus werden, Oprbl. Nr,.24/2019 (24. Juni), S. 13; Jörn Prekul, Amalienau- neues Leben in St. Adalbert, Königsberger Bürgerbrief, Winter 2019, s. 79 f

 
 
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